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Gun – Der Langstock

Dienstag 15. Dezember 2009 von websifu

Glossareintrag: Gun

ist die chinesische Bezeichnung für den Langstock. Die Langstock-Waffe.
In unseren Breiten wird in Kampfsportkreisen meist die japanische Bezeichnung “Bo” verwendet – unter welchem Namen man geeignetes Trainingsgerät auch bei den Kampfsportausrüstern findet.

Wir verwendet für unser Langstock-Waffentraining zwei unterschiedliche Arten von Langstöcken aus Eichenholz (weiße Eiche) zu je ca. 180 cm Länge:

  • eine etwas dickere Version mit 3 cm Durchmesser und dem Gewicht von 1,2 kg, sowie
  • eine Stockversion mit ca. 2,5 cm Durchmesser und dem Gewicht von 0,9 kg.

Der Langstock zum Üben der Waffenform in Tai Chi Gung sollte keinesfalls wesentlich kürzer (als Mindestlänge des Stockes empfohlen: 180cm) sowie keinesfalls wesentlich leichter sein, damit “ordentlich geübt” werden kann.

Grund: Ein leichterer Stock ist für den Anfang zwar leichter zu handhaben, da “der Griff” leichter fällt und es dabei die Unterarme und Handgelenke weniger beansprucht – es wirken dabei aber auch geringere Fliehkräfte, wodurch die Führung des Stockes in der Bewegung und das “Schwingen” schwerer fällt. Bei einem schwereren Modell ist dies geradezu umgekehrt.
Es wird daher die Version mit 1,2 kg für Erwachsene und die Version mit 0,9 kg für Jugendliche bzw. Frauen zum Einstieg vorgeschlagen.

Bemerkung:

Wir üben mit dem Langstock vorwiegend die Solo-Form mit der Waffe – es geht also keineswegs darum irgendjemand oder irgendetwas während des Trainings “zu schlagen”!

Interessantes:

Der Langstock war die berühmteste Waffe im Tai Chi Chuan des alten China.
Er symbolisiert den Drachen (→Long) und ist für gewöhnlich die erste Waffe mit der in einer Waffenform geübt wird.
Die Beherrschung des Langstockes ermöglicht es ganz leicht, dessen Anwendung auf die Benutzung des Speeres zu übertragen (Anm.: im Grunde ist der Speer – oder auch die Hellebarde – ein Langstock mit spitzem – oder anderem metallischem – Aufsatz). Darüber hinaus ähneln einige Hieb-, Stich- und Wirbelbewegungen der Schwertform. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass die Führung anderer Waffen wesentlich leichter fällt, sobald die Gewichts- und Fliehkräfte “spielend” beherrscht werden und “Gewohnheit” geworden sind.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 15. Dezember 2009 um 11:22 und abgelegt unter Glossareinträge, Training. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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