TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Ausbildung neuer Mitglieder im Herbst 2014

Dienstag 23. September 2014 von websifu

Das Einsteigertraining

Pünktlich zum Schulbeginn, konnte auch der Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, wieder seine Ausbildung für neue Vereinsmitglieder starten.

Mitmachen (Einsteigen) ist bis Mitte Oktober 2014 noch möglich!

(Zu beachten: Danach ist die Ausbildung aber zu weit fortgeschritten, um noch brauchbare Ergebnisse für sich und die Trainingsgruppe zu erzielen).

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Tai Chi Gung,

übersetzt: „Die Pflege des Tai Chi“, ist der westliche Weg, die chinesische Kampf- und Bewegungskunst Tai Chi Chuan (alias: Taijiquan, bzw. Taiji Quan) zu praktizieren.

In den Übungen werden natürliche Körperhaltungen durch entspannende und meditative Bewegungen miteinander verbunden.

Das Praktikum von Tai Chi Gung weckt und harmonisiert das Chi, das von den Chinesen so bezeichnete Kraft- und Energiephänomen in unserem Körper.

Das Geheimnis für einen fitten Körper,einen wachen Geist und ein ruhiges Gemüt!

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Durch langsam fließende Bewegungen erhöht Tai Chi die Stärke und den Muskeltonus, vergrößert den Bewegungsradius und die Flexibilität des Körpers. Gleichzeitig verbessert sich Balance und Koordination.

Alle Tai-Chi-Bewegungen sind Paare von Gegensätzen, dies bedeutet: links und rechts, vor- und zurück, nachgebend und vorstoßend, schwer und leicht, voll und leer, etc., welche die Absicht reflektieren, die zwei gegenüberliegenden Kräfte von „yin“ und „yang“ zu harmonisieren.

Tai Chi

ist “Meditation in Bewegung”, wobei Präzisionsbewegungen mit kontrollierter Atmung synchronisiert werden, um es dem Übenden zu ermöglichen, seinen Chi-Fluß zu erhöhen – OHNE dabei den Stress, die Atemlosigkeit oder übersteigerte Belastungen anderer Fitnessübungen zu verursachen!

Neulinge beginnen als Einsteiger mit der →Grundschule (Einzelübungen, →Grundstellungen, Grundschritte) und erlernen dann die 5-Bilder-Form (bestehend aus 51 Einzelbewegungen) bis zur sogenannten „vollen Form“.

Wo?

in Salzburg-Gnigl, im Dojo des ASKÖ, Parscherstr. 4,

Wann?

seit 17. September bis 17. Dezember 2014
immer Mittwochs (Einheiten lt. →Terminplan)
von 20:00 – 21:30 Uhr;

Ein Probetraining als erste Übungseinheit ist nach Anmeldung zum Preis von € 5,- möglich (wird bei Vereinseinstieg angerechnet).

Anmeldung mit Formular auf unserer Homepage !


Linkliste

für weitere Detailinformationen:

Auf der Homepage des Vereins ( http://www.tai-chi-gung.at ) finden Sie exakte Informationen über:

+++ Unsere Sportart

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/kurzinfo-tai-chi-gung.html

+++ Unser Training

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/trainingsinhalte.html

+++ Das Einsteigertraining

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/trainingsinhalte/einsteigertraining.html

+++ Trainingszeiten und Orte (Termine und Anfahrtspläne) …

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/trainingszeiten-a-orte.html

+++ Den Fernlehrgang (als Fördermitglied) …

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/fernlehrgang-tai-chi-gung.html

+++ Umfassende Unterlagen für Mitglieder

http://www.taichianer.at/faq/download-rubriken/

(ebooks im PDF-Format: Handbücher, Trainingsanleitungen – sowie Videoclips für Einzelübungen, Bewegungsfolgen und die 5-Bilder-Form)

+++ Vorteile der Mitgliedschaft

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/vorteile-der-mitgliedschaft.html

+++ Mitgliedschaft und Preise

http://www.tai-chi-gung.at/index.php/mitgliedschaft-a-preise.html

+++ sowie hier im Mitgliederforum … http://www.taichianer.at/

mit Blogartikeln, →Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung (”Ask a Sifu”) und einem →alphabetischen Glossar.


Möchten Sie darüber hinaus etwas persönlich und direkt abklären, stehen wir gerne auch via eMail, Kontaktformular oder auch telefonisch  zur Verfügung.

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Positionen in Tai Chi Gung

Samstag 20. September 2014 von websifu

Glossareintrag: Position

Unter Position verstehen wir in Tai Chi Gung jede(!) Körperstellung, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb eines → Bildes (oder einer →Form), quasi als “statische Momentaufnahme” des aktuellen Bewegungsablaufes herausgegriffen werden kann.

Anmerkung:

Bis auf wirklich ganz seltene Ausnahmen ist eine Form und der Bewegungsablauf in Tai Chi dynamisch und ständig in fließender, entspannter Bewegung.
Die Darstellungen in Fotografien oder Zeichnungen entsprechen daher auch immer nur(!) einer Momentaufnahme, einem “Schnappschuss”, einer Position, welche zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb einer dynamischen Bewegung, manchmal sogar nur Sekundenbruchteile lang, erreicht wurde.
Der Laie verwechselt jene “Bilder” (im Sinne von: Fotos, Darstellungen), welche markante Positionen eines Ablaufes dokumentieren sollen, zumeist mit dem tatsächlichen →Bild (lt. Definition des Tai Chi Gung).
D.h.: Eine Darstellung der Endposition des “Der weiße Kranich breitet seine Flügel aus” oder “Der goldene Hahn steht auf einem Bein” ist nicht(!) eine “Tai-Chi-Stellung” (siehe dazu auch:  →Stellungen), sondern eben – nur(!) – das Ende eines bestimmten definierten Bewegungsablaufes, welcher auch zu einem bestimmten Zeitpunkt (der Anfangsposition) begonnen hat, dann ganz bestimmten Bewegungen folgt und schließlich mit jener “gezeigten” oder “dargestellten” Position endet.
Und – Wir verraten hier ein “Tai-Chi-Geheimnis”: Das wirklich Entscheidende hierbei ist keineswegs, jene “Stellung” einzunehmen, sondern alles, was dazu (vorher) gemacht werden muss, um am Schluss(!) sich (möglicherweise nur ganz, ganz kurz) in jener (End-)Position wiederzufinden!

Anhand des Vergleichs identer “Momentaufnahmen” – eben Positionen – innerhalb eines Bewegungsablaufes, können Trainierende besser angeleitet und Fehler korrigiert werden.

Positionen dienen somit rein zur Anleitung der Bewegungsvorgänge.

Wichtig für die Beschreibung und natürlich auch das Erlernen von Formen sind dabei vor allem →Anfangs- und →Endposition eines Bildes.

Tipps:

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Der Halbschritt in Tai Chi Gung

Sonntag 7. September 2014 von websifu

Glossareintrag: Halbschritt

Als Halbschritt bezeichnen wir einen wichtigen Bewegungsabschnitt, bzw. eine Position, in einer Überleitungsbewegung, wobei die Schwerpunktverlagerung noch NICHT ausgeführt wurde.

Ein Schritt vorwärts oder zur Seite wird im Bewegungsablauf dabei erst “zur Hälfte” vollzogen. Daher auch dessen Bezeichnung als Halbschritt.

Der Halbschritt kann per Definition als Position gesehen werden.

Bedeutung erlangt dieser nicht nur als bloße Bezeichnung einer (bestimmten) Überleitung, welche mit den Beinen und Füßen auszuführen ist, sondern auch dadurch, dass in manchen →Bildern, dieser exakt und abgestimmt, mit den Bewegungen bzw. Haltungen von Händen und Armen -also: gleichzeitig – zu erfolgen hat.

Beispiele dafür sind:

“Block und Stoß im Vorwärtsgehen”, die “Gegenläufige Peitsche”, – “Abwehr links”, “Abwehr rechts” – peng, zhou peng … zhou ji – “Diagonaler Faustrückenschlag”, und viele andere mehr;

Tipps:

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Der Pferdestand

Donnerstag 4. September 2014 von websifu

Glossareintrag: Pferdestand

m.E.: = ein fürchterlicher Neologismus chinesischer Überlieferungen aus den 1970ern, welcher sich in den verschiedensten Beschreibungen bis heute beharrlich hält!

Gemeint ist dabei aber nicht, das jemand “wie ein Pferd” steht, sondern die Beine so breit hält “wie ein Reiter, der auf einem Pferd sitzt” – also eigentlich die “Reiterhaltung” – dabei aber nicht wie ein breites →Wu Chi, sondern als →Endposition eines →Bildes mit “breitem Bogenschritt” (manchmal dann eben auch “Bogenstand”).

Es wurde also das “Pferd” mit dem “Reiter” verwechselt!

Siehe dazu auch: →Bogenschritt

Tipps:

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Für wen ist Tai Chi geeignet?

Mittwoch 13. August 2014 von websifu

Generell ist Tai Chi Gung für Menschen jeder Altersstufe geeignet.

Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass unser Kulturkreis, anders als in Ostasien, mehr zu „Lernen durch Erklären und Verstehen” als zu vorbehaltslosem „Nachahmen” neigt, wodurch eine gewisse mentale Reife zum Erkennen der Sinnhaftigkeit der Bewegungsformen nötig ist.

Die Lehr- und Lernmethode in ist China anders, als wir dies verinnerlicht haben.
Im ostasiatischen Raum wird dem Erlernen einer Kunstform (auch der “Kampfkunst”) andere Bedeutung zugemessen, der zeitliche Aspekt besitzt hierbei auch einen ganz anderen Stellenwert.
Wir sind es gewohnt, Ziele anzustreben und scheuen häufig davor, einfach Wegen zu folgen, wenn wir nicht zumindest sehr rasch einen Sinn darin erkennen können. Dieses – oft durchaus gesunde – Misstrauen verhindert den „blinden Gehorsam“, welcher nötig wäre, um östlichen Meistern und deren Anleitung zu folgen. Für den westlichen Menschen muss daher die Lehrmethode angepasst werden.
Hierbei ist es nötig ausreichend Erklärungen zu liefern und Ziele zu formulieren. Zumindest jedoch, Wege zu beschreiben und mögliche Stationen aufzuzeigen.

  • Kinder

Die hierzu nötige „Weitsicht“, um Zusammenhänge zu erkennen oder auch das Durchhaltevermögen, einen gewissen Weg zu beschreiten, bis erste Erfolge sichtbar werden können, ist natürlicherweise an Lebenserfahrung geknüpft und kann daher nicht unbedingt von einem Kind vorausgesetzt werden. Das Üben der Form wird von Kindern gerne “als fad und für alte Leute” angesehen.
Andererseits können Kinder mit Vorbereitungs- und Einzelübungen begeistert werden und profitieren enorm von dem hierbei ermöglichten Koordinationstraining.

Der rein sportliche, körperliche Aspekt ist selbstverständlich auch von einem Kleinkind zu bewältigen.


  • Jugendliche / Junge Erwachsene

Der Jugend kann veranschaulicht werden, dass wahre Kraft und Stärke in Beherrschung der “inneren Kraft und Energie” (”chin”), anstelle “äußerer” roher Kraftanwendung und Gewalt (= “li”, die “schwerfällige Muskel- und Schwungkraft”) liegt. Damit wird gleichzeitig “die Kampfeslust” der Jugend befriedigt und das Training trägt durch Erfahrung und Reifungsprozesse zur Aggressionsbewältigung bei.

  • Erwachsene und ältere Menschen

Für das Alter kann der Schwerpunkt durchaus auf die gesundheitlichen Aspekte dieser Sportart gelegt werden, wobei jedoch ebenfalls die Erfahrungen eigener Kraft und Energie, sowie das Wiedererwachen des “Kampfgeistes” erstaunliche und unglaubliche Reaktionen hervorrufen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass gerade ältere Mitmenschen vorerst überaus skeptisch und ablehnend dem “Kampfkunstaspekt” gegenüberstehen, jedoch in weiterer Folge – bis dato: immer(!) – sich schließlich “befreit fühlen” und mit Begeisterung ihre “aufgestauten”, gesellschaftlich wenig akzeptierten (”negativen”) Gefühle, in geeigneter und “unschädlicher” Form verarbeiten können.

Am anderen Ende der Altersskala ergibt sich mit dieser körperlichen Betätigung eine für uns im Westen völlig neue Sichtweise sportlicher Betätigung und Leistung. Wo im üblichen Leistungssport ausschließlich Schnelligkeit und Jugend dominiert, zählt in Tai Chi hingegen Bedächtigkeit (Langsamkeit), Erfahrung und Perfektion.

Tai Chi ist eben “ein wenig anders”!

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