Meiner Meinung nach, bieten Mangas heutzutage genau das, was Jugendliche zu meiner Zeit in Comics fanden:
- eine (vielleicht romantisch-abgeklärte) Sicht von Liebe, Ehre, Treue, Freundschaft, …, Heldentum (nicht griechisch-literarisch: der "nur" tragische, sondern der "unsterbliche", das Idol) usw.
Junge Menschen suchen (auch) nach Vorbildern, selbst wenn diese nur Idole sind.
In den (amerikanisch geprägten) Comics sind alle diese Werte "verlorengegangen" – jeder "Held" wurde austauschbar, kommerziell und früher oder später Sinnbild der "talk-show-generation" – aufregend, polarisierend, …aber: letztendlich "uninteressant"! 
Der Niedergang der Verkaufszahlen von Comics gründet meiner Meinung nach genau hierin: früher "hochgeschätzte" Werte wurden "zerstört" und "verworfen" (z.B.: Superman tötet, Batman benutzt Schußwaffen, …, der Donnergott Thor strebt nach "niederen Werten", usw. usf.).
Bei uns geschätzte Mangas aus Japan schließen genau diese entstandene "Lücke": es gibt wieder "Helden", welche unbeirrbar ihren Überzeugungen folgen, Freundschaften pflegen, Feinde verfolgen und Begriffe wie Liebe, Ehre, Tapferkeit, Familie schätzen und "repräsentieren".

Diese "Helden" sind wieder "berechenbar" und "stehen für etwas" – genau das suchen viele Jugendliche und haben dies in den Mangas "wiedergefunden".
(Anm.: sollte die "amerikanische Stilart" schließlich auch in den japanischen Mangas Einzug halten, dann liebe Verleger, werden auch hierbei die Verkaufszahlen in den Keller sinken – mein Wort drauf!)
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