TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Neu – Fernlehrgang Tai Chi Gung verfügbar!

Donnerstag 29. Juli 2010 von websifu

Als erster Verein bietet der Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, nun einen Tai Chi – Grundkurs als Fernlehrgang im Internet (e-Learning) an.

Motto: Wir können nicht jederzeit überall sein – Aber: Du kannst Dir’s von überall runterladen!

Wer bisher keine Zeit und Möglichkeit hatte, nach Salzburg zu kommen und am Einsteigertraining teilzunehmen, kann nun einen gesonderten Grundkurs für zu Hause absolvieren:

In 36 Trainingseinheiten zu 20-30 Minuten, aufgeteilt auf 12 Kurswochen, können ab sofort im Selbststudium unterstützt mit umfangreichen Trainingsmaterial (Handbuch, Trainingsplan, Trainingsinfos und Videoclips) die Grundlagen und Einzelübungen des Tai Chi Gung erlernt werden – ohne die Wohnung zu verlassen.

Der Online-Lehrgang folgt dabei den Erkenntnissen neuester Studien und jahrelanger Trainingserfahrung in Tai Chi (Taiji).

Der Inhalt entspricht – natürlich dem eLearning angepasst – unserem Einsteigertraining (Datei: Inhalte_Einsteigerkurs.pdf)

Wie?

  1. Antrag auf Fördermitgliedschaft für das laufende Jahr stellen.
  2. 35,- EUR Förderbeitrag zahlen (einmalig, für das Kalenderjahr – kein Abo!)
  3. Nach Erhalt der Registrierung und Freischaltung einfach im Mitgliederforum downloaden.

Wann und Wo?

Ab sofort hier im Mitgliederforum:

Downloadbereich Fernlehrgang.

Egal, wo Du zu Hause bist – Österreich, Deutschland, Schweiz… – jedes Fördermitglied kann mitmachen und zu Hause trainieren!

Du brauchst nur einen Internetzugang (bzw. die Anleitungen in Deutsch sollten gelesen werden können ;-) )

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Long – Der Drache

Montag 19. Juli 2010 von websifu

Bedeutung und Symbol des Drachen (chinesisch: “long”)

Glossareintrag: Long

Das chinesische Wort “Long” bezeichnet einen Drachen. Der Drache gilt in China als die mythische Figur und Allegorie schlechthin. Es ist das Symbol, welches in unzähligen Darstellungen der chinesischen Kunst und Kultur verewigt ist.

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In der chinesischen Mythologie wird er als ein Wesen beschrieben, das sowohl auf der Erde als auch im Himmel sowie auch im Meer existieren kann.
Er stellt die Allgegenwärtigkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit schlechthin dar.

Der Drache steht (unter anderen) als Symbol und Allegorie für:

  • den Langstock (der →”Gun“) als Waffe
  • die Vereinigung der Kräfte des Himmels mit den Kräften der Erde (kosmische Kraft und “Kundalini”, die Schlangenkraft; in der westlichen Mystik auch bekannt als “Ouroborus” – die “geflügelte Schlange”)
  • die “→Grundtechnik” mit Namen “lie”, bzw. “lieh” – “der Donner” (aus dem →”Ba Gua“)

Den rote Drachen ordnen die Chinesen sich selbst, ihrem Land, bzw. generell dem Osten zu.
Der weisse Drache (”→Bai Long”) wird dem westlichen Menschen, der westlichen Kultur und Erdregion (Europa, Europäer), also “dem Westen” zugeordnet.

Exkurs:

Die Legende besagt, dass der weisse Drache im Westen ruhe. Sobald er erwacht ist, bricht eine neue Epoche an.

Zuerst wird er kaum wahrgenommen, dann jedoch lehrt er den dunklen Kräften (das sind alle Bestrebungen wider der Natur, wider dem Leben und wider der Menschen – also: Egoistische und selbstsüchtige Bestrebungen Einzelner oder bestimmter Gruppen) gehörig das Fürchten – vor allem da er als Sinnbild für Vernunft, Wahrheit und geistige Harmonie als unzerstörbar gilt.

Viele Menschen ängstigen sich oder sind einfach nur verunsichert, während dieser Zeit, da sie viel zu lange in Täuschung lebten und “falschen Göttern” huldigten. Nichts ist mehr so, wie es ursprünglich scheinte.
Schlussendlich obsiegt Wahrheit und Klarheit und sucht die Verbindung mit dem roten Drachen (Wohlstand, Überlieferung und Tradition). Da jeder der beiden Drache für sich allein nicht in Harmonie existieren kann, vereinigen sich beide “Drachen” und bilden die Grundlage der neuen Welt und des neuen Zeitalters (Östliche und westliche Kultur vereint). Das Gleichgewicht zwischen Menschen und zwischen Mensch und Natur (der Umwelt) ist wieder hergestellt.

[Hier geht es zurück zum Glossar-Index]

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Neue Absolventen der Tai Chi Gung Fortschrittsgrade

Donnerstag 8. Juli 2010 von websifu

Am Mittwoch, den 7. Juli 2010, fand erneut ein Prüfungstermin in Tai Chi Gung statt.

Drei Teilnehmer aus dem dreimonatigen und kürzlich beendeten →Einsteigertraining (Frühjahr 2010), sowie ein Vereinsmitglied stellten sich auf Empfehlung des Trainers dieser Herausforderung und unterzogen sich der Leistungsüberprüfung. Diesesmal wurden die Kenntnisse und Fähigkeiten der Prüflinge aus zwei verschiedenen Leistungsgraden auf die Probe gestellt.

Zu Beginn kamen die Aspiranten des 1. Leistungsgrades (gelbes Band) an der Reihe.
Diese mussten beweisen, ob sie die Inhalte aus dem Einsteigertraining, sowie die 5-Bilder-Form (mit 51 Abfolgen) tatsächlich beherrschten.

In der Formen-Präsentation herausragend aufgefallen war hierbei – wieder einmal(!) – eine Frau, welche eindrucksvoll zeigte, dass regelmäßige (Haus-)Übungen enorme Fortschritte innerhalb weniger Wochen ermöglichen.
(Darüber hinaus freut sich der Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, besagte Dame ebenfalls als neues Mitglied begrüßen zu dürfen!).

Die Prüfungskomission gab sich schließlich von allen Angetretenen überzeugt und verlieh je eine Urkunde sowie die Bezeichnung “Trainee of 5″ an die drei “youngster in Tai Chi Gung”.

Kommentar des Obmanns:
“Wie bereits schon einmal erwähnt, sind wir schon sehr gespannt, da, falls weiterhin so fleissig trainiert wird, wir schon recht bald die ersten Meisterinnen(!) der Sportart Tai Chi Gung bekanntgeben dürften. Wer weiß, vielleicht schon in einem Jahr?”

Im Schlussakt folgte die Überprüfung der 2. Leistungsstufe in Tai Chi Gung für unser Mitglied Christian.

Trotz leichter Nervosität und Anspannung zu Beginn, bewältigte er die gestellten Aufgaben in Theorie und Praxis sehr souverän. Im dritten Teil der Prüfung überzeugte er absolut mit seiner harmonischen Präsentation der 12-Bilder-Form bei nahezu perfektem Atemrhytmus. Somit darf er nun mit Stolz das orange Band des zweiten Leistungsgrades tragen (als “Trainee of 12″).

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Im Bild zu sehen – von links nach rechts: Christian (oranges Band), und die “drei youngster” (gelb)

Wir gratulieren allen Absolventen recht herzlich!

Hinweis:

Mit September 2010 startet ein neues Einsteigertraining.
Ein genauer Terminplan als PDF-Datei findet sich zur Ansicht unter:
→Terminplan Einsteigertraining aktuell

Anfänger und Einsteiger in Tai Chi Gung lernen in einer separat zum Vereinstraining angebotenen Ausbildung in 12 Einheiten á 1,5 Std (insgesamt also 18 Stunden – von September bis Ende November 2010, immer Mittwoch-Abend) die Grundlagen (Praxis im Training und Theorie als Begleitmaterial) sowie die Solo-Form der 1. Leistungsstufe.

Ausbildungskosten:

  • für Schüler/Studenden/Lehrlinge (mit Ausweis) EUR 75,-
    ( zzgl. 3 Monate Vereinsmitgliedschaft – inklusive aller → Vorteile der Mitgliedschaft !- gesamt also EUR 141,- )
  • für Erwachsene EUR 85,-
    ( zzgl. 3 Monate Vereinsmitgliedschaft – inklusive aller → Vorteile der Mitgliedschaft !- gesamt also EUR 181,- )

Hinweis:
Partnerrabatte
– z.B. für Familienmitglieder, Freunde, Lebensgefährten etc. – mit 20% werden gewährt.

Probetraining:

Zum “Schnuppern”, “Testen”, “Ausprobieren”, kann jeweils eine Trainingseinheit (1,5 Stunden) als Probetraining zum Preis von EUR 5,- besucht werden.
Hinweis: Dieser Betrag wird selbstverständlich bei Teilnahme am Einsteigertraining angerechnet.

Fixierter Termin für Probetraining ist der 1. September 2010.
Davor können gerne andere Termine für ein Probetraining – zum Beispiel an einem →Vereinstraining am Sonntag in der Dojo-Halle vereinbart werden.

Mehr zum Verein auf seiner Homepage: www.tai-chi-gung.at

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Irrtum 20: Tai Chi ist nicht zur Selbstverteidigung geeignet

Dienstag 6. Juli 2010 von Gottfried

(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 16. Jun 2010 um 10:29 in Fitness)

Obwohl heutzutage viele Menschen die chinesische Körperkunst des Tai Chi (=Kurzform für “Tai Chi Chuan”, bzw. in anderer Schreibweise: “Taiji quan” – beides gesprochen wie “tai-tschi tschu-an”) meist aus gesundheitlichen Gründen erlernen, birgt schon der – ausgeschriebene – Name den Hinweis auf den wichtigen →Aspekt jener Kunst:

“→Chuan” (bzw. “quan”)
bedeutet soviel wie “Faustkampf(methode)”.

Es führt kein Weg daran vorbei:

Die tatsächliche “Kunst” des Tai Chi (Chuan) ist die Beherrschung der sogenannten “inneren” Kampfkunst.

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Wie bereits des öfteren vorgestellt, ist Tai Chi (Chuan) eine synergetische Zusammenfassung uralter chinesischer Meditationstechniken, der “Kunst der Lebensverlängerung” (des “→Yangshen” – später dann: “Chi Kung”, moderne Abwandlung “→Qi Gong“), sowie (regelmäßige) damit einhergehende Übung in “→Wushu” (der “chinesischen Kampfkunst”).

Ungeachtet der verschiedenen überlieferten Entstehungsgeschichten oder -mythen kann überall die Kernintention “entnommen” werden:

Anstelle Meditation, Gesundheits- und Körperertüchtigung, Kampf(kunst)training, …, etc., regelmäßig separat und gesondert – “nebeneinander” oder “nacheinander” – zu praktizieren, kam “jemand” (d.h.: →Chang San-Feng, Huang Li-Zhou, Wang Zong Yue – …oder wer auch immer!) auf die Idee, alle diese “notwendigen Übungen” in einen Ablauf und ein Training zu vereinen, welches (nahezu) täglich einfach und leicht zu absolvieren wäre.

Auch die eigene Praxis im Training wird dies bestätigen (…bei manchen früher, bei manchen später).

Daher schreibt auch der Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg auf der Homepage www.tai-chi-gung.at zur Beschreibung seiner Sportart:

“…

Tai Chi Gung ist vielmehr gleichzeitig(!)

- Meditation in Bewegung

- Bewegungskunst und Körperbeherrschung

- die “innere” Kampfkunst

- Stärkung und Arbeiten am Chi

- Mentales und geistiges Training

- Emotionstraining in sanfter Form

- Selbstverteidigung durch Körperbeherrschung ohne Angriff

- Ganzkörpertraining…

u.v.a. mehr “

Bei dieser Gelegenheit:

Ist das nicht toll und geradezu “ideal” für einen westlichen Menschen in einer “schnelllebigen” Zeit?

Ein(!) Training für Geist, Seele und Körper, welches dies alles(!) beinhaltet! – nicht zwei, drei, fünf, …, verschiedene “Übungsarten” und “Trainings”!

Tai Chi (Chuan) beinhaltet also auch den Kampfkunstaspekt und damit einhergehend, natürlich den Aspekt der “Selbstverteidigung”.

Wichtige Anmerkung:

Die Betonung liegt auf “auch” und keinesfalls bei “nur” – sowie ebenfalls auf: “Ein Aspekt(!)”.
Die “Schwerpunkte” des Trainings jedoch, obliegen sowohl der “Trainingsanleitung” als auch persönlichen Präferenzen.

Natürlich kann Tai Chi (nur) wegen der Gesundheit gemacht werden – doch versagt man sich dabei nicht selbst wichtige Blickwinkel und auch Erfahrungen der “umfassenden” Kunst?

Wer den “Kampfkunstaspekt” in Tai Chi (Chuan) negiert oder ignoriert, kann jene Kunst weder vollständig erfassen, noch tiefere Zusammenhänge verstehen, welche sich im Fortschritt der Praxis (automatisch) ergeben (sollen).

Manche Leute stört der Gedanke, dass “Tai Chi” auch etwas mit kämpfen zu tun hat. Jene sind der Überzeugung, dass “Tai Chi” gewaltlos sei und (nur) eine Art Meditation.

Tai Chi (Chuan) wurde jedoch von Anfang an (auch) als Kampfkunst entwickelt.

Von dieser Grundlage sollte sich niemand so einfach vollständig entfernen, denn in der Realität gibt es überall Kampf – und zwar im Leben jedes Menschen.

Beispielsweise kämpfen Menschen gegen Naturkatastrophen, gegen Hunger, Krankheit oder gegen Kriminalität.

Auch innerlich stellt sich der Mensch dem Kampf: Gegen Nervosität, Angst, Einsamkeit, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, …, “den inneren Schweinehund”, um nur einige Beispiele zu nennen.

Leben bedeutet also (auch!) Kampf. Kämpfen ist jedoch nicht mit Zerstörung und Vernichtung gleichzusetzen, sondern kann auch Frieden, Gesundheit und Harmonie bewirken.

Anmerkung ( – weil aktuell wieder öfter vernommen ):
Von einem “Krieger des Lichtes” kann also nur dann gesprochen werden, wenn jener auch die “Kriegskunst” – besser gesagt: Die Kampfkunst – beherrscht. Alles andere wären bestenfalls: “Botschafter”, “Fans” oder “Anhänger des Lichts”. ;-)

Die Philosophie des Tai Chi (Chuan) wird fast nur “beim Kämpfen” umgesetzt, wem das Wissen darum und das Verständnis hierfür fehlt, dem entgeht dabei vieles.

Jeder weiß, daß “zum Kämpfen” Kraft benötigt wird. Wie man diese Kraft einsetzt, bzw. umsetzt, haben die ursprünglichen Tai Chi-Meister grundlegend erforscht und mit dem Prinzip von “→yin” und “→yang” im Aufbau der Übungen und →Formen umgesetzt.

Es geht hierbei sicher nicht um Gewalt oder wie (noch mehr) Muskelkraft oder (körperliche) Techniken aufgebaut oder eingesetzt werden können, sondern wie “innere” Kräfte (Einstellungen, Haltungen, “Techniken”, …, Zusammenhänge) funktionieren und sich auch im “Äußeren” (der Außenwelt, dem Körperlichen) auswirken (”ausdrücken”).

Daher auch die “innere Kampfkunst”.

Gemäß der “yin-yang-Philosophie” wird in Tai Chi Chuan anders als in fast allen sogenannten “äußeren” Kampfkünsten, wie u.a. Karate, Tae-Kwon-Do oder Kickboxen, zum Beispiel Gleiches auch nicht mit Gleichem vergolten, womit die scheinbare Prämisse: “Der Stärkere, Schnellere, Gewaltvollere besiegt den körperlich Schwächeren, Langsameren, Gewaltlosen” keinesfalls mehr stimmt.

D.h.: Eine Krafteinwirkung (ein Angriff, ein Schlag oder Tritt) wird dann beispielsweise nicht mit einer noch härteren Kraftwirkung (Gegenangriff, “zurückschlagen”, “zurücktreten” oder auch “Abblocken”) entgegnet, sondern “aufgenommen” – ja, manchmal sogar die “eintreffende” Kraftwirkung verstärkt – und dann “benutzt”, um den Gegner zu besiegen.

Exkurs:

Jene angesprochene “Technik(en)” findet sich zum Beispiel auch im japanischen Judo wieder, worin diese auf rein körperlicher Ebene(!) perfektioniert und trainiert werden (Hebel-, Wurf- und Haltetechniken).

Genauso findet sich die “Technik des Ausnützen der Kräfte des Gegners” in der durchaus auch als “innere” Kampfkunst zu bezeichnende japanischen Kampfkunst des Aikido. Diese Kampfkunst wurde zur Zeit des 2. Weltkrieges entwickelt und fußt laut dessen Gründer auf einem angriffslosen (sowie nicht “mortalem”) JiuJitsu der Samurai, worin sich aber eindeutig zwei von acht →”Grundtechniken” des chinesischen Tai Chi Chuan identifizieren lassen.

Selbstverständlich

erlernt man weder die “innere Kampfkunst”, noch die “Acht Grundtechniken” – die →”Ba Gua” – des Tai Chi Chuan innerhalb weniger Wochen oder Monate. Genausowenig “beherrscht” jemand “Selbstverteidigung” nachdem er einen Tai Chi – (Gesundheits-)Kurs absolviert hat.

Dennoch zeigen sich selbst für einen Anfänger bereits nach einigen Monaten körperliche, seelische und mentale Fähigkeiten, welchen es ihm erlauben, sowohl mit “inneren” als auch “äußerlichen” Kämpfen völlig anders umzugehen und diese (wesentlich) leichter “durchzustehen”.

Eine in der Praxis auch einsetzbare Selbstverteidigung mit Tai Chi (Chuan) ergibt sich erst nach längerem Training – sofern der Kampfkunstaspekt nicht vernachlässigt wurde – oder in speziell hierfür ausgerichteten Trainingsangeboten nach sehr intensiver Übung. Doch dann mit weitaus effektiveren Mitteln und Wegen zur Selbstverteidigung, als jene, welche in “äußeren” Kampfkünsten angeboten werden.

Ein paar Infos zum Verein, seinem Training und der Sportart Tai Chi Gung finden sich auf der Homepage des Tai Chi Gung – Landessportvereins (Link: www.tai-chi-gung.at).

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Die Bedeutung des Wortes “Bai”

Samstag 3. Juli 2010 von websifu

Glossareintrag: Bai

Das chinesische Wort Bai steht für die Farbe Weiß.

Die Farbe Weiß ist in China Sinnbild für den Himmel, sowie das Jenseitige.
Daher ist es ganz im Gegensatz zum Westen auch die Farbe von Trauerbekleidung, genauso wie man dort zur Kondolenz weiße Blumen überreicht. In östlichen Kulturen sowohl in China wie z.B. auch in Japan, ist Weiß die Farbe der Trauer und des Todes.

Im Symbol von →TAI CHI repräsentiert es den Anteil von →“yang”.

Um einen Ausgleich der “Energien” auch im Training von Tai Chi Chuan (Taijiquan) ebenfalls durch die Farbe der Kleidung zu unterstützen, war es üblich, dass Frauen (biologisch: →“yin”) weiße Trainingsbekleidung trugen und Männer (biologisch: “yang”) schwarze Trainingsanzüge (also: die “yin-Farbe”). Die Farbe der Bekleidung sollte somit den “Gegensatz” und “Ausgleich” zum eigenen Geschlecht zusätzlich unterstützen.

Exkurs:

Sehr schnell stellte sich aber im Ausland – der westlichen Welt – heraus, dass die Farbe Schwarz als Trainingsbekleidung (für Männer) hier aber oft als “düster” und “unfreundlich” empfunden wird. Im Gegensatz dazu wird gerade vom westlichen Menschen, die Farbe weiß als “freundlich” und “hell” empfunden, welches das Auftreten von Trainern und Meistern in der Öffentlichkeit besser unterstützt und höhere Aufmerksamkeit erzeugt.
Als Kompromiss können daher die jüngst (seit Mitte/Ende des 20. Jahrhunderts) vielfach verbreiteten →Wushu-Anzüge in grauer Färbung (Anm.: Die mit den Ärmelkrempel in weiss oder hellerem Farbton für Frauen – oder schwarz, bzw. dunklerem Ton für Männer) gesehen werden.

Wie auch im Exkurs aufgezeigt, hat der Farbton der Kleidung mehr Wirkung auf die Sichtweise anderer, als auf die eigene Einstellung oder gar Trainingserfolge und daher wird heute – wie es scheint – sowohl von den Shaolin, als auch den Leuten im →Wudang Gebirge, keinerlei Wert mehr darauf gelegt (D.h.: Im Bezug auf den angeblich damit einhergehenden yin-yang-Ausgleich bei Männern und Frauen).

Im Training und in der Theorie von Tai Chi Gung

treffen wir auf Bai auch in der Bezeichnung des:

Bai Hui

(dem “weißen Punkt” oder “weißen Zentrum”), welches am menschlichen Körper sich auf dem Kopf – an der sogenannten “Fontanelle” bei Neugeborenen – lokalisieren lässt. Dieses “Energiezentrum” entspricht exakt dem im Indischen so bezeichneten “Scheitel-Chakra” bzw. “Kronen-Chakra”, welches auch im Yoga bekannt ist.

Anmerkung: Hier setzt auch der sogenannte “Seidenfaden” an, welchen man in der korrekten Ausrichtung des Kopfes beim Training beachten sollte.

Sowie in der Bezeichnung des:

Bai Long

(dem “weißen Drachen”), welcher im Glossar unter dem Begriff  →”Long” noch näher erläutert wird.

[Hier geht es zurück zum → Glossar-Index]

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