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Was hat der Beckenboden mit Tai Chi zu tun?

Mittwoch 17. August 2011 von websifu

Kurze Antwort: Auch sehr viel! – Aber betrachten wir diese Thema ruhig genauer.

Die westliche Gesundheitsbranche hat den Beckenboden nun jüngst auch (endlich) für den Mann entdeckt und bietet viele Anleitungen, Bücher und Übungen in unterschiedlichsten Trainingssystemen hierfür an.

Beckenboden körperlich

Rein körperlich gesehen, wird dabei unter “Beckenboden” der sogenannte PC-Muskel (PC steht für “Pubococcygeus”), oder englisch: “Pelvic Floor”, verstanden. Eine Muskelgruppe, die wie eine “Bodenplatte” unter dem Rumpf, die inneren Organe hält.
Manchmal auch mit “Dammbereich” umschrieben.

Beckenboden: Intimzone und Tabu?

Der Beckenboden steht eng im Zusammenhang mit zwei intimen Zonen des Menschen: Den Sexualorganen und den Ausscheidungsorganen.

Jene sind zwar absolut überlebenswichtig, aber weder Männer noch Frauen sprechen gerne darüber.
Denn es geht hierbei einerseits um den Unterleib, eine Intimzone, und andererseits, selbst bei ausgezeichnet trainierten Beckenboden-Muskeln, kann leider niemand damit in der Öffentlichkeit angeben.
Es sind eben keine “sichtbaren” oder auch für andere “fühlbare” Muskeln, wie Bizeps, Po oder Waschbrettbauch, die man herzeigen kann.

Als Intimzone wird diese Körperregion nicht nur verdeckt, sondern oft gleich ganz “vergessen”.
Nur wenn sich die ersten Beschwerden melden – welche auch meist erst über Sekundärprobleme (beispielsweise: Rückenprobleme, Blasenschwäche, verminderte Libido und vermindertes Lustempfinden, …, Prostata- oder Erektionsprobleme, etc.) wahrgenommen werden – kommt Mann oder Frau daran nicht mehr vorbei.

Sinnvoller wäre es eben, sich um den Bereich “Beckenboden” auch schon eher zu kümmern – Dies verhindert oft das (meist selbst auferlegte) Tabu.

Hierzu dienen

Beckenboden Übungen

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Ask a Sifu: Was ist ein eBook?

Mittwoch 10. August 2011 von websifu

Glossareintrag: e-Book
und
Ask a Sifu: Was ist ein eBook?

Streng genommen, hat diese Frage zwar nicht direkt mit Tai Chi (Taiji) zu tun, aber wenn man Fachbegriffe verwendet, dann sollten diese selbstverständlich auch erklärt werden:

Ein eBook (andere Schreibweise auch: e-Book) ist die elektronische Ausgabe eines Buches, welches man mit geeigneter Software am PC oder auch mittels eigener hierfür entwickelter Geräte mit (kleinem) Bildschirm, den sogenannten “eBook Readern”, lesen kann.

Der Begriff “eBook” selbst, kann als einer der vielen “Kunstwörtern” der IT-Welt gesehen werden. Er wurde zusammengesetzt aus der Vorsilbe “e” für “electronic” (dt.: elektronisch) und dem englischen Wort für Buch: “book”.

Anmerkung:
Jener Begriff ist weder ein exakt definierter Standard, noch ist – derzeit – irgendwo genau festgelegt, was unter jene Bezeichnung fällt, oder eben nicht. Anbieter und Produzenten im IT-Bereich verlassen sich oft auch darauf, dass ein von ihnen angebotenes System (”Neuerung”) sich am Markt durchsetzt und somit selbst “einen Standard” schafft. Sprich: Das meistgekaufte/meistverwendete setzt sich schließlich durch.

Es ist eigentlich naheliegend, dass Bücher, welche heutzutage allesamt mittels Computer geschrieben und erstellt werden, nicht mehr – nur – auf dem klassischen Wege via Druck und Papier verbreitet, sondern ebenfalls “gleich elektronisch”, Dank Computer, Speichermedien und Internet, verbreitet und zur Verfügung gestellt werden.

Anmerkung:
Natürlich hat jedes Medium seine eigenen Vor- als auch Nachteile.

Technisch gesehen, sind “eBooks” nichts anderes als Speicherdateien, welche eben den Inhalt eines Buches bergen: Den Text selbst, Bilder und Grafiken, sowie die Formatierung (Schriftart, -größe, Schriftattribute: fett, kursiv, unterstrichen, …, Absätze, den Seitenaufbau – das Layout, etc.).

Damit jene Informationen aber gelesen werden können – und natürlich auch für den Leser so “aussehen” sollen, wie vom Autor/Herausgeber auch erstellt und gewünscht wird, ist es notwendig, das der Aufbau der Speicherdatei (bzw. der “Formatierungsinhalt”) wiederum bestimmten Konventionen folgt, welche sowohl für die Erstellung der Datei (des eBooks) als auch für das Lesen der Datei (das Lesen des eBooks) gleichermaßen gültig sind.

Hierbei spricht man von einem “Format” (der Datei, des eBooks).
Dieses Datei-Format bestimmt letztendlich auch, welche Software zum Lesen notwendig ist (englisch – der sogenannte: “Reader”).

Wie bereits oben schon erwähnt, gibt es keinen “festgeschriebenen” Standard für e-Books und dementsprechend gibt es auch keinen “festgeschriebenen” Standard, mit welchem Dateiformat ein eBook erstellt sein müsste.
Verlage und Herausgeber versuchen selbstverständlich entweder einem “Quasi-Standard” des Marktes zu folgen, um möglichst viele Menschen (Kunden) zu erreichen, oder eben durch geeignete Marketingmaßnahmen und Verkaufszahlen einen (neuen) Standard zu schaffen.

Gängige Dateiformate für eBooks sind heutzutage:

  • PDF, der Firma Adobe (Datei mit Endung “.pdf”)
  • HTML (sprich: Internetseiten – auch offline mit einem Web-browser lesbar)
  • TXT (plain text – ohne jegliche grafische Textformattierung und Komponenten)
  • oder auch im (zwar “herstellerunabhängig” definierten und frei zugänglichen – aber leider ebenfalls oft nicht ohne geeignete [kostenpflichtige oder selbst erstellte] Software produzierbarem) EPUB-Format (Datei mit Endung “.epub”).

Aktuell erhältliche mobile Lesegeräte (mobile “eBook-Reader”) “beherrschen” meist ebenfalls alle o.a. Formate – D.h.: Im Zweifel natürlich immer Nachfragen und technische Beschreibung lesen.

Vorstellen und vergleichen könnte man jene Geräte, die Bedienung und den Ablauf, wie bei der Musik mit den MP3-Playern: Anstelle einer Musik-Datei, welche man dann unterwegs abspielen und hören kann, lädt man sich eine “Dokument-Datei” auf das Gerät und sieht sich jene dann auf dem eingebauten Bildschirm an.

Man “muss” aber nicht: Ebenso wie die Musik auch auf dem PC abgespielt werden kann, können eBooks ebenfalls auch am eigenen Computer gelesen werden.

Zum Lesen am PC benötigt man je nach Format ebenfalls einen entsprechenden “Reader”, wobei ein Webbrowser für HTML schon installiert ist (sonst könnte man gar nicht im Internet surfern – geschweige denn diesen Text eben gerade lesen), TXT auch von (fast) jedem Betriebssystem selbst erkannt wird und PDF-Reader oder EPUB-Reader einfach unter vielen Fundstellen aus dem Internet “runtergeladen” und installiert werden können.

Verlage und große Produzenten sind darüber hinaus – ähnlich wie in der Musik- oder Filmbranche – selbstverständlich bemüht, zusätzlich die produzierten eBooks mit einem Kopierschutz zu versehen. Hierzu wird beispielsweise bei den PDF-Dateien dann das (ergänzte) Format PDF/A verwendet. Dieses schließt dann Adobe DRM (= “Digital Rights Management” der Firma Adobe) mit ein.

Exkurs:
Welches ebenfalls schon seit Jahren für viele Kontroversen sorgt, weil beispielsweise gekaufte eBooks auch von den legalen Erwerbern, nicht einmal selbst von einem Gerät auf ein anderes kopiert werden konnten, und…

Wir vom Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, stellen unsere Dokumente im seit mittlerweile Jahrzehnten bekannten und bewährten PDF-Format (Adobe) zu Verfügung, weil ein entsprechender Reader (Adobe Acrobat Reader) bei sehr vielen Computeranwendern schon vorhanden ist oder jederzeit problemlos – vor allem auch kostenlos – aus dem Internet heruntergeladen werden kann und somit quasi “jederzeit” für “jeden” verfügbar ist.

Die vom Verein verfügbaren Handbücher in elektronischer Form, unsere eBooks, sind ebenfalls im PDF-Format (ohne DRM oder separatem Datei-Kopierschutz), da diese – wie die meisten unserer Schriftstücke im →Download – ohnehin nur unseren Mitgliedern und Förderern zugänglich sind.

Sollte sich im Laufe der Zeit ein (anderer) “Standard” für eBooks herauskristallisieren, dann werden wir natürlich ebenfalls auf diese Entwicklung reagieren und bei Bedarf ein entsprechendes Dateiformat anbieten können.

Nachwort:

Jedes eBook entspricht also einer Datei.
Ob deren Inhalt einem “richtigen” Buch entspricht, entscheidet nicht das Dateiformat, sondern eben nur der Inhalt selbst (Struktur, Umfang, etc.).

Tipps:

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Was ist San-shou?

Samstag 23. Juli 2011 von websifu

Glossareintrag: San shou

Alternative Schreibweise: San-shou (mit Bindestrich)

“San shou” kann am leichtesten mit “Freistilübungen” des Tai Chi (Chuan) übertragen werden.

Hierbei gibt es gegenüber dem →Tui shou (dem “push hands” bzw. auch dem etwaig separat betrachtetem “→Ta Liü“) keine festgelegten Bewegungsabläufe (sprich: “Techniken”) mehr, sondern man hat den Bereich vorgegebener, festgelegter Partnerübungen bereits verlassen und praktiziert nunmehr “freie Bewegungen” im wechselseitigen “Spiel” von Angriff und Abwehr.

Da San shou erst nach erfolgreicher Meisterung des Tui Shou praktiziert wird, stellt es somit auch eine entwicklungsabhängige “Folgestufe” der Partnerübungen dar und bildet eine weitere direkte Verbindung zur Selbstverteidigung bzw. der Kampfkunst des Tai Chi (Chuan).

Wichtig:
Im San shou wird erst dann geübt, wenn zuvor Sicherheit im Tui shou erlangt und der Schüler (hoffentlich ausreichend!) vom “Wahrnehmen der Energie” (”ting →chin[g]“) zum “Verstehen der Energie” (”tung chin[g]“) gelangt ist.

Anmerkung:
Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos wegen der enormen Effektivität des Tai Chi Chuan, wird heutzutage selbst im (wenig zimperlichen) China und Ostasien oft ganz auf San shou verzichtet und die “Übungen eines Kampfeinsatzes” beschränken sich ebenfalls auf “kontrollierte” (kontrollierbare) →Danlian-Übungen im Tui shou.

Denn: Selbst wenn die Schüler von den Lehrern dazu angehalten werden, den Einsatz von →chin zurückzuhalten und das “Entwurzeln” möglichst zu vermeiden, führen (unbeabsichtigte) “Ausrutscher” dennoch immer wieder zu Knochenbrüchen (meist: Nase, Kiefer, Jochbein, bzw. Rippen, etc.) oder schweren inneren Verletzungen, welche keinesfalls den hierbei als absolut minimal(!) zu bezeichnenden Trainingseffekt für Tai Chi Chuan insgesamt rechtfertigen ließen.

Man beachte bitte hierzu auch folgenden -

Exkurs:

In Anlehnung an die Aussagen alter chinesischer Tai Chi – Meister,
ist

  • die Pflege des →Chi,
  • einschließlich der Entwicklung und Meisterung von →chin,
  • also die Pflege des →TAI CHI (sprich: →“Tai Chi Gung”) zwecks körperlicher, seelischer und geistiger Entfaltung,

eine “innere Entwicklung”
(Diese beinhaltet selbstverständlich auch – unabdingbar[!] – “→Kampf” als Teilaspekt des Lebens und der Erfahrung eines Menschen) !

Der Begriff “Kampf-Kunst”, als ein Beitrag zur Lebenskunst umgesetzt mit →“Kung fu”, drückt dies als deutsches Wort ebenfalls sehr gut aus.

Hingegen bedeutet also reines “Kämpfen zu lernen” – auch wenn es ausschließlich darum gehen mag, sich selbst zu verteidigen – der bloße Erwerb von “äußeren”, technischen, Fähigkeiten (d.h. auf Deutsch eben “Kampf-Sport”).

Tipps:

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Was ist mit Ta Liü in Taichi gemeint?

Dienstag 5. Juli 2011 von websifu

Glossareintrag: Ta Liü

Alternative Schreibweisen: Ta Lü, Ta Lu, o.ä.

Wörtliche Bedeutung: “Großes liü” – bezogen auf die Grundtechnik “liü” (”Zurückziehen” – auch: “Zurückrollen”).

Ta Liü, das “Große Ziehen” oder das “Große Zurückrollen” kann als zusammenfassende, technische Beschreibung bei der zwei Partner die →Grundtechniken üben, gesehen werden, …

…wobei nach,

1. vorkommender Definition

… aber im Gegensatz zum →Tui Shou, welches “am Stand” geschieht [Anm.: und dabei erst später Schritte hinzukommen], unter “Ta Liü – Partnerübungen” meist Übungen verstanden werden, welche von Anfang an mit Schritten geübt werden.

Manche →Schulen differenzieren dabei neben “Tui Shou” und “Ta Liü”, manchmal auch noch eine eigene “Ta Liü – Form”, wo zwei Partner längere und kompliziertere Schrittformen – in einer Choreographie eines “Scheinkampfes” – durchlaufen.

Man kann in jenen Schulen “Ta Liü” sozusagen als nächste Stufe der – dort stattfindenden – Partnerübung “Tui Shou” betrachten.

…oder nach

2. vorkommender Definition

…aber im Gegensatz zum Tui Shou – wobei jenes “push hands” eben NUR mit den ersten vier Grundtechniken geübt wird – das Ta Liü nunmehr die restlichen (weiteren) vier Grundtechniken umfasst.
[Anm.: Wobei wiederum beides "ohne Schritte" ("am Platz") oder eben "mit Schritten" umfassen kann!]

Fazit:

Die Bezeichung der Partnerübungen (”push hands”, “Tui Shou”, “Ta Liü”, etc.) ist daher vielmehr auch eine Definitionsangelegenheit der jeweilige Schule, wenn man so möchte – welche dort auch in “mehrere Fortschrittsstufen” mit chinesischen Bezeichnungen (s.o.) unterteilt sein kann!

Der Tai Chi Gung – Landessportverein möchte nicht unnötig verklausulieren und fasst daher alle (oben angeführten) Arten der “Partnerübungen (ohne Zweikampf!)”, schlicht als “Partnerübungen” – oder eben, um auch auf die chinesische Wort(-Mit-)Bedeutung zu verweisen, als “Tui Shou” zusammen.

Tipps:

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Ask a Sifu: Warum ist bei Tai Chi die Beinarbeit so wichtig?

Sonntag 26. Juni 2011 von websifu

Ask a Sifu:
Ähnlich gelagerte Fragen sind:

  • Warum ist bei Tai Chi der Einsatz der Beine wichtig?
  • Warum muss ich als Anfänger meine Beine durch Vorübungen kräftigen?
  • Wieso wird bei euch so viel Wert auf Grundstellungen und Schrittformen gelegt?

bzw.

  • Wie erkenne ich, wann meine Beine ausreichend [Anm.: für Tai Chi (Chuan)] trainiert sind?

Antwort:

Ich werde oben angeführte Fragen hier zusammenfassend beantworten.

Im (klassisch überlieferten) Tai Chi (Chuan) [Taiji Quan] wird immer wieder davon gesprochen, Den ganzen Beitrag lesen »

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