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	<title>TaiChianer &#187; Aufgeschnappt</title>
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	<description>Forum der Tai Chi Gung - Mitglieder</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 08:24:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Gesund und Schön: Sanft die Figur formen mit Tai Chi</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 08:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Salzburg]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit und Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer behauptet denn, exzessives Fitnesstraining oder extremes Krafttraining wäre notwendig, um seine Fettpölsterchen zu verlieren?
Langsame und sanfte Bewegungen sind nämlich weitaus effektiver &#8211; Selbst dann, wenn jemand nur zweimal die Woche trainieren kann.
Die Sportwissenschaft hat längst bestätigt: Extrem langsame Bewegungen &#8211; welche vor allem bei der Ausübung  von Tai Chi gemacht werden &#8211; führen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer behauptet denn, exzessives Fitnesstraining oder extremes Krafttraining wäre notwendig, um seine Fettpölsterchen zu verlieren?</p>
<p><strong>Langsame und sanfte Bewegungen sind nämlich weitaus effektiver &#8211; Selbst dann, wenn jemand nur zweimal die Woche trainieren kann.</strong></p>
<p>Die Sportwissenschaft hat längst bestätigt: Extrem langsame Bewegungen &#8211; welche vor allem bei der Ausübung  von Tai Chi gemacht werden &#8211; führen dazu, dass innerhalb der Muskeln 50-100% mehr Muskelfasern zur Kontraktion (zum Zusammenziehen) gebracht werden, als bei einem herkömmlichen Kraft- oder Fitnesstraining.</p>
<p>Die in Tai Chi bewusst langsam eingesetzten Bewegungen führen also dazu, dass &#8220;mehr&#8221; Muskelfasern beansprucht und somit trainiert werden.</p>
<p>Die Sportmedizin spricht auch von &#8220;langsam reagierenden&#8221; und &#8220;schnell reagierenden&#8221; Muskelfasern.<br />
Diese Muskelfasern (bzw. -Zellen) werden mit unterschiedlichen Brennstoffen versorgt. Die schnellen Fasern, auch weiße Fasern genannt, werden besonders stark vom Blut mit Sauerstoff versorgt. Aber diese schnellen, kräftigen Fasern sind nur für kurze, kräftige Bewegungen zu gebrauchen. Die roten Muskelfasern (die &#8220;langsam reagierenden&#8221;) werden dagegen weniger mit Blutsauerstoff betrieben, als vielmehr mit &#8220;gehortetem Brennmaterial&#8221; (unsere &#8220;Fettpölsterchen&#8221;).</p>
<p>Weil dieses aber erst für die Verbrennung umgebaut werden muss, sind diese Fasern etwas langsamer, können aber sehr viel länger &#8220;genutzt&#8221; werden.</p>
<p><em>Anmerkung: Die verschiedenen &#8220;Verbrennungsmotoren&#8221; der Zellen sind im Mikroskop unterschiedlich gefärbt, daher die Namensgebung mit &#8220;roten&#8221; und &#8220;weißen Fasern&#8221;.</em></p>

<a href="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/gr_trainingsbilder/goldener_hahn_re_front.jpg" title="" class="shutterset_singlepic161" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/cache/161__240x320_goldener_hahn_re_front.jpg" alt="goldener_hahn_re_front" title="goldener_hahn_re_front" />
</a>

<p>Zu Beginn einer (eigentlich immer: &#8220;langsamen&#8221;) Tai Chi-Übung werden zunächst nur die stärksten Fasern des beanspruchten Muskels eingesetzt. Ermüden diese, so werden Schritt für Schritt vom Körper weitere Fasern aktiviert.</p>
<p>Damit setzt auch automatisch der Prozess ein, womit &#8220;Körperdepots&#8221; verwendet &#8211; also der Stoffwechsel und &#8220;Grundumsatz&#8221; aktiviert und erhöht wird (Thema: &#8220;Fettverbrennung&#8221;).</p>
<p>Wichtig beim Training ist es, dass beanspruchte Muskeln komplett ermüden, um Effekte zu erzielen.<br />
<strong>Tai Chi ist daher der ideale Figurformer für einen &#8220;knackigen Körper&#8221;</strong> &#8211; ohne dabei jemals &#8220;außer Atem&#8221; zu gelangen.</p>
<h3>Schon nach wenigen Wochen können die Erfolge deutlich erkannt werden:</h3>
<ul>
<li>Der Muskeltonus (die &#8220;Muskelspannung&#8221;) im gesamten Körper verbessert sich,<br />
dies stabilisiert auch Gelenke, Bänder und Sehnen.</li>
<li>Das &#8220;Gleichgewicht&#8221; und die &#8220;Standfestigkeit&#8221; erhöht sich -<br />
dies verleiht Sicherheit und beugt Stürze vor, was gerade im Alter und bei der Jahreszeit sehr wichtig ist.</li>
<li>Der Atem wird ruhiger und tiefer &#8211; Dies lockert Verspannungen und<br />
versorgt den Körper mit Sauerstoff, welcher wiederum für<br />
den Stoffwechsel benötigt wird.</li>
<li>Das &#8220;Körpergefühl&#8221; verbessert sich -<br />
Es werden viel leichter &#8220;Anspannung&#8221; und &#8220;Entspannung&#8221; erkannt.</li>
</ul>
<p>Alles das, beugt auch Rückenschmerzen und Arthrose vor &#8211; wie von Studien belegt.</p>
<p>Und: Die Haut wird glatter und straffer &#8211; Man fühlt sich insgesamt fitter und leistungsfähiger.</p>
<p><strong>Tai Chi Gung &#8211; die &#8220;Pflege des Tai Chi&#8221; ist damit die Trainingsform des 21. Jahrhunderts für den modernen Menschen.</strong></p>
<p>In den Tai Chi Trainings werden regelmäßig <strong>auf sanfte Art Po-, Bauch- und Rückenmuskulatur, sowie Arme und Beine aktiviert</strong>.</p>
<p>Integrierte Seitwärtsbewegungen machen eine <strong>schlanke Taille</strong>. Schwerpunktverlagerungen aktivieren die sogenannte <strong>&#8220;Muskelpumpe&#8221; in den Venen</strong> der Beine, dies beugt Venenproblemen und &#8220;Besenreisser&#8221; vor.</p>
<p>Durch vorgegebene Schritt- und Stellungswechsel werden Muskel sowie Sehnen automatisch ganz sanft und natürlich gedehnt und damit flexibler &#8211; der Körper wird insgesamt beweglicher.</p>
<p>Die Trainingseinheiten können durch die Vielzahl vorhandener Einzelübungen und unterschiedlichste Bewegungsabläufe der so genannten &#8220;Formen&#8221; sehr abwechslungsreich gestaltet werden. Die Übungseinheiten bleiben daher interessant &#8211; Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken.</p>
<p>Mit Fortschreiten des Trainings und der Praxis erschließen sich auch weitere &#8220;Ebenen&#8221; des Tai Chi (Chuan): <strong>Mentaltraining</strong>, <strong>Meditation in Bewegung</strong> und sogar der <strong>Kampfkunst-Aspekt</strong>.</p>
<p>Kaum eine andere Bewegungsform oder Sportart bietet derartig <strong>viele Vorteile &#8220;zugleich&#8221;</strong> und ist dabei sowohl &#8220;für jung und alt&#8221; gleichermaßen gut geeignet!</p>
<p><strong>Tipp:<br />
</strong>Besuchen Sie einmal ein <strong>Probetraining</strong>, Mittwoch-Abends in der ASKÖ-Sporthalle in Salzburg Gnigl &#8211; mehr Infos gibt es auf der Homepage des Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein, Salzburg, unter: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a> bzw. <a href="http://www.tai-chi-gung.at/index.php/trainingszeiten-a-orte.html" target="_blank">Trainingszeiten &amp; Orte</a>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Irrtum 20:  Tai Chi ist nicht zur Selbstverteidigung geeignet</title>
		<link>http://www.taichianer.at/irrtum-20-tai-chi-ist-nicht-zur-selbstverteidigung-geeignet/</link>
		<comments>http://www.taichianer.at/irrtum-20-tai-chi-ist-nicht-zur-selbstverteidigung-geeignet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 07:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 16. Jun 2010 um 10:29 in Fitness)
Obwohl heutzutage viele Menschen die chinesische Körperkunst des Tai Chi (=Kurzform für &#8220;Tai Chi Chuan&#8221;, bzw. in anderer Schreibweise: &#8220;Taiji quan&#8221; &#8211; beides gesprochen wie &#8220;tai-tschi tschu-an&#8221;) meist aus gesundheitlichen Gründen erlernen, birgt schon der &#8211; ausgeschriebene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong>, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 16. Jun 2010 um 10:29 in Fitness)</p>
<p>Obwohl heutzutage viele Menschen die chinesische Körperkunst des Tai Chi (=Kurzform für &#8220;Tai Chi Chuan&#8221;, bzw. in anderer Schreibweise: &#8220;Taiji quan&#8221; &#8211; beides gesprochen wie <em>&#8220;tai-tschi tschu-an&#8221;</em>) meist aus gesundheitlichen Gründen erlernen, birgt schon der &#8211; ausgeschriebene &#8211; Name den Hinweis auf den wichtigen →<a href="http://www.taichianer.at/die-aspekte-bei-der-ausubung-von-tai-chi-chuan-taijiquan#Aspekte" target="_blank">Aspekt </a>jener Kunst:</p>
<p>&#8220;→<a href="http://www.taichianer.at/was-bedeutet-chuan-bzw-quan#Chuan" target="_blank">Chuan</a>&#8221; (bzw. &#8220;quan&#8221;)<br />
bedeutet soviel wie &#8220;Faustkampf(methode)&#8221;.</p>
<h3>Es führt kein Weg daran vorbei:</h3>
<p>Die tatsächliche &#8220;Kunst&#8221; des <strong>Tai Chi (Chuan) ist die Beherrschung der sogenannten &#8220;inneren&#8221; Kampfkunst</strong>.</p>

<a href="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/trainingsbilder/wolkenhaende_blire.jpg" title="" class="shutterset_singlepic123" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/cache/123__320x240_wolkenhaende_blire.jpg" alt="wolkenhaende_blire" title="wolkenhaende_blire" />
</a>

<p>Wie bereits des öfteren vorgestellt, ist Tai Chi (Chuan) eine <strong>synergetische Zusammenfassung </strong>uralter chinesischer Meditationstechniken, der &#8220;Kunst der Lebensverlängerung&#8221; (des &#8220;→<a href="http://www.taichianer.at/die-bedeutung-des-yangshen-fur-tai-chi#Yangshen" target="_blank">Yangshen</a>&#8221; &#8211; später dann: &#8220;Chi Kung&#8221;, moderne Abwandlung &#8220;→<a href="http://www.taichianer.at/glossareintrag-qi-gong#Qi_Gong" target="_blank">Qi Gong</a>&#8220;), sowie (regelmäßige) damit einhergehende Übung in &#8220;→<a href="http://www.taichianer.at/wushu#Wushu" target="_blank">Wushu</a>&#8221; (der &#8220;chinesischen Kampfkunst&#8221;).</p>
<p>Ungeachtet der verschiedenen überlieferten Entstehungsgeschichten oder -mythen kann überall die Kernintention &#8220;entnommen&#8221; werden:</p>
<p>Anstelle Meditation, Gesundheits- und Körperertüchtigung, Kampf(kunst)training, &#8230;, etc., regelmäßig separat und gesondert &#8211; &#8220;nebeneinander&#8221; oder &#8220;nacheinander&#8221; &#8211; zu praktizieren, kam &#8220;jemand&#8221; (d.h.: →<a href="http://www.taichianer.at/wer-ist-chang-san-feng-zhang-san-feng-nach-pinyin-umschreibung#Chang_San-Feng" target="_blank">Chang San-Feng</a>, Huang Li-Zhou, Wang Zong Yue &#8211; &#8230;oder wer auch immer!) auf die Idee, alle diese  &#8220;notwendigen Übungen&#8221; <span style="text-decoration: underline;">in einen</span> Ablauf und ein Training zu vereinen, welches (nahezu) täglich einfach und leicht zu absolvieren wäre.</p>
<p>Auch die eigene Praxis im Training wird dies bestätigen (&#8230;bei manchen früher, bei manchen später).</p>
<blockquote><p>Daher schreibt auch der Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein in Salzburg auf der Homepage <a href="http://www.tai-chi-gung.at" target="_blank">www.tai-chi-gung.at</a> zur Beschreibung seiner Sportart:</p>
<p>&#8220;&#8230;</p>
<p>Tai Chi Gung ist vielmehr gleichzeitig(!)</p>
<p>- Meditation in Bewegung</p>
<p>- Bewegungskunst und Körperbeherrschung</p>
<p>- die &#8220;innere&#8221; Kampfkunst</p>
<p>- Stärkung und Arbeiten am Chi</p>
<p>- Mentales und geistiges Training</p>
<p>- Emotionstraining in sanfter Form</p>
<p>- Selbstverteidigung durch Körperbeherrschung <em> ohne Angriff </em></p>
<p>- Ganzkörpertraining&#8230;</p>
<p>u.v.a. mehr &#8220;</p></blockquote>
<h3>Bei dieser Gelegenheit:</h3>
<p>Ist das nicht toll und geradezu &#8220;ideal&#8221; für einen westlichen Menschen in einer &#8220;schnelllebigen&#8221; Zeit?</p>
<p>Ein(!) Training für Geist, Seele und Körper, welches dies alles(!) beinhaltet! &#8211; nicht zwei, drei, fünf, &#8230;, verschiedene &#8220;Übungsarten&#8221; und &#8220;Trainings&#8221;!</p>
<p>Tai Chi (Chuan) beinhaltet also <strong>auch den Kampfkunstaspekt</strong> und damit einhergehend, natürlich den Aspekt der &#8220;Selbstverteidigung&#8221;.</p>
<p><strong>Wichtige Anmerkung:</strong></p>
<p>Die Betonung liegt auf <strong>&#8220;auch&#8221;</strong> und keinesfalls bei &#8220;nur&#8221; &#8211; sowie ebenfalls auf: &#8220;Ein Aspekt(!)&#8221;.<br />
Die &#8220;Schwerpunkte&#8221; des Trainings jedoch, obliegen sowohl der &#8220;Trainingsanleitung&#8221; als auch persönlichen Präferenzen.</p>
<p>Natürlich kann Tai Chi (nur) wegen der Gesundheit gemacht werden &#8211; doch versagt man sich dabei nicht selbst wichtige Blickwinkel und auch Erfahrungen der &#8220;umfassenden&#8221; Kunst?</p>
<p>Wer den &#8220;Kampfkunstaspekt&#8221; in Tai Chi (Chuan) negiert oder ignoriert, kann jene Kunst weder vollständig erfassen, noch tiefere Zusammenhänge verstehen, welche sich im Fortschritt der Praxis (automatisch) ergeben (sollen).</p>
<p>Manche Leute stört der Gedanke, dass &#8220;Tai Chi&#8221; auch etwas mit kämpfen zu tun hat. Jene sind der Überzeugung, dass &#8220;Tai Chi&#8221; gewaltlos sei und (nur) eine Art Meditation.</p>
<p><strong>Tai Chi (Chuan) wurde jedoch von Anfang an (auch) als Kampfkunst entwickelt.</strong></p>
<p>Von dieser Grundlage sollte sich niemand so einfach vollständig entfernen, denn in der Realität gibt es überall Kampf &#8211; und zwar im Leben jedes Menschen.</p>
<p>Beispielsweise kämpfen Menschen gegen Naturkatastrophen, gegen Hunger, Krankheit oder gegen Kriminalität.</p>
<p>Auch innerlich stellt sich der Mensch dem Kampf: Gegen Nervosität, Angst, Einsamkeit, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, &#8230;, &#8220;den inneren Schweinehund&#8221;,  um nur einige Beispiele zu nennen.</p>
<p>Leben bedeutet also (auch!) Kampf. Kämpfen ist jedoch nicht mit Zerstörung und Vernichtung gleichzusetzen, sondern kann auch Frieden, Gesundheit und Harmonie bewirken.</p>
<blockquote><p><strong> Anmerkung</strong> ( &#8211; weil aktuell wieder öfter vernommen ):<br />
Von einem &#8220;Krieger des Lichtes&#8221; kann also nur dann gesprochen werden, wenn jener auch die &#8220;Kriegskunst&#8221; &#8211; besser gesagt: Die Kampfkunst &#8211; beherrscht. Alles andere wären bestenfalls: &#8220;Botschafter&#8221;, &#8220;Fans&#8221; oder &#8220;Anhänger des Lichts&#8221;. <img src='http://www.taichianer.at/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Die Philosophie des Tai Chi (Chuan) wird fast nur &#8220;beim Kämpfen&#8221; umgesetzt, wem das Wissen darum und das Verständnis hierfür fehlt, dem entgeht dabei vieles.</p>
<p>Jeder weiß, daß &#8220;zum Kämpfen&#8221; Kraft benötigt wird. Wie man diese Kraft einsetzt, bzw. umsetzt, haben die ursprünglichen Tai Chi-Meister grundlegend erforscht und mit dem Prinzip von &#8220;→<a href="http://www.taichianer.at/yin#yin" target="_blank">yin</a>&#8221; und &#8220;→<a href="http://www.taichianer.at/yang#yang" target="_blank">yang</a>&#8221; im Aufbau der Übungen und →<a href="http://www.taichianer.at/form#Form" target="_blank">Form</a>en umgesetzt.</p>
<p>Es geht hierbei sicher nicht um Gewalt oder wie (noch mehr) Muskelkraft oder (körperliche) Techniken aufgebaut oder eingesetzt werden können, sondern wie &#8220;innere&#8221; Kräfte (Einstellungen, Haltungen, &#8220;Techniken&#8221;, &#8230;, Zusammenhänge) funktionieren und sich auch im &#8220;Äußeren&#8221; (der Außenwelt, dem Körperlichen) auswirken (&#8221;ausdrücken&#8221;).</p>
<h3>Daher auch die &#8220;innere Kampfkunst&#8221;.</h3>
<p>Gemäß der &#8220;yin-yang-Philosophie&#8221; wird in Tai Chi Chuan anders als in fast allen sogenannten &#8220;äußeren&#8221; Kampfkünsten, wie u.a. Karate, Tae-Kwon-Do oder Kickboxen, zum Beispiel Gleiches auch nicht mit Gleichem vergolten, womit die scheinbare Prämisse: &#8220;Der Stärkere, Schnellere, Gewaltvollere besiegt den körperlich Schwächeren, Langsameren, Gewaltlosen&#8221; keinesfalls mehr stimmt.</p>
<p>D.h.: Eine Krafteinwirkung (ein Angriff, ein Schlag oder Tritt) wird dann beispielsweise nicht mit einer noch härteren Kraftwirkung (Gegenangriff, &#8220;zurückschlagen&#8221;, &#8220;zurücktreten&#8221; oder auch &#8220;Abblocken&#8221;) entgegnet, sondern &#8220;aufgenommen&#8221; &#8211; ja, manchmal sogar die &#8220;eintreffende&#8221; Kraftwirkung verstärkt &#8211; und dann &#8220;benutzt&#8221;, um den Gegner zu besiegen.</p>
<h3><strong>Exkurs:</strong></h3>
<p>Jene angesprochene &#8220;Technik(en)&#8221; findet sich zum Beispiel auch im <strong>japanischen Judo</strong> wieder, worin diese auf <strong>rein körperlicher Ebene(!)</strong> perfektioniert und trainiert werden (Hebel-, Wurf- und Haltetechniken).</p>
<p>Genauso findet sich die &#8220;Technik des Ausnützen der Kräfte des Gegners&#8221; in der durchaus auch als &#8220;innere&#8221; Kampfkunst zu bezeichnende <strong>japanischen Kampfkunst des Aikido</strong>. Diese Kampfkunst wurde zur Zeit des 2. Weltkrieges entwickelt und fußt laut dessen Gründer auf einem angriffslosen (sowie nicht &#8220;mortalem&#8221;) JiuJitsu der Samurai, worin sich aber eindeutig zwei von acht →&#8221;<a href="http://www.taichianer.at/grundtechniken#Grundtechniken" target="_blank">Grundtechniken</a>&#8221; des chinesischen Tai Chi Chuan identifizieren lassen.</p>
<h3>Selbstverständlich</h3>
<p>erlernt man weder die &#8220;innere Kampfkunst&#8221;, noch <strong>die &#8220;Acht Grundtechniken&#8221; &#8211; die →&#8221;<a href="http://www.taichianer.at/bagua#Bagua" target="_blank">Ba Gua</a>&#8221; &#8211; des Tai Chi Chuan</strong> innerhalb weniger Wochen oder Monate. Genausowenig &#8220;beherrscht&#8221; jemand &#8220;Selbstverteidigung&#8221; nachdem er einen Tai Chi &#8211; (Gesundheits-)Kurs absolviert hat.</p>
<p>Dennoch zeigen sich selbst für einen Anfänger bereits nach einigen Monaten körperliche, seelische und mentale Fähigkeiten, welchen es ihm erlauben, sowohl mit &#8220;inneren&#8221; als auch &#8220;äußerlichen&#8221; Kämpfen völlig anders umzugehen und diese (wesentlich) leichter &#8220;durchzustehen&#8221;.</p>
<p>Eine in der Praxis auch einsetzbare Selbstverteidigung mit Tai Chi (Chuan) ergibt sich erst nach längerem Training &#8211; sofern der Kampfkunstaspekt nicht vernachlässigt wurde &#8211; oder in speziell hierfür ausgerichteten Trainingsangeboten nach sehr intensiver Übung. Doch dann mit weitaus effektiveren Mitteln und Wegen zur Selbstverteidigung, als jene, welche in &#8220;äußeren&#8221; Kampfkünsten angeboten werden.</p>
<p>Ein paar Infos zum <strong>Verein</strong>, seinem <strong>Training </strong>und der <strong>Sportart </strong>Tai Chi Gung  finden sich auf der Homepage des Tai Chi Gung &#8211; Landessportvereins (Link: <a href="http://www.tai-chi-gung.at" target="_blank">www.tai-chi-gung.at</a>).</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Irrtum 19:  Kung Fu wäre eine chinesische Kampfkunst</title>
		<link>http://www.taichianer.at/irrtum-19-kung-fu-ware-eine-chinesische-kampfkunst/</link>
		<comments>http://www.taichianer.at/irrtum-19-kung-fu-ware-eine-chinesische-kampfkunst/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:17:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 10. Jun 2010 um 12:28 in Fitness )
Auch bei uns im Westen haben viele Menschen den Begiff &#8220;Kung Fu&#8221; schon oft gehört und glauben, dass jener die Bezeichnung für eine bestimmte Art, einen bestimmten Stil oder eine spezielle Form einer chinesischen Kampfkunst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong> , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 10. Jun 2010 um 12:28 in Fitness )</p>
<p>Auch bei uns im Westen haben viele Menschen den Begiff &#8220;Kung Fu&#8221; schon oft gehört und glauben, dass jener die Bezeichnung für eine bestimmte Art, einen bestimmten Stil oder eine spezielle Form einer chinesischen Kampfkunst darstellt.</p>
<p>Gerade auch Film und Fernsehen haben dazu beigetragen, dass sowohl &#8220;Kung Fu &#8211; Kämpfer&#8221; antizipiert, als auch &#8220;Kung Fu&#8221; als ein Synonym für eine bestimmte chinesische Kampfkunst angesehen wird.</p>
<p>Im aufgeklärten 21. Jahrhundert muss (für manche &#8211;  leider &#8211; ) gesagt werden: <strong>Das ist alles falsch!</strong></p>
<p><strong>Es gibt keine chinesische Kampfkunst mit dem Namen &#8220;Kung Fu&#8221;</strong>, es gibt keinen Stil und keine Kampftechnik welche &#8220;Kung Fu&#8221; genannt wird. Daher gibt es (relativiert gesagt: &#8220;eigentlich&#8221; &#8211; dazu später) keine &#8220;Kung-Fu-Kämpfer&#8221; und daher keine Schule, Lehrer, Meister oder Trainings, wo &#8220;Kung Fu&#8221; (alleinig! &#8211; dazu auch im folgenden noch) angeboten wird und (alleinig!) gelernt werden könnte.</p>
<p>Und: Es gibt überhaupt keine &#8220;Kung Fu &#8211; Waffen&#8221; oder &#8220;Kung Fu Ausrüstung&#8221; &#8211; Das ist völliger Blödsinn!</p>
<p>Warum? &#8211; <strong>Ganz einfach:</strong> Die beiden aus dem chineschen stammenden Wörter entsprechen Verb (&#8221;tun&#8221;-Wort) und Adjektiv (beschreibend) und sind keine Substantive (Gegenstandswörter).</p>

<a href="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/tai_chi_symbole_darstellungen/worterkl_kungfu.jpg" title="" class="shutterset_singlepic124" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/cache/124__320x240_worterkl_kungfu.jpg" alt="worterkl_kungfu" title="worterkl_kungfu" />
</a>

<p>Das Wort <strong>&#8220;Kung&#8221;</strong>, welches in lateinischen Buchstaben  übertragen auch unter &#8220;kong&#8221;, &#8220;<strong>gung</strong>&#8221; oder &#8220;gong&#8221;zu finden ist, <strong>bedeutet übersetzt: &#8220;sich bemühen um&#8221;</strong> bzw. &#8220;das Streben nach Perfektion in&#8221;  &#8211; eine Tätigkeit!</p>
<p>Das Wort <strong>&#8220;Fu&#8221;</strong>, welches manchmal auch im englischsprachigen Raum mit &#8220;foo&#8221; (gesprochen: &#8220;fu&#8221;) zu finden ist, kann zwar alleinstehend als Substantiv verwendet soviel wie: &#8220;Wiederkehr&#8221;, &#8220;Wiederholung&#8221;,  bzw.  auch &#8220;Wendezeit&#8221; bedeuten &#8211; <strong>als Adjektiv</strong> wird es gebraucht als Beschreibung für eine Tätigkeit des Menschen: &#8220;wiederholt&#8221;, &#8220;wiederkehrend&#8221;, &#8230;, &#8220;ständig&#8221;, bzw. <strong>&#8220;immer wieder&#8221;</strong>.<br />
Wobei diesem Wort im Chinesischen auch eine &#8220;Wertigkeit&#8221; beigemessen wird und hierbei ausgedrückt werden soll, dass bei Verwendung als Beschreibung für eine Tätigkeit, jene <em>&#8220;natürlich, ohne Zwang, Hast oder Obsession und mit Hingabe&#8221;</em> ausgeführt wird.</p>
<p>Womit also &#8220;fu&#8221; <strong>interpretiert</strong> werden kann <strong>als: &#8220;immer wieder mit Hingabe, ohne Zwang oder Obsession&#8221;</strong> und verwendet wird, um auszudrücken, <strong>wie</strong> sich ein Mensch einer bestimmten Kunst, Tätigkeit oder einem Handwerk in seinem Leben widmet.</p>
<p><strong>&#8220;Kung Fu&#8221;</strong> (bzw. &#8220;gung fu&#8221; oder &#8220;gong foo&#8221;) <strong>bedeutet also</strong> übersetzt soviel wie:<br />
<strong>&#8220;sich ständig (immer wieder) mit Hingabe und ohne Besessenheit bemühen um &#8230;&#8221;</strong></p>
<p>(bzw. &#8220;ständiges Streben nach Perfektion mit Hingabe und ohne Besessenheit in der Kunst des/der &#8230;&#8221;).</p>
<p><strong> Es ist ersichtlich:</strong><br />
<strong>a. </strong>Es fehlt das Objekt des Satzes! (Worum bemüht sich der beschriebene Mensch? Was macht der Mensch?)<br />
bzw.<br />
<strong>b.</strong> Es kann keine &#8220;Kung Fu&#8221; &#8211; Dinge, Gegenstände geben!</p>
<p>Der chinesische Satzbau ist anders. Die Chinesen stellen das betreffende Objekt an den Satzanfang und &#8220;sagen dann, was man damit macht&#8221;.</p>
<p>Der korrekte Gebrauch wäre also: &#8220;<em>(&#8230;Bezeichnung der Kunstfertigkeit, &#8220;Schule&#8221;, Philosophie, &#8220;Lehre&#8221;&#8230;)</em> kung fu&#8221;.</p>
<p>&#8220;Kung Fu&#8221; alleinstehend gibt es also nur als &#8220;Fantasiewort&#8221; im Westen!</p>
<p>Wird gesagt:<br />
&#8220;Jemand macht kung fu&#8221;. Müsste korrekterweise die Frage lauten: &#8220;Ja, worin denn?&#8221;.</p>
<h3>Beispiele:</h3>
<p><strong>&#8220;Shaolin Kung Fu&#8221;</strong></p>
<p>+++ &#8220;Sich ständig mit Hingabe und ohne Besessenheit bemühen um die Kunst der Shaolin&#8221; bzw. &#8220;Ständiges Streben nach Perfektion mit Hingabe und ohne Besessenheit in der Lehre der Shaolin&#8221;.</p>
<p><em>Anmerkung: &#8220;die Kunst der Shaolin&#8221; oder &#8220;die Lehre der Shaolin&#8221; beinhaltet zwar auch Kampfkunsttechniken und Körperübungen, in erster Linie sind es aber Mönche(!) einer bestimmten Glaubensrichtung. Das sollte keinesfalls vergessen werden, falls sich jemand in das Abenteuer &#8220;stürzen&#8221; möchte und gleich nach China reist  &#8211; Die &#8220;Hauptlehren&#8221; bestehen aus Philosophie, Meditation, Art der Lebensweise und Glaube, &#8220;Kampfkunst&#8221; macht (nur) einen Bruchteil davon aus (&#8230;eben &#8220;Mönche&#8221; und &#8220;Kloster&#8221;, alles klar?!).</em></p>
<p><strong> &#8220;Wudang Kung Fu&#8221; &#8211; bzw. &#8220;Wudang Tai Chi Kung Fu&#8221;</strong></p>
<p>+++ &#8220;Sich immer wieder ohne Hast, Zwang oder Bessenheit, mit Hingabe bemühen um die Kunst des Wudang Tai Chi&#8221;.</p>
<p>Oder (meist im Amerikanischen)<br />
<strong>&#8220;xy gong foo&#8221;</strong> -</p>
<p>&#8220;Die Schule/Studio/Lehre xy, worin man sich immer wieder ohne Obsession bemüht, deren Lehre zu folgen&#8221;,<br />
also man klarstellen möchte, dass  jene angebotene Kunst &#8220;xy&#8221; mit &#8220;kung fu&#8221; auszuüben wäre.</p>
<h3>Fazit:</h3>
<p><strong>&#8220;Kung Fu&#8221; beschreibt also &#8220;<span style="text-decoration: underline;">wie</span>&#8221; ein Mensch <span style="text-decoration: underline;">eine bestimmte</span> Kunst(fertigkeit) ausübt</strong> und in sein Leben integriert</p>
<p>(&#8230;und keinen eigenständigen Kampfstil, oder eigenständige Übungsrichtung).</p>
<p>&#8220;Kung Fu&#8221; ist also die Beschreibung einer Tätigkeit oder einer Einstellung eines Menschen (die Verhaltensweise) zu einer bestimmten (Kampf-)Kunst (bzw. &#8220;Lebenskunst&#8221;).</p>
<p>Man könnte also auch sagen: &#8220;Kung Fu&#8221; beschreibt für den einzelnen Menschen den selben Prozess, wie in einem Unternehmen &#8220;KVP&#8221; (Abkürzung für: &#8220;Kontinuierliche Verbesserungs-Prozess&#8221; &#8211; eingedeutscht aus dem ursprünglichen &#8220;Kai Zen&#8221; der Japaner), wobei immer(!) genannt werden muss wozu/wohin der Prozess führen soll. z.B.: Eben zu &#8220;Tai Chi&#8221;, zu &#8220;Shaolin&#8221;, zu &#8220;Malen&#8221;, &#8220;Schreiben&#8221; oder sonst einer &#8220;(Lebens-)Kunst&#8221;.</p>
<h3><em>Exkurs:</em></h3>
<p><em> Auch der betriebliche KVP steht niemals für sich allein &#8211; Selbstverständlich steht der Unternehmenszweck als &#8220;Maßgabe&#8221; oder &#8220;Zielsetzung&#8221; dahinter, auch wenn fast immer(!) ungenannt! &#8211; Ist ja logisch: Verbesserung &#8211; Wozu?, Wohin?<br />
(Ebenfalls logisch: Falls jene ungenannt bleibt und nicht oder mangelhaft kommuniziert wird, darf es nicht verwundern, dass zwar ständig Verbesserungen der Mitarbeiter und Arbeitsvorgänge erfolgen, aber die damit beabsichtigten Ergebnisse nicht den Erwartungen der Geschäftsleitung oder Inhaber des Unternehmens entsprechen.<br />
*** Scherz: Genauso wie  &#8220;Kung Fu&#8221; ohne Beschreibung &#8220;worin&#8221; und &#8220;wozu&#8221; &#8211; Man bemüht sich zwar ständig besser zu werden, aber: Worin eigentlich? *** ).</em></p>
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		<title>Irrtum 18: Kampfkraft zeigt sich in Muskelmasse</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 19:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 19. Mai 2010 um 01:07 in Fitness)
In &#8220;äußeren&#8221; Kampfkünsten, z.B. Judo, Karate, Tae Kwon Do, Jiu Jitsu, &#8230;., Kickboxen, etc. &#8211; überall wo eine Bewegung durch eine andere &#8220;beherrscht&#8221; oder &#8220;unterdrückt&#8221; wird &#8211; überall wo &#8220;Gleiches mit Gleichem vergolten&#8221; wird UND das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong> , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 19. Mai 2010 um 01:07 in Fitness)</p>
<p>In &#8220;äußeren&#8221; Kampfkünsten, z.B. Judo, Karate, Tae Kwon Do, Jiu Jitsu, &#8230;., Kickboxen, etc. &#8211; überall wo eine Bewegung durch eine andere &#8220;beherrscht&#8221; oder &#8220;unterdrückt&#8221; wird &#8211; überall wo <strong>&#8220;Gleiches mit Gleichem vergolten&#8221;</strong> wird <strong>UND</strong> das Prinzip vorherrscht, bei der <strong>die jeweils größere Kraft, Ausdauer oder Schnelligkeit die schwächere besiegt</strong>, gelten (Grund-)Techniken als definierte körperliche Stellungen, Haltungen, Positionen oder Bewegungen.</p>
<p><em>Anmerkung: Die manchesmal dabei gefasste Schlußfolgerung, dass je mehr Techniken, also Bewegungsabläufe, Positionen, etc, man (er)kennt und beherrscht, desto mehr Vorteile sich im Kampf erringen ließen, erscheint unter diesen Prämissen durchaus logisch (Also: &#8220;mehr&#8221; wäre immer besser, egal wovon!).</em></p>

<a href="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/warnhinweise/scherz_warn_d.jpg" title="" class="shutterset_singlepic122" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/cache/122__320x240_scherz_warn_d.jpg" alt="scherz_warn_d" title="scherz_warn_d" />
</a>

<p>Der berühmte chinesische Meister des gleichnamigen Tai Chi (Chuan)-Familien-Stiles, des →<a href="http://www.taichianer.at/yang-stil#Yang-Stil" target="_blank">Yang-Stiles</a>, Yang Cheng Fu (1883-1936) formulierte als neunten Merksatz für seine Schüler:</p>
<blockquote><p>&#8220;Gebrauche Yi (entspricht: Intention, Absicht), nicht Li (rohe Kraft, Muskelkraft, &#8216;Schnell-&#8217; oder &#8216;Schwungkraft&#8217; = Impuls)&#8221;.</p></blockquote>
<p>Die &#8220;innere&#8221; Kampfkunst Tai Chi (Chuan) [→<a href="http://www.taichianer.at/pinyin-system#Pinyin-System" target="_blank">pinyin</a>: Taijiquan] kommt &#8211; zum Erstaunen vieler Menschen &#8211; schlicht mit acht Grundtechniken aus!</p>
<p><strong>Aber:</strong> Jene &#8220;Grundtechniken&#8221; repräsentieren primär keine körperlichen Stellungen, Haltungen, Positionen oder Bewegungen &#8211; höchstens vielleicht eine Richtung. <strong>Die Grundtechniken in Tai Chi (Chuan) repräsentieren Kraftwirkungen!</strong> [Anmerkung: Deren Anwendung und "Beherrschung" sich "in Formen" gießen lässt - welche gleichen Prinzipien folgen, daher "→<a href="http://www.taichianer.at/grundtechniken#Grundtechniken" target="_blank">Grundtechnik</a>"].</p>
<p>Wer mit &#8220;äußeren&#8221; Kampfkünsten vertraut ist, wird hierin einen weiteren &#8211; wesentlichen(!) &#8211; Unterschied ausmachen können:</p>
<p>Eine &#8220;Grundtechnik in Tai Chi&#8221; erlaubt den &#8220;Konter eines Angriffs&#8221; unabhängig von einer bestimmten körperlichen &#8220;Stellung&#8221; oder bestimmten körperlichen &#8220;Technik der äußeren Kampfkünste&#8221;!</p>
<p>&#8230;und plötzlich &#8220;funktioniert&#8221; ein Kampf gemäß den Prämissen der (körperlichen) Kampfkünste nicht mehr: &#8220;Gleiches&#8221; wird in Tai Chi nicht mit &#8220;Gleichem&#8221; beantwortet. Daher gilt auch: &#8220;Technik&#8221; nicht mit &#8220;Technik&#8221;!</p>
<h3><strong>Exkurs:</strong></h3>
<p>Bruce Lee (27. November 1940 &#8211; 20. Juli 1973) wollte jenes Wissen der breiten (Kampfkunst-)Öffentlichkeit zugänglich machen. So vor allen Dingen auch mit Veröffentlichung seines Buches über die von ihm entwickelte Kampfkunst &#8220;Jeet Kune Do&#8221;, mit der Prämisse, dass jedes starre Festhalten an erlernten Kampfkunsttechniken oder -abläufen aufgegeben werden solle und der Kampfkünstler sich von seiner Intuition entsprechend der Situation leiten lassen möge.</p>
<p>Leider hat er hierbei meiner Meinung nach etwas wesentliches &#8220;übersehen&#8221;: Kein Mensch kann sich von Formen oder Kampfkunsttechniken lösen, geschweige denn &#8220;intuitiv&#8221; einsetzen, wenn er überhaupt keine Kampfkunsttechnik kennt oder beherrscht. Alles &#8220;gesagte&#8221; gilt für &#8220;Könner&#8221; der Kampfkünste. Ein &#8220;Anfänger&#8221; ist daher &#8211; auch mit der Anleitung zu Bruce Lees Kunst &#8211; völlig überfordert und hat wenig Chance jene tatsächlich im Sinne Bruce Lees zu erlernen. Ein Schüler oder &#8220;Neuling&#8221; lernt also dabei &#8211; bedauerlicherweise: nur &#8211; eine weitere (äußere) Kampfkunst, ohne dabei dem tatsächlichen Inhalt und Absichten des Meisters folgen zu können.</p>
<p>[Anmerkung für alle Fans: Ebenfalls bin ich überzeugt, dass Bruce Lee dies selbst früher oder später erkannt hätte, falls er über mehr Zeit auf Erden verfügt hätte. Er hätte erkannt, dass er sich nur auf seine eigenen Wurzeln besinnen müsste und dass genau das "fehlende Glied" die Beschäftigung mit Tai Chi, wie es ihn sein Vater gelernt hatte, sowie die Einbeziehung jener "uralten" Erkenntnisse des Tai Chi Chuan - noch - gefehlt hätten, um tatsächlich den Durchbruch zu bringen].</p>
<p>Stück für Stück jener &#8220;Geheimnisse&#8221;, um welche es hier geht, offenbaren sich nach und nach den trainierenden Mitgliedern des Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein in Salzburg.</p>
<h3><strong>Wichtig:</strong></h3>
<p><strong></strong> Hintergründe und Know-how können auch von Fördernden Mitgliedern (&#8221;Förderer&#8221;) &#8211; als registrierte und freigeschaltete Benutzer &#8211; im Downloadbereich des Mitgliederforums als Skripten heruntergeladen werden, z.B. die 17-seitige Beschreibung <em>&#8220;Das Geheimnis von Yi-Chi-chin&#8221;</em> (im Download unter der Rubrik →<a href="http://www.taichianer.at/download?dl_cat=4" target="_blank">Fortgeschrittene</a> )</p>
<p>- Mehr über den Verein und die <a href="http://www.tai-chi-gung.at/index.php/vorteile-der-mitgliedschaft.html" target="_blank"><strong>Vorteile der Mitgliedschaft</strong></a> unter: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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		<item>
		<title>Irrtum 17: Füllige oder dralle Körperform = phlegmatischer und unbeweglicher Mensch</title>
		<link>http://www.taichianer.at/irrtum-17-fullige-oder-dralle-korperform-phlegmatischer-und-unbeweglicher-mensch/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 06:32:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am  7. Mai 2010 um 10:33 in Fitness)
Ist ein knochig, dürrer Mensch automatisch sanguinisch und beweglich? &#8211; Sicher nicht!
Der Mensch neigt dazu alle Wahrnehmungen in bestimmte &#8220;Schubladen&#8221; einzuordnen, welche zu den bisherig aus der Lebenserfahrung gewonnenen &#8220;Überzeugungen&#8221; &#8211; sowohl eigener als auch übernommener [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong>, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am  7. Mai 2010 um 10:33 in Fitness)</p>
<p>Ist ein knochig, dürrer Mensch automatisch sanguinisch und beweglich? &#8211; Sicher nicht!</p>
<p>Der Mensch neigt dazu alle Wahrnehmungen in bestimmte &#8220;Schubladen&#8221; einzuordnen, welche zu den bisherig aus der Lebenserfahrung gewonnenen &#8220;Überzeugungen&#8221; &#8211; sowohl eigener als auch übernommener &#8211; passen.</p>
<p>Ständig wird ein &#8220;Urteil&#8221; darüber gefällt, wie ein Mensch, dem man gerade begegnet &#8220;einzuordnen&#8221; ist &#8211; die &#8220;Schubladen&#8221; erleichtern dabei die Sortierung und sind &#8220;praktisch&#8221;. Nicht umsonst hat die Psychologie herausgefunden, dass die ersten fünf Minuten einer Begegnung für das weitere Verhalten der Beteiligten von entscheidender Bedeutung sind: <strong>Der berühmte erste Eindruck.</strong></p>
<p><strong>Aber:</strong> Muss dieser &#8220;Eindruck&#8221; für &#8220;die Ewigkeit&#8221; bestehen &#8211; gleicht die &#8220;Einsortierung&#8221; und das &#8220;Urteil&#8221; einer höchstrichterlichen Entscheidung für den gesamten weiteren Lebensweg? (Na ja, manche Menschen betrachten sich vielleicht als &#8220;Richter und Henker&#8221; und sollten &#8211; von Freunden &#8211; ab und zu vielleicht auch an die &#8220;Lebensratschläge&#8221; der christlichen Bibel erinnert werden: &#8220;Du sollst nicht richten, auf dass&#8230;&#8221; oder &#8220;Du sollst kein falsches Zeugnis wider deines Nächsten ablegen&#8221; etc.)</p>
<p>&#8220;Vorurteile&#8221; &#8211; sprich: Die &#8220;Ablage&#8221; in bestimmte &#8220;Schubladen&#8221;, BEVOR überhaupt ein Kontakt mit entsprechendem Thema bzw. Menschen zustande kam. Ebenfalls ein schwieriges und komplexes Thema, nicht war?</p>
<p>Noch schwieriger wird es, wenn &#8220;plötzlich&#8221; keine einzige &#8220;Schublade&#8221; mehr passt &#8211; die Reaktionen reichen von &#8220;Erschütterung&#8221;, &#8220;Entsetzen&#8221;, über &#8220;Verleugnen&#8221;, &#8220;Abwenden&#8221;, &#8220;Ignorieren&#8221; und &#8220;Verdrängen&#8221; bis hin zu positiven Reaktionen wie &#8220;Akzeptieren&#8221; und Gewinnen von &#8220;Erkenntnis&#8221;</p>
<p>Eine kleine Geschichte hilft vielleicht dabei, ab und zu darüber nachzudenken, ob eigene &#8220;Muster&#8221; noch zeitgemäß und der Situation angepasst sind:</p>
<blockquote><p>
Ein Mann und eine Frau sitzen zu Tisch. Es gibt herrlichen Schmorbraten. Das Essen schmeckt und der Mann lobt die Kochkünste seiner Frau. Dabei fragt er sie spontan, warum sie eigentlich die Enden des Bratens abschneidet und diese antwortet, dass sie dies von ihrer Mutter so gelernt habe.<br />
Der Mann war interessiert und beschloss, beim nächster Gelegenheit die Schwiegermutter danach zu fragen. Als er dann mit dieser ein Gespräch führte und über Essen geplaudert wurde, fragte er selbige auch, warum sie bei der Zubereitung von Schmorbraten immer die Enden wegschneidet. Er erhielt als Antwort: &#8216;So habe ich mir das von meiner Mutter abgeschaut, das gehört zu unseren Familienrezepten&#8217;.<br />
Jetzt war der Mann richtig neugierig geworden und da die Großmutter noch lebte, wollte er unbedingt dieses Geheimnis ergründen. Bei einem folgenden Besuch der alten Dame, stellte er voller Spannung also direkt die Frage: &#8216;Warum hast du eigentlich beim Schmorbraten immer die Enden abgeschnitten?&#8217;. Die alte Frau sah ihm direkt in die Augen und lachte: &#8216;Na, weil meine Pfanne zu klein war!&#8217;&#8221;.</p></blockquote>
<p><strong>Wieviele &#8220;Rezepte&#8221; (&#8221;Schubladen&#8221;) wenden wir also tagtäglich an, ohne uns zu fragen, woher diese eigentlich stammen oder ob jene noch zeitgemäß sind?</strong></p>
<p>Ist es wirklich &#8220;noch zeitgemäß&#8221; andere Menschen materialistisch und oberflächlich nach deren körperlichen Erscheinung &#8220;abzuurteilen&#8221;, ohne die geringste Erfahrung oder Kenntnis über deren tatsächlichen Fähigkeiten, Werte und Wesen zu haben?</p>
<p>Leider trifft man diese &#8220;Vorurteile&#8221; auch im Sport und den Sportarten &#8211; Natürlich: Wir haben mit Menschen zu tun!</p>
<p>Interessanterweise bietet gerade auch die <strong>Beschäftigung mit Tai Chi</strong> hierzu aussergewöhnliche <strong>Erkenntnismöglichkeiten</strong>:</p>
<p>Die körperliche Statur eines Menschen sagt &#8211; rein gar nichts(!) &#8211; darüber aus, wie gut oder schlecht jemand in der Lage ist, Tai Chi Gung auszuführen!</p>
<p>&#8220;Füllige Menschen&#8221;? &#8211; Von &#8220;unbeweglich&#8221; oder gar &#8220;phlegmatisch&#8221; keine Spur!</p>
<p>Die Erfahrung des Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein, Salzburg, zeigt bisher beinahe schon das Gegenteil: Von anderen (Mit-)&#8221;Sportlern&#8221; eher als &#8220;unsportlich&#8221; angesehene &#8211; sagen wir ruhig &#8220;Dicke&#8221; oder &#8220;Füllige&#8221; Personen, oder auch &#8220;Menschen mit ein wenig Bauch&#8221; &#8211; erzielen oftmals weit bessere Fortschritte, als &#8220;Dünne&#8221;!<br />
Vielleicht, weil erstere hiermit endlich auch eine körperliche Betätigung und Sportart gefunden haben, welche nicht an &#8220;höher, weiter, schneller&#8221; geknüpft ist und jene somit erstmals überhaupt die Chance erhalten, &#8220;ihre Talente&#8221; auch anerkannt und &#8220;wertgeschätzt&#8221; zu erhalten?</p>
<p>Mehr über den Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein und seine Sportart auf der Homepage unter: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Irrtum 16: Schwitzen sei ungesund und unappetitlich</title>
		<link>http://www.taichianer.at/irrtum-16-schwitzen-sei-ungesund-und-unappetitlich/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 10:09:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 30. Apr 2010 um 11:36 in Fitness)
Die Chinesen benutzen auch heute noch eine Grußformel, welche deutlich macht, wie wichtig und gesundheitsfördernd eine regelmäßige körperliche Anstrengung angesehen wird. Jener Gruß lautet: &#8220;Heute schon geschwitzt?&#8221;.


	


Hingegen lässt uns die Kosmetikbranche &#8211; oder sollte besser gesagt werden: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong>, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 30. Apr 2010 um 11:36 in Fitness)</p>
<p>Die Chinesen benutzen auch heute noch eine Grußformel, welche deutlich macht, wie wichtig und gesundheitsfördernd eine regelmäßige körperliche Anstrengung angesehen wird. Jener Gruß lautet: &#8220;Heute schon geschwitzt?&#8221;.</p>

<a href="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/warnhinweise/warnhinweis_c.jpg" title="" class="shutterset_singlepic119" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/cache/119__320x240_warnhinweis_c.jpg" alt="warnhinweis_c" title="warnhinweis_c" />
</a>

<p>Hingegen lässt uns die Kosmetikbranche &#8211; oder sollte besser gesagt werden: die chemische Industrie? &#8211; nahezu stündlich via Werbebotschaften darauf hinweisen, wie &#8220;ekelerregend&#8221; Schweiß wäre und dieser tunlichst vermieden werden soll. Natürlich sollte dies zum Kauf aller möglichen &#8220;schweißhemmenden&#8221; Produkte anregen, leider(!) wird dabei aber zugleich  &#8220;die Botschaft&#8221; transportiert, Schweiß und alles Schweißtreibende völlig zu vermeiden! (&#8230;wodurch wiederum &#8211; leider &#8211; gerade die Jugend &#8220;falsch&#8221; motiviert wird: &#8220;Sport? Igitt, da schwitzt man ja!&#8221;).</p>
<p>Der sogenannte aktuelle &#8220;Mainstream&#8221; lautet also: jeder Schweißfleck auf Kleidung &#8211; und vor allem in der Achselhöhle &#8211; wäre eklig, unappetitlich und &#8220;unchic&#8221;. Bewusst wird die Jugend beeinflusst, zu glauben, dass jede Schweißabsonderung ein Grund für Schamgefühle wäre. Und: Je &#8220;extremer&#8221; die Darstellung, desto &#8220;schauderlicher&#8221; und emotionaler kann ein junger Mensch &#8220;motiviert&#8221; werden, jenes &#8220;grauslige Zeug&#8221; möglichst zu vermeiden, unterbinden und zu verstecken (! &#8220;verdrängen&#8221; !).</p>
<p>Aber: &#8220;Wer laut schreit, hat Unrecht&#8221;, sagt der Volksmund. (Ich persönlich empfinde Werbepenetration &#8211; Betonung liegt auf dem zweiten Wortteil! &#8211; als &#8220;Schreien&#8221; &#8211; Stichwort: &#8220;Psychohygiene&#8221;).</p>
<p><strong>Denn:</strong> Es ist völliger Blödsinn! &#8211; Wiederum genau(!) das Gegenteil ist der Fall: Schwitzen ist ein völlig natürlicher Vorgang des menschlichen Körpers, welcher weit mehr Vorteile in sich birgt, als vermeintliche Nachteile (Es soll hierin nicht von krankhaften oder krankheitsbedingten Erscheinungen in jenem Zusammenhang gesprochen werden, sondern es wird von &#8220;natürlichem&#8221; Schweiß und einem &#8220;natürlichen&#8221;, alltäglichen Vorgang des Menschen gesprochen).</p>
<p><strong>Fakt ist: Frischer Schweiß ist völlig geruchlos!</strong></p>
<p>Neben ca. 99% Wasser als Hauptbestandteil, transportiert der Schweiß des Menschen verschiedene Inhaltsstoffe (wie z.B. Eiweißbestandteile, Fette, Mineralstoffe, &#8230;, Pheromone, usw.; Volumensanteil: ca. 1%) &#8211; manche &#8220;Anwendungen&#8221;, wie z.B. Sauna, Fastenkuren, sprechen dabei von &#8220;Schlacken&#8221; des Körpers. Daher kommt auch der Begriff &#8220;Entschlackung&#8221;</p>
<p>(Wie im Bergbau: Der Körper &#8220;holt&#8221; und &#8220;verarbeitet&#8221; die für ihn nützlichen und aktuell &#8220;brauchbaren&#8221; Produkte, der Rest ist &#8220;Schlacke&#8221;, welche er wieder los werden muss, also &#8220;ausscheiden&#8221;, damit jene &#8220;Schlacke&#8221; sich nicht anhäuft und über kurz oder lang zu Problemen &#8211; sprich: &#8220;Krankheiten&#8221; &#8211; führt. Schwitzen trägt zur Ausscheidung bei! Man beachte auch: Was für den einen &#8220;Schlacke&#8221; sein kann &#8211; ein &#8220;Zuviel&#8221; an bestimmten Stoffen im Körper, ist keineswegs dasselbe für jemanden anderen &#8211; es ist könnte überspitzt gesagt, manchmal sogar &#8220;Mineralwasser&#8221; sein).</p>
<p>Schweiß ist also weder ungesund, unappetitlich, noch &#8220;stinkt&#8221; dieser!</p>
<p>Erst nach einer gewissen Zeit &#8211; abhängig von verschiedenen, persönlichen Faktoren! &#8211; sorgen chemische und bakterielle Prozesse dafür, dass &#8220;Schweißgeruch&#8221; entsteht. Dafür sind z.B. auch verschiedene zur natürlichen Hautflora zählende Bakterien verantwortlich.</p>
<p>Entscheidend dafür, wie rasch der Geruch entsteht &#8211; ob &#8220;sofort&#8221; nach wenigen Minuten, oder erst nach Stunden(!) &#8211; sind einerseits also die Zusammensetzung der &#8220;Schlacken&#8221; (abhängig von Ernährung, körperlicher Konstitution, Krankheit oder z.B. hormonelle Faktoren in der Pubertät, bis hin zu Abbau körpereigener &#8220;Giftmülldepots&#8221;, welche sich &#8220;angesammelt&#8221; hatten und nun bei der Fastenkur, in der Sauna oder bei erstmaliger sportlicher Betätigung nach &#8220;Jahrzehnten&#8221; mit dem Schweiß &#8220;zutage treten&#8221;)  und andererseits die eigene körperliche Hygiene.</p>
<p><strong>Kurz gesagt:</strong> Wer sich kaum wäscht, braucht sich nicht zu wundern, dass der kleinste &#8220;Schweißtropfen&#8221; schon binnen weniger Sekunden dafür sorgt, als &#8220;wandelnde Stinkbombe&#8221; für seine Umgebung zu wirken. Meist merken jene Personen es selbst gar nicht mehr, da sie selbst den eigenen Geruch nicht wahrnehmen.</p>
<p>Das ist unappetitlich &#8211; nicht das Schwitzen!</p>
<p>Die ekligste Geruchs-Melange erzeugt dann aber noch die Anwendung des Irrglaubens, dass das Auftragen von Deodorant das Waschen und Reinigen des Körpers ersetzt!!!</p>
<p><strong>Liebe Miterdenbewohner &#8211; Bitte(!)</strong> &#8211; Das ist absoluter Schwachsinn: Es &#8220;riecht&#8221; keineswegs besser &#8211; ihr glaubt das nur, weil ihr euren Eigengeruch selbst nicht wahrnehmt, sondern nur das Parfüm.</p>
<p>Alle(!) anderen riechen aber beides!!!</p>
<p>Es gibt also eine ganz einfache &#8211; und kostengünstige &#8211; Möglichkeit den (entstehenden) Schweißgeruch zu vermeiden: Sich waschen!!! (&#8230;und natürlich auch die Kleidung!)</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Nicht den natürlichen Schweiß gilt es zu vermeiden, sondern den erst entstehenden UND durch körperliche Hygiene vermeidbaren Geruch, sowie das &#8220;Stehenlassen&#8221; der &#8220;liegengebliebenen Ausscheidungen&#8221; des Körpers!</p>
<p>(Gerichtet an all jene, welche ein Deo der Dusche vorziehen: &#8220;Lasst ihr andere Ausscheidungen eures Körpers auch liegen und sprüht laufend Parfüm drüber?&#8221; &#8211; DAS ist eklig!).</p>
<p>Nichts gegen Deodorant oder Parfüms: Aber bitte NACH dem Waschen, einverstanden?</p>
<blockquote><p><strong>Exkurs:</strong><br />
<em>Zu beachten gilt auch, dass mit dem Schweiß auch Pheromone (&#8221;Sexualduftstoffe&#8221;) ausgeschieden werden. In früheren Zeiten versuchte die männliche Landbevölkerung dies bewußt auszunutzen, indem Taschentücher tagsüber während der Arbeit in den Achselhöhlen getragen wurden, welche bei passender Gelegenheit der weiblichen Angebetenen &#8220;unter die Nase&#8221; gehalten wurden, um jene zu &#8220;überreden&#8221; (Auch daran sollte das andere &#8220;Extrem&#8221; von Menschen denken, welche nahezu &#8220;nur&#8221; mehr klinisch rein und auschließlich &#8220;chemiaufbereitet&#8221; unter die Leute geht und sich vielleicht wundert, dass mann/frau &#8211; trotz perfekter &#8220;Vorbereitung&#8221; kaum oder wenig Anklang bei anderen Menschen findet).<br />
Das jener &#8220;Brauch&#8221; sich nicht allgemein durchgesetzt hat liegt vielleicht daran &#8211; ich lehne mich bewusst hinaus &#8211; dass eben der Einsatz von Pheromonen, kein Garant für den Erfolg bei einer bestimmten(!) Person erzielt. Nicht jeder Mensch reagiert auf jeden! Es gibt eben nicht &#8220;das Pheromon&#8221;, sondern eine Mischung (einen Cocktail). Was den einen unwiderstehlich anzieht, kann einen anderen unwiderstehlich abstossen! Eines ist aber klar: Zumindest wussten jene Bauern, Knechte oder Holzarbeiter dann GANZ GENAU und SEHR RASCH bescheid, ob jene Frau für sie &#8220;zu haben&#8221; war, oder eben nicht!</em></p>
<p><em>Manche Menschen kann man halt &#8220;nicht riechen&#8221;, auch das ist &#8220;normal&#8221; und keineswegs unappetitlich.</em></p></blockquote>
<p>Warum betrachten also Chinesen (&#8221;Heute schon geschwitzt?&#8221; &#8211; sowie natürlich auch andere Völker, wie z.B. Finnen: finnische Sauna; Indianer, etc.) es für notwendig und &#8220;gesund&#8221; mindestens einmal am Tag &#8220;richtig zu schwitzen&#8221;?</p>
<p>Genau aus dem Grund, dass hierdurch dem Körper eine (weitere) Möglichkeit gegeben wird, &#8220;auszuscheiden&#8221; und &#8220;Schlacken&#8221; abzubauen.</p>
<p>Darüber hinaus gibt dies den Hinweis darauf, dass der Körper &#8211; zumindest einmal am Tag(!) &#8211; soweit beansprucht wurde, dass der Kreislauf &#8220;über&#8221; dem Normalzustand lag (einmal abgesehen von &#8220;Angstschweiß&#8221;).</p>
<p><strong>Motto:</strong> Wer nicht schwitzt, hat für/mit seinem Körper nichts gemacht.</p>
<p>Um unseren Körper gesund, beweglich und fitt zu halten, ist es also notwendig sich regelmäßig so zu bewegen und den Kreislauf so in Schwung zu bekommen, dass wir dabei auch Schwitzen.</p>
<p>Daher: <strong>Schwitzen durch Bewegung ist gesund!</strong></p>
<p>Mehr über Tai Chi Gung &#8211; eine Bewegungsform, wobei man ins Schwitzen kommen kann &#8211; OHNE jemals außer Atem zu gelangen &#8211;  auch auf der Vereinsseite unter: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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		<title>Irrtum 14: Tai Chi ist für alte Leute</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 12:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 21. Apr 2010 um 11:01 in Fitness )
Würde man dem Mainstream der TV-Generation folgen, dann könnte man durchaus zu dieser Überzeugung gelangen.
&#8220;Toben ist das Vorrecht der Jugend&#8221; soll irgendjemand einmal gesagt haben, ich ergänze: &#8220;&#8230;aber keine Verpflichtung!&#8221;.


	


Wie bereits in vorangegangenen Artikeln festgestellt wurde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong>, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 21. Apr 2010 um 11:01 in Fitness )</p>
<p>Würde man dem Mainstream der TV-Generation folgen, dann könnte man durchaus zu dieser Überzeugung gelangen.</p>
<p>&#8220;Toben ist das Vorrecht der Jugend&#8221; soll irgendjemand einmal gesagt haben, ich ergänze: &#8220;&#8230;aber keine Verpflichtung!&#8221;.</p>

<a href="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/tcg-jugend/wuchi_breit_baumumarmen.jpg" title="" class="shutterset_singlepic118" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-center" src="http://www.taichianer.at/wp-content/gallery/cache/118__320x240_wuchi_breit_baumumarmen.jpg" alt="wuchi_breit_baumumarmen" title="wuchi_breit_baumumarmen" />
</a>

<p>Wie bereits in vorangegangenen Artikeln festgestellt wurde, ist in Tai Chi Chuan (nach Pinyin-Umschreibung: Taijiquan &#8211; unabhängig von der Schreibweise in Lateinischen Buchstaben, alles wie &#8220;tai tschi tschuan&#8221; oder &#8220;tai tschi tschüan&#8221; ausgesprochen) keineswegs alles &#8211; zwangsweise &#8211; langsam und bedächtig. Meist bezieht sich dies eben auf die sogenannte Solo-Form, nicht jedoch auf den Kampfkunstaspekt, bzw. die Waffenformen.</p>
<p>Ungeachtet dessen: Muss für Kinder, Jugendliche oder auch junge Erwachsene immer &#8220;alles Action-Stress&#8221; sein?</p>
<p>Anmerkung: Auch der Golfsport würde &#8220;aussterben&#8221;, wäre dieser &#8211; zwangsläufig &#8211; nur für &#8220;alte Leute&#8221; geeignet.</p>
<p>&#8230;und meines Wissens ist hierbei ebenfalls &#8220;eine mentale Komponente&#8221; von immanenter Bedeutung.</p>
<p>Hinzu kommt, dass gerade heutzutage die westliche <strong>Gesellschaft ein gewaltiges Problem</strong> zu bewältigen hat, welches noch immer nicht in das Bewusstsein der Bevölkerung vorgedrungen ist: Viele Kinder und Jugendliche &#8211; sogar schon im Vorschulalter beginnend &#8211; haben enorme Schwierigkeiten mit der körperlichen Koordinationsfähigkeit und <strong>gewaltige(!) Fitness-Defizite</strong> (Exkurs: Es liegen genügend Studien und Artikel in den entsprechenden Gremien und Sportverbänden vor, welche jederzeit leicht nachvollzogen werden können, womit hier auf dieses Faktum nicht näher eingegangen werden muss).</p>
<p>Der Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein in Salzburg ist der Auffassung, dass mit &#8220;extremen Maßnahmen&#8221; nur &#8220;extreme Widerstände&#8221; erzeugt werden, jedoch kein Fortschritt oder Besserung der Situation. Bildhaft gesprochen: Warum sollte ein Vogel gleich fliegen, wenn er nicht einmal weiß, dass er Flügel hat, geschweige denn wie er jene einsetzen sollte?</p>
<p>(Um bei diesem Bild zu bleiben: &#8220;Nein, aus dem Nest stoßen ist keine Alternative &#8211; weil wir als Menschen eben nicht risikieren dürfen, dass ein bestimmter Prozentsatz jener &#8216;Vögel&#8217; einfach auf den Asphalt klatscht!&#8221;)</p>
<p>Nur die Einbeziehung einer &#8220;sanften&#8221; sportlichen Betätigung kann zum gewünschten Erfolg führen &#8211; <strong>Dann</strong>, wenn ansonsten <strong>&#8220;unsportliche Typen&#8221;</strong> von Menschen (hier: Kinder und Jugendliche) <strong>sich gerne</strong> und ohne Leistungsdruck <strong>bewegen</strong>.</p>
<p>Tai Chi &#8220;leistet&#8221; diesen Ansatz, z.B. durch: <strong>&#8220;Anstrengung, ohne jemals außer Atem zu gelangen&#8221;</strong>!</p>
<p>Genau dies ist ein(!) Argument, Kinder und Jugendliche in die Sportart Tai Chi Gung einzuführen.</p>
<p><span id="more-1319"></span></p>
<p>Bloße gymnastische Ansätze um Bewegungsdefizite auszugleichen, sind der heutigen Jugend einfach &#8220;zu wenig&#8221; und &#8220;zu fad&#8221; &#8211; erst die vielschichtigen Aspekte der chinesischen Bewegungskunst, erlauben (erreichbare) Zielsetzungen in einem jungen Menschen selbst zu aktivieren: Die eigene Erfahrung, dass &#8220;es mehr gibt&#8221;, als jener oder jene sich bisher vorstellen konnte und dass dieser selbst &#8220;mehr draufhat&#8221;, als er oder sie bisher glaubte.</p>
<p>Mit Tai Chi Gung wird &#8220;Leistung&#8221; nicht mehr mit: &#8220;Wer ist schneller, stärker oder hat hat innerhalb von soundsoviel Zeit soundsoviel Kilogramm abgenommen?&#8221; gleichgesetzt, sondern mit den Werten, wie: &#8220;Wer hat mehr Erfahrungen gemacht?&#8221; bzw. &#8220;Wieviele Fähigkeiten &#8211; an mir &#8211; konnte ich bereits entdecken und was möchte ich gerne noch erreichen?&#8221;.</p>
<p>Mit Änderung jener &#8220;Zielsetzung&#8221; an eine körperliche Betätigung ändert sich &#8220;schlagartig&#8221; die Einstellung und Motivation &#8211; gerade für jene, welche &#8220;von Haus aus&#8221; &#8211; gerade von anderen(!) &#8211; für &#8220;unsportlich&#8221; (weil ja nicht ins gängige &#8220;Leistungsschema&#8221; passend) &#8220;abgestempelt&#8221; werden.</p>
<p>Die Erfolge messen sich dann am persönlichen Fortschritt (Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten), womit &#8220;zwangsläufig&#8221; und nahezu &#8220;automatisch&#8221; mit Trainingspensum auch eine körperliche &#8220;Verbesserung&#8221; einhergeht. Ohne jene gleich von Anfang an in den Vordergrund zu stellen (oder gar als &#8220;Hauptmotivation&#8221; zu proklamieren).</p>
<p>Man könnte ein wenig &#8220;böse&#8221; sagen: &#8220;Ja, liebe Kinder &#8211; Es gibt eine Welt abseits von Fußball. Und das ist kein Märchen, sondern wahr&#8221;! &#8211; Aber dies betrifft nicht nur Fußball, solange &#8220;Schulsport&#8221; in Europa nach wie vor noch als &#8220;Kadertraining&#8221; oder sogar noch in der Art von &#8220;Volksertüchtigung&#8221; zur Vorbereitung des Verteidigungsfalles militärischer Art abgehalten wird.</p>
<p>Motto: &#8220;Wer nicht fitt ist, wird einfach fitt gemacht!&#8221;.</p>
<p>Aber: Charles Darwin meinte mit &#8220;survival of the fittest&#8221; keineswegs &#8220;Überleben des Stärksten&#8221;, sondern &#8211; korrekte englische Übersetzung: &#8220;das Überleben des Angepasstesten&#8221; (von &#8220;to fit&#8221; &#8211; &#8220;anpassen&#8221;).</p>
<p>Für den Schulsport und die (verordnete) sportliche Betätigung der Kinder und Jugend ist es &#8220;höchst an der Zeit&#8221; sich anzupassen: Millionen(!) Chinesen üben nahezu täglich(!) Tai Chi Chuan &#8211; Wie lange wollen wir uns im Westen noch &#8211; aus Dummheit, Unkenntnis oder Ignoranz &#8211;  diesen jahrhunderte(!) alten Übungen &#8220;verweigern&#8221;?</p>
<p>(Abgesehen davon: &#8220;Die Chinesen&#8221; &#8220;holen&#8221; sich schon seit Jahrzehnten Techniken, Know-how, Materialien und Informationen aus dem Westen ins Land und &#8220;vermarkten&#8221; schlußendlich &#8220;Eigenproduktionen&#8221; weltweit &#8211; Ist es da nicht längst an der Zeit, dass wir im Westen uns von China auch das &#8220;holen&#8221;, was diese Kultur zu bieten hat und &#8220;brauchbar&#8221; für &#8220;uns&#8221; sein könnte?)</p>
<p><strong>Für wen ist also Tai Chi Gung geeignet?</strong></p>
<p>Generell für Menschen jeder Altersstufe.</p>
<p>Fairerweise muss hinzugefügt werden, dass unser Kulturkreis, anders als in Ostasien, mehr zu &#8220;Lernen durch Erklären und Verstehen&#8221; als zu vorbehaltslosem &#8220;Nachahmen&#8221; (mimetische Lehrmethode der Chinesen) neigt, wodurch auch bei manchen Trainingsformen eine gewisse mentale Reife zum Erkennen der Sinnhaftigkeit der Bewegungsformen nötig ist.</p>
<p>Die hierzu nötige &#8220;Weitsicht&#8221;, um Zusammenhänge zu erkennen oder auch das Durchhaltevermögen, einen gewissen Weg zu beschreiten, bis erste Erfolge sichtbar werden können, ist natürlicherweise an Lebenserfahrung geknüpft und kann daher nicht unbedingt von einem Kind vorausgesetzt werden. Das Üben der Form wird von <strong>Kindern</strong> gerne &#8220;als fad und für alte Leute&#8221; angesehen. Andererseits können Kinder mit Vorbereitungs- und Einzelübungen begeistert werden und profitieren enorm von dem hierbei ermöglichten Koordinationstraining.</p>
<p>Der <strong>Jugend</strong> kann veranschaulicht werden, dass wahre Kraft und Stärke in Beherrschung der &#8220;inneren Kraft und Energie&#8221; (chinesisch: &#8220;chin&#8221;), anstelle &#8220;äusserer&#8221; roher Kraftanwendung und Gewalt (= chinesisch: &#8220;li&#8221;, die &#8220;schwerfällige Muskel- und Schwungkraft&#8221;) liegt. Damit wird gleichzeitig &#8220;die Kampfeslust&#8221; der Jugend befriedigt und das Training trägt durch Erfahrung und Reifungsprozesse zur Aggressionsbewältigung bei.</p>
<p>Für &#8220;Action&#8221; ist auch gesorgt: Darüber hinaus kann beispielsweise in einem &#8220;Training mit dem Langstock&#8221; live gesehen werden, woher z.B. die Akteure von &#8220;Star Wars&#8221; (&#8221;Krieg der Sterne&#8221;) ihre &#8220;Kampftechniken&#8221; (Anm.: mit dem Laserschwert) tatsächlich &#8220;entlehnt&#8221; haben und &#8211; gewisses Alter vorausgesetzt &#8211; sogar jene Bewegungen selbst erlernen.</p>
<p>Der rein sportliche, körperliche Aspekt ist selbstverständlich auch von einem Kleinkind zu bewältigen.</p>
<p>Mehr zur Sportart &#8220;Tai Chi Gung&#8221; und zum gleichnamigen Verein in Salzburg unter: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Irrtum 13: Meditation bedeutet immer hinsetzen oder liegen</title>
		<link>http://www.taichianer.at/irrtum-13-meditation-bedeutet-immer-hinsetzen-oder-liegen/</link>
		<comments>http://www.taichianer.at/irrtum-13-meditation-bedeutet-immer-hinsetzen-oder-liegen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 May 2010 08:26:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 17. Apr 2010 um 15:07 in Fitness)
Viele Menschen kennen den Begriff &#8220;Meditation&#8221; und setzen diesen mit &#8220;Verharren&#8221;, &#8220;Bewegungslosigkeit&#8221; &#8230;und manchmal auch mit &#8220;dahindösen&#8221;, wenn nicht sogar: &#8220;Schlafen&#8221; gleich!
Aber genau darin liegt oft schon das erste Missverständnis: &#8220;Meditation&#8221; ist das Gegenteil von &#8220;Schlaf&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong> , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 17. Apr 2010 um 15:07 in Fitness)</p>
<p>Viele Menschen kennen den Begriff &#8220;Meditation&#8221; und setzen diesen mit &#8220;Verharren&#8221;, &#8220;Bewegungslosigkeit&#8221; &#8230;und manchmal auch mit &#8220;dahindösen&#8221;, wenn nicht sogar: &#8220;Schlafen&#8221; gleich!</p>
<p>Aber genau darin liegt oft schon das erste Missverständnis: &#8220;Meditation&#8221; ist das Gegenteil von &#8220;Schlaf&#8221; oder &#8220;Teilnahmslosigkeit&#8221;, denn in einer Meditation sollte der Geist &#8220;hellwach&#8221;, &#8220;aufnahmebereit&#8221; und &#8220;voll bewusst&#8221; sein!</p>
<p>Landläufig bekannte Meditationstechniken dienen dazu &#8220;äußere&#8221; Einflüsse möglichst &#8220;auszublenden&#8221; oder &#8220;abzuschalten&#8221;, damit man sich dem &#8220;Inneren&#8221; &#8211; voll konzentriert, besser: Kontemplativ &#8211; zuwenden kann. Hierzu ist es selbstverständlich einfacher, sich hinzusetzen oder hinzulegen. Dies bedeutet aber keineswegs gleichzeitig, dass Meditation ausschließlich im Sitzen oder Liegen durchgeführt werden könne.</p>
<p>Für viele erscheint es schon befremdlich, dass &#8220;Meditiation im Stehen&#8221; geübt werden kann. Wen verwundert es da, dass &#8220;Meditation in Bewegung&#8221; dann völlig &#8220;abstrus&#8221; erscheint?</p>

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</a>

<p>Dies liegt aber darin, dass immer noch viele Menschen den Begriff &#8220;Meditation&#8221; falsch interpretieren (s.o.), bzw. bisher selbst wenig bis keine Erfahrung mit Meditation gemacht haben &#8230;oder jenen Menschen niemand erklärt oder gesagt hat, dass sie öfter in ihrem Leben bereits &#8220;meditiert&#8221; haben als ihnen bewusst ist. Weil dies ein ganz natürlicher Vorgang bei jedem Menschen ist, welcher sehr oft &#8220;spontan&#8221; in bestimmten Situationen oder Verhaltensweisen &#8220;einsetzt&#8221;.</p>
<p>Zum Beispiel: Bei einem &#8220;überwältigenden&#8221;, &#8220;die Seele berührenden&#8221; Anblick in der Natur, Umwelt, &#8230;, auf der Straße, beim Wandern, beim Sport, &#8230;, irgendwo und überall möglich.</p>
<p>Oder in einer Lebenssituation, welche den &#8220;Normalfall&#8221; sprengt: Unfall, Krise, Einschnitte, Begräbnis, etc;</p>
<p>Oder auch einfach: Weil man über etwas so intensiv nachdenkt und dabei seine Umgebung &#8220;völlig&#8221; vergisst! &#8211; Jenen Zustand (und auch jenes Verhalten), welcher dieser Mensch exakt in jenem Moment (innerlich und äußerlich) einnimmt, kann als &#8220;Meditation&#8221; gesehen werden.</p>
<p>Anmerkung: Und man kann davon ausgehen, dass genau jene &#8220;Meditations-Zustände&#8221; im Grunde alle Menschen &#8220;irgendwie&#8221; bekannt sind, was auch unter wissenschaftlichen Tests (sprich: &#8220;Alpha-Zustand&#8221;, &#8220;Theta-Zustand&#8221; &#8230;der messbaren Gehirnströme) bereits hinlänglich nachgewiesen wurde.</p>
<p>Von &#8220;Meditation&#8221; in gebräuchlicher Definition wird jedoch meist (nur) davon gesprochen, wenn der damit einhergehende &#8211; sagen wir ruhig: Zustand des Menschen &#8211; willentlich herbeigeführt wird.<br />
Meditationstechniken dienen also in erster Linie dazu, &#8220;Regelwerke&#8221;, &#8220;Anleitungen&#8221; und &#8220;Hilfestellungen&#8221; anzubieten, um den gewünschten &#8220;innerlichen&#8221; und &#8220;äußerlichen&#8221; Zustand, welcher bei einer Meditation erreicht werden sollte, jederzeit und bewusst nachvollziehbar zu machen.</p>
<p>Wenn also <strong>&#8220;Meditation&#8221;</strong> gar nichts mit einer körperlichen Haltung oder Stellung (Sitzen, Liegen, Stehen) zu tun hat, sondern <strong>vielmehr den aktuellen &#8220;inneren&#8221; Zustand</strong> beschreibt (die &#8220;Bewusstheit&#8221; und die mentale Aktivität, bei gleichzeitigem Erreichen von Alpha-, Theta-  von mir aus auch: Delta-Wellen der Gehirnströme), dann kann jener &#8220;Zustand&#8221; grundsätzlich auch &#8220;im Gehen&#8221; oder &#8220;in Bewegung&#8221; ausgeführt werden, nicht wahr?</p>
<p>Und genauso ist es!</p>
<p>Die Ausführung von Tai Chi (Chuan) wird oft mit <strong>&#8220;Meditation in Bewegung&#8221;</strong> gleichgesetzt und genau dies <strong>sollte auch eines der Ziele der Praktizierenden</strong> sein. &#8211; Kein leichtes, aber sehr lohnenswertes Ziel der Bemühungen im Training!</p>
<p>(Mit diesem Satz sollte ausgedrückt werden, dass nicht jeder, welcher Tai Chi &#8211; vor allem: Körperlich, gymnastisch &#8211; ausübt, automatisch den Meditationsaspekt auch beherrscht!)</p>
<p>Der erste Schritt zu diesem Weg ist die körperliche Beherrschung (irgendeiner !!!) klassischen oder überlieferten &#8220;Form&#8221;. Sobald alle körperlichen Vorgänge und Bewegungen &#8220;automatisiert&#8221; wurden und sozusagen &#8220;im Schlaf&#8221; gekonnt werden (interessantes Wortspiel, nicht wahr?) &#8211; denn dann erst können die nächsten Schritte zu jenem Ziel gemacht werden.</p>
<p>Bei den meisten Sportarten wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass Bewegungen recht spontan erfolgen &#8211; dies ist einer der Gründe, warum man dabei auch möchte, dass alles relativ schnell ausgeführt werden soll.  Bei Tai Chi (abgesehen von Chen-Stil, Waffenformen, etc.) sind die Bewegungen langsam. Damit wird dem Geist (der &#8220;Bewusstheit&#8221;, dem Mentalen) auch mehr Zeit zur Verfügung gestellt. Überließe man dabei den Körper sich selbst, wie bei anderen (Leistungs-)Sportarten auch, so würde jener, so wie er durch unsere Lebensart &#8220;konditioniert&#8221; ist, die Bewegungsabläufe &#8220;immer&#8221; schnell ausführen, sobald diese &#8220;erlernt&#8221; wären. Anders formuliert: Keine der (Tai Chi) Prinzipien würde beachtet werden (&#8230;und auch die &#8220;innere&#8221; Kampfkunst völlig außer acht gelassen).</p>
<p>Wenn jemand Tai Chi (Chuan) beginnt, sollte auch gleichzeit erlernt werden, immer auf die Qualität der Bewegungen zu achten, auf den körperlichen (Momentan-)Zustand: Entspannung/Anspannung &#8211; Wo?, Wann?, ist das &#8220;richtig&#8221;?; auf die &#8220;inneren&#8221; Komponenten: Konzentriert oder Abgelenkt?, &#8220;bewusst&#8221; oder &#8220;automatisch&#8221;?, &#8220;Gefühl&#8221; und &#8220;Fühlen&#8221;.</p>
<p>Bei <strong>Tai Chi Gung</strong> wendet man sich auch jenem Aspekt der chinesischen Bewegungskunst zu: Der &#8220;Meditation in Bewegung&#8221;. Das Training und die Anleitungen weisen immer auch darauf hin.</p>
<p>Mehr zum Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein in Salzburg auf: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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		<title>Irrtum 12:  Kenntnis des Ablaufes ist gleich Beherrschung einer Form in Tai Chi</title>
		<link>http://www.taichianer.at/irrtum-12-kenntnis-des-ablaufes-ist-gleich-beherrschung-einer-form-in-tai-chi/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 10:09:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi erstmals erschienen in mein.salzburg.com am 14. Apr 2010 um 13:40 in Fitness)
Vorab &#8211; Begriffserklärungen:

Unter einer  &#8220;Form&#8221; wird in der chinesischen Bewegungskunst Tai Chi Chuan (nach Pinyin: Taijiquan) ein bestimmter, vordefinierter Bewegungsablauf bezeichnet, welcher von einem ebenfalls festgelegten Beginn, bis zu einem genauso definiertem Ende über eine Anzahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong> erstmals erschienen in mein.salzburg.com am 14. Apr 2010 um 13:40 in Fitness)</p>
<p>Vorab &#8211; <strong>Begriffserklärungen</strong>:</p>
<ul>
<li>Unter einer  &#8220;Form&#8221; wird in der chinesischen Bewegungskunst Tai Chi Chuan (nach Pinyin: Taijiquan) ein bestimmter, vordefinierter Bewegungsablauf bezeichnet, welcher von einem ebenfalls festgelegten Beginn, bis zu einem genauso definiertem Ende über eine Anzahl von &#8211; wiederum festgelegter &#8211; Bewegungsfolgen oder Positionen, zu durchlaufen bzw. &#8220;zu üben&#8221; ist.</li>
</ul>
<p>Dies könnte im Kampfsport z.B. verglichen werden, mit der sogenannten &#8220;Kata&#8221; im japanischen Karate oder den &#8220;poomse&#8221; im koreanischen Tae Kwon Do &#8211;  im Wintersport z.B. mit einem &#8220;Pflichtprogramm&#8221; oder einer &#8220;Kür&#8221; im Eiskunstlauf.</p>
<p>Oft wird dabei auch von einer &#8220;Solo-Form&#8221; gesprochen, weil &#8211; bleiben wir ruhig bei diesem Begriff &#8211; diese &#8220;Kür&#8221; dann eben &#8220;allein&#8221; zu machen ist.</p>
<ul>
<li>Unter Ablauf können wir hierbei also die &#8220;technische&#8221;, körperliche (sichtbare) Abfolge aller Bewegungs- und Positionsfolgen verstehen.</li>
</ul>
<p>Wenn jemand also den Ablauf einer Form kennt &#8211; und meinetwegen auch: den vorgeschriebenen Bewegungen selbst zu folgen, sowie dabei die festgelegten Positionen einzunehmen vermag, können wir dann schon sagen, dass derjenige &#8220;die Form&#8221; beherrscht?</p>
<p><strong>Im Grunde genommen:</strong> Nein! &#8211; Denn selbst wenn die Bewegungsfolgen nachvollzogen werden können, entspricht dies &#8220;nur&#8221; der &#8220;äußeren Form&#8221; (sozusagen: &#8220;der körperliche Anteil&#8221;) und wäre demzufolge nichts weiter als eine spezielle Art von chinesischer Gymnastik.</p>
<p>(Anmerkung: Natürlich spricht nichts dagegen, dass jemand Gymnastik macht, &#8230;)</p>
<p>Das Praktikum von Tai Chi (Chuan) ist aber &#8220;mehr&#8221;: es geht hierbei auch um &#8220;innere&#8221; Künste bzw. &#8220;Fähigkeiten&#8221;, welche sich den meisten erst nach längerem Training offenbaren &#8211; sofern in den Anleitungen nicht gänzlich &#8220;auf deren Erwähnung&#8221; verzichtet wurde, bzw. jemand infolgedessen nicht aufgrund &#8220;der Leere&#8221; früher oder später das Training (Praktikum) einstellt.</p>
<p>Jene &#8220;inneren&#8221; &#8211; also immateriellen &#8211; Anteile des Tai Chi Praktikums lassen sich also weder sehen, messen, wägen oder zählen. Nichts desto Trotz erkennt jemand der Tai Chi jahrelang fleissig geübt hat (bzw. ein &#8220;Meister&#8221;) sofort, ob jemand eine &#8220;Form&#8221; bloß &#8220;mechanisch&#8221; oder tatsächlich mit &#8220;inneren Einsatz&#8221; vollzieht.</p>
<p>Dies hat weder etwas mit &#8220;Magie&#8221; oder &#8220;Esoterik&#8221; zu tun, sondern liegt höchstwahrscheinlich darin begründet, dass jeder Mensch &#8220;nonverbal&#8221; bis zu 5.000 Signale pro Minute sendet (so konnte ich einmal lesen), welche von &#8220;Meistern&#8221; und sehr geübten Tai Chi &#8211; Praktizierenden aufgrund ihrer Erfahrungen diesbezüglich wahrscheinlich &#8220;besser interpretiert&#8221; werden können als von anderen Menschen.</p>
<p>Kurz gesagt: So jemand &#8220;merkt&#8221; ganz einfach, ob eine &#8220;Form&#8221; mit entsprechender &#8220;innerer Haltung&#8221; (Also &#8220;geistig&#8221;: mental, konzentriert, kontemplativ, Imaginationskomponenten, bzw. &#8220;seelisch&#8221;: mit &#8220;Fühlen&#8221; und &#8220;Gefühl&#8221;, &#8220;Stimmung&#8221; &#8211; an den vorgegebenen &#8220;Stellen&#8221;!) entsprechend ausgeführt wird &#8211; oder bloß &#8220;körperlich durchlaufen&#8221; wird.</p>
<p>Die <strong>&#8220;Beherrschung einer Form&#8221;</strong> setzt also voraus, dass jemand <strong>sowohl &#8220;äußere&#8221; als auch &#8220;innere&#8221; Bestandteile</strong> der Übung meistert.</p>
<p>Abgesehen davon:</p>
<p>Wie bereits im vorangegangen Artikel <em>&#8220;Irrtum 11:  Jede Tai Chi Form ist gleich&#8221;</em> behandelt, gibt es weder &#8220;eine Form&#8221;, geschweige denn &#8220;einen Stil&#8221; oder &#8220;eine Art&#8221;, sondern eine Vielzahl unterschiedlichster Abläufe und Übungssysteme.</p>
<p>Jede dieser &#8220;Formen&#8221; hat ihre Berechtigung und auch ihren Nutzen, selbst wenn dies ausschließlich unter persönlichen Präferenzen betrachtet wird.</p>
<p>Um erneut den Vergleich mit dem Erlernen des Autofahrens zu bemühen:</p>
<p>Ein Kurs oder das Erlernen einer bestimmten Form kann dabei mit dem Führerscheinkurs und den Übungsfahrten verglichen werden. Der am Ende der Übungsstunden und nach erfolgreicher Prüfung erhaltene Führerschein &#8211; somit: &#8220;die Kenntnis der jeweiligen Form&#8221; &#8211; ermöglicht dem &#8220;frisch gebackenen Führerscheinbesitzer&#8221; nun &#8220;in Eigenregie&#8221; weitere Erfahrungen zu sammeln und &#8220;das Fahren&#8221; tatsächlich &#8211; irgendwann einmal (früher oder später) &#8211; &#8220;beherrschen&#8221; zu können.</p>
<p>Der Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein <strong>ermöglicht</strong> mit seinem Einsteigertraining sowohl den Einstieg in &#8220;die Welt des Tai Chi (Chuan)&#8221; als auch den &#8220;Umstieg&#8221; von anderen bereits bekannten Tai Chi-Formen in das <strong>regelmäßige Vereinstraining</strong> (sozusagen: &#8220;nach unserer Art&#8221;), egal wie weit die ursprüngliche &#8220;Führerscheinprüfung für Tai Chi&#8221; bereits in der Vergangenheit liegt.</p>
<p>Mehr auf den Vereinsseiten unter: <a href="http://www.tai-chi-gung.at">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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		<title>Irrtum 11:  Jede Tai Chi Form ist gleich</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 06:47:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gottfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ask a Sifu]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Irrtümer]]></category>

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		<description><![CDATA[(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am  2. Apr 2010 um 11:03 in Fitness)
Zum besseren Verständnis:
Was ist mit einer &#8220;Form&#8221; gemeint?
Zum einen der geläufige deutsche Begriff: die Art und Weise, die Anordnung, der Ausdruck, der Charakter und auch die &#8220;Bauweise&#8221; von Tai Chi &#8211; Übungen als auch der Trainingsarten.
Zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(aus der Serie: <strong>Irrtümer über Tai Chi</strong>, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am  2. Apr 2010 um 11:03 in Fitness)</p>
<h3>Zum besseren Verständnis:</h3>
<p><strong>Was ist mit einer &#8220;Form&#8221; gemeint?</strong><br />
<strong>Zum einen</strong> der geläufige deutsche Begriff: <strong>die Art und Weise</strong>, die Anordnung, der Ausdruck, der Charakter und auch die &#8220;Bauweise&#8221; von Tai Chi &#8211; Übungen als auch der Trainingsarten.</p>
<p><strong>Zum anderen</strong> auch der Begriff, welcher in Tai Chi selbst verwendet wird &#8211; <strong>Definition &#8220;Form&#8221;:</strong><br />
(Alternative Bezeichnungen: die Form, Solo-Form)<br />
Bezeichnet in Tai Chi Gung, Tai Chi Chuan (Taijiquan) <strong>einen festgelegten Übungsablauf</strong>, welcher bestimmte ebenfalls (meist) festgelegte Positionen, Figuren und Bewegungsfolgen beinhaltet, welche nacheinander, von einem bestimmten Beginn bis zu einen bestimmten Ende, aufeinander abfolgen.<br />
<strong>Die &#8220;Form&#8221; gilt üblicherweise als Einzeltraining (Solo-Übung).</strong><br />
Man kann &#8220;die Form&#8221; durchaus mit der sogenannten &#8220;Kata&#8221; beim Training von Karate, als auch mit einem &#8220;Kürprogramm&#8221; beim Eiskunstlauf vergleichen.</p>
<h3>Tai Chi ist nicht gleich Tai Chi!</h3>
<p>Es gibt &#8211; entgegen der (bisher noch existierenden) öffentlichen Meinung &#8211; nicht nur eine einzige Form, sondern <strong>eine Vielzahl unterschiedlich gelehrter Formen</strong>, welche</p>
<ul>
<li><strong>abhängig von Stil</strong> (bekannt geworden: Yang-, Chen-, Sun-, Hao-, Lee-Stil usw., jeweils benannt nach den chinesischen Namen der Familie, welche diesen pflegen und verbreiten)</li>
<li><strong>sowie auch der Schule</strong> (z.B. Wudang Tai Chi Kung Fu &#8211; benannt nach einer Schule/Akademie mit Sitz in den chinesischen Wudang-Bergen)</li>
<li> <strong>oder auch nach &#8220;offizieller&#8221; Festlegung</strong> (z.B. der &#8211; damaligen &#8211; chinesischen Regierung: 1956 die Peking-Form, später 1976 auch noch eine &#8220;48 Formen-Taijiquan&#8221;. Anmerkung: allein schon die Bezeichnung sorgt für noch mehr Verwirrung, weil hier &#8220;Form&#8221; ja eigentlich &#8220;Abläufe&#8221; meint und das Ganze eine(!) &#8220;Form&#8221; darstellt)<br />
<strong>trainiert werden</strong>.</li>
</ul>
<p>Da die Lehrer bis dato meist von &#8220;der Form&#8221; sprachen oder &#8220;wir trainieren die Form&#8221; ausgesagt wurde, verbreitete sich bei uns im Westen die Ansicht, dass dieser Begriff einen einzig vorhandenen Übungsablauf beschreiben würde. Aber im Grunde nur daran lag (liegt), dass bei Kursen oder in Schulen gemäß Familientradition nur eine einzige gelehrt wurde (wird).<br />
<em>Anmerkung: Jene Trainingsansicht birgt natürlich nicht nur Nachteile, sondern auch Vorteile (u.a. einfacher zu lernen und noch weniger zu erklären).<br />
</em><br />
Darüber hinaus gilt es ebenfalls zu unterscheiden, ob &#8220;die Form&#8221; nur als <strong>rein körperlicher Bewegungsablauf</strong> verstanden wird <strong>(= die &#8220;leere&#8221; Form)</strong> oder <strong>auch die &#8220;inneren&#8221; Vorgänge</strong> erläutert, erklärt und im Trainingsablauf berücksichtigt werden <strong>(= die &#8220;volle&#8221; Form)</strong>.</p>
<p><strong>Ein geeigneter Vergleich wäre:</strong><br />
Es gibt eben genausowenig &#8220;ein Auto&#8221; &#8211; und wenn jemand von &#8220;Fahrzeugen&#8221; spricht, ist es darüber hinaus auch notwendig abzuklären, ob derjenige überhaupt damit &#8220;ein Auto&#8221; gemeint hat!</p>
<h3>Fazit</h3>
<ul>
<li>für den Anfänger: Immer informieren, was und wie gelehrt wird und ob dies einem selbst entspricht!</li>
<li>für den Interessierten: Bitte &#8220;keine Äpfel mit Birnen vergleichen&#8221;, Danke!</li>
</ul>
<p>Im Grunde ist es völlig irrelevant, welche &#8220;Form&#8221;, &#8220;Schule&#8221; oder &#8220;Stil&#8221; jemand für den Anfang wählt &#8211; Hauptsache ist: dass man beginnt! &#8230;und vielleicht dabei nicht vergisst, das jenes Erlernte, bzw. noch zu Erlernende, weder das Nonplusultra und schon gar nicht &#8220;Alles&#8221; darstellt.</p>
<p>Wobei die (auch ursprünglichen) chinesischen Lehrmethoden, welche vor allem auf mimetisches Vermögen (&#8221;Nachmachen&#8221;) eines Schülers ausgelegt sind und daher oft wenig bis gar keine Erklärung(en) liefern, nicht unbedingt dem westlichen Verständnis eines &#8220;Lernens&#8221; zuträglich sind. Auch darauf sollte man achten &#8211; nicht jeder will sich gleich mit taoistischer Philosophie oder (Shaolin-)Buddhismus auseinandersetzen, nur weil er eine neue Bewegungs-Kunst erlernen möchte.</p>
<p>Der Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein bietet hierzu ebenfalls mit seinem Trainingsverständnis und Lehrmethoden eine Alternative:<br />
Ein Übungs-, Entwicklungs-, Betrachtungs- und Bewertungssystem, welches vom Gründer des Vereins im Laufe von nahezu 10 Jahren entwickelt wurde, um traditionelle chinesische Erkenntnisse der inneren Kampfkunst Tai Chi Chuan (bzw. Taijiquan) dem westlichen Menschen als sportliche Betätigung für nahezu jede Altersstufe zugänglich, sowie persönliche Fortschritte dokumentierbar und vergleichbar zu machen.</p>
<p>Mehr zum Tai Chi Gung &#8211; Landessportverein auch auf der Homepage: <a href="http://www.tai-chi-gung.at" target="_blank">www.tai-chi-gung.at</a></p>
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