TaiChianer

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Archiv für die 'Ask a Sifu' Kategorie

Ask a Sifu: Warum ist bei Tai Chi die Beinarbeit so wichtig?

Sonntag 26. Juni 2011 von websifu

Ask a Sifu:
Ähnlich gelagerte Fragen sind:

  • Warum ist bei Tai Chi der Einsatz der Beine wichtig?
  • Warum muss ich als Anfänger meine Beine durch Vorübungen kräftigen?
  • Wieso wird bei euch so viel Wert auf Grundstellungen und Schrittformen gelegt?

bzw.

  • Wie erkenne ich, wann meine Beine ausreichend [Anm.: für Tai Chi (Chuan)] trainiert sind?

Antwort:

Ich werde oben angeführte Fragen hier zusammenfassend beantworten.

Im (klassisch überlieferten) Tai Chi (Chuan) [Taiji Quan] wird immer wieder davon gesprochen, Den ganzen Beitrag lesen »

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Tai Chi Physiologie

Montag 13. Juni 2011 von websifu

Glossareintrag: Tai Chi Physiologie
und
Ask a Sifu:
Wie lässt sich das Training von Tai Chi (Taiji) sportphysiologisch beschreiben?
Welches Training ist Tai Chi physiologisch gesehen?

Unser Trainer und Obmann, Gottfried Michael Rinner, definiert dies folgendermaßen:
“Das körperliche Training von Tai Chi (Chuan) entspricht physiologisch einem isotonisch-dynamischen Muskeltraining mit wechselnden Belastungsvektoren, welches hauptsächlich die langsam kontrahierenden, roten Muskelfasern, nutzt und stimuliert.”
[Gottfried Michael Rinner, Salzburg, im Juni 2011].

Zur Erklärung der Begriffe

Physiologie ist grob gesagt die Lehre von den körperlichen Vorgängen im Organismus; … Den ganzen Beitrag lesen »

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Was umfasst der Begriff Grundschule

Dienstag 17. Mai 2011 von websifu

Glossareintrag: Grundschule

Damit die Praxis von Tai Chi Chuan (Taji Quan) ausgeführt werden kann, sind einige grundlegende Kenntnisse erforderlich. In der sogenannten “Grundschule” werden diese vermittelt, angewendet und auch regelmäßig geübt, um jene Grundlagen zu perfektionieren und schließlich in jeder Tai Chi – Übung oder →Form beherrschen zu können.

Die “Grundschule” umfasst also als Gesamtbegriff sowohl alle körperlichen “Techniken” und “Bewegungsarten” (beispielsweise: Haltungen, Stellungen, Schrittformen, etc.), welche sich in nahezu jeder Form wiederfinden lassen, als auch deren beschriebene “Theorie”, welche es im Praktikum von Tai Chi immer(!) zu beachten gilt, die sogenannten “Tai Chi Prinzipien”.

In den regelmäßig stattfindenden →Trainingseinheiten des Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, fällt somit auch das →Danlian in jenen Trainingsabschnitt.

Für Mitglieder und Förderer

zur Grundschule derzeit erhältliche Dokumentationen
(”Anmelden” – Login erforderlich):

Unsere übersichtlichen →Trainingsinfo(s) zu den jeweiligen Einzelthemen, insbesonders

Beziehungsweise entsprechende TI’s mit Erweiterten Infos (”TI_###_ErwInfo…”),
sowie alle gesondert dokumentierten Einzelübungen, welche nicht im Handbuch erläutert sind:

Entsprechendes Videomaterial findet sich in Download-Rubrik: →Trainingsclips

Tipps:

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Was versteht man unter Waffenform?

Montag 9. Mai 2011 von websifu

Glossareintrag: Waffenform
Glossareintrag: Waffentraining

Im Tai Chi (Chuan) werden drei Trainingsarten genannt, in welchen geübt wird:

Die Übungen mit den Waffen sollten gesondert – und in den meisten angebotenen Fällen: Für Fortgeschrittene – gesehen werden.

Das Training erfolgt dabei traditionell mit dem Schwert (Symbol/Metapher: Phönix), dem Säbel (Symbol/Metapher: Tiger) oder dem langen Stock – dem →Langstock (Symbol/Metapher: →Der Drache).

Natürlich existieren hierbei ebenfalls Einzelübungen (Danlian und Solo-Form) als auch Partnerübungen.

Beide Arten der Übung mit Waffen erfordern ein wesentlich höheres Maß an Aufmerksamkeit und Koordinationsfähigkeit vom Praktizierenden. Die Waffenübung stellt eine weitere Herausforderung für den Lernenden dar und bietet damit eine Erweiterung und Vertiefung der Bewegungskunst.

Neben dem (durchaus) kriegerischen Aspekt – oder wer es lieber so sehen mag: dem Selbstverteidigungsaspekt – bietet die Waffenübung beispielsweise die Schulung der Konzentration, Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und mentale Beherrschung, wie dies auch das westliche Sport-Fechten zu leisten vermag. Aber eben unter Tai Chi – Gesichtspunkten (Diese bezeichnet als: “Tai Chi – Prinzipien”).

Mit Waffen Tai Chi (Taiji) zu üben bedeutet, den eigenen Körper um ein Werkzeug zu erweitern und dieses so in die Bewegungsabläufe zu integrieren, dass dieses sozusagen “Bestandteil” der bereits ausgeprägten Sinne (z.B. “ting chin”) und Fähigkeiten (eben der Energiewandlung: “→chin“) wird.
Unabdingbare Voraussetzung dafür sind selbstverständlich die einwandfreie Beherrschung der waffenlosen Einzel- und Partnerübungen. D.h.: Die Kenntnis und Beherrschung der “→Ba Gua (Chang)” – der acht Grundtechniken.

Aus rein sportlicher Sicht, kann das Waffentraining auch “Frischlingen” gefallen und von großem Wert sein, sofern diese genügend Ausdauer aufbringen, die notwendigen Kräftigungs- und Vorbereitungsübungen tatsächlich zu durchlaufen.

Tipps:

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Warum sagt man bei Taiji: Die Kraft eines Holzfällers?

Donnerstag 5. Mai 2011 von websifu

Die Chinesen sagen: “Menschen, die Tai Chi (Chuan) praktizieren, erlangen die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Kraft eines Holzfällers und die Klugheit eines Weisen”.

Antwort:

“Die Kraft eines Holzfällers” ist ein direkter Vergleich, um darzustellen, wie die Physis – sprich: der Körperaufbau – und seine Fähigkeiten (die Kondition und die Muskelkraft) sich im Laufe des Trainings von Tai Chi (Taiji) entwickeln und worin diese dann bestehen.

Dieser Vergleich ist exzellent gewählt und selbstverständlich wortwörtlich(!) zu verstehen.
Jeder(!) der einen Holzfäller (heute sagt man: Holzarbeiter) näher kennt oder selbst schon öfter Holzarbeiten mit der Axt durchgeführt hat (österreichisch: “holz-kliabn woar”), kann nachvollziehen, was mit dieser Aussage gemeint ist.

Aber genau darin liegt die Krux und der Grund für die gestellte Frage.
Es hat gar nichts mit China oder etwaigen Metaphern und Allegorien zu tun, dass diese Aussage – leider – nicht mehr von jedem verstanden wird. Der Grund ist der allgemeine Fortschritt der Menschen und dass heutzutage viele kaum mehr selbst mit der Be- und Verarbeitung von Holz in Berührung kommen. Wer verwendet heute noch Feuerholz zum Kochen in der Küche? (Lieber Fragensteller: Du kommst aus einer Stadt, nicht wahr?)

Damals, als dieser “Spruch” geprägt wurde, um Menschen die Vorteile und den Nutzen von Tai Chi möglichst einfach und prägnant zu erklären, war der Gebrauch von Holz in China nicht viel anders als bei uns. Jeder wusste daher sofort, was einen Holzfäller, also jemanden, der tagtäglich Holzarbeiten mit der Axt(!) im Wald(!) ausführt, diesbezüglich auszeichnet.

“Wir” müssen heute also wie folgt erklären.

Das zeichnet einen Holzfäller aus:

  • seine Kraft, vor allem in Armen und Beinen, sieht man ihm nicht unbedingt gleich an, er wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt stark muskulös (sprich: Keineswegs “aufgepumpt” wie ein Bodybuilder oder “kantig wie ein Kraftprotz”), er ist eher “drahtig” (österr.: “flagsig”) und “zäh”;
  • er ist es gewohnt, stundenlang seine Arbeit stehend auszuführen und ebenfalls stundenlang seine Arme (Oberkörper) – immer mit der gleichen Belastung(!) – zu bewegen;
  • seine Beine sind fest, sein Stand ist absolut sicher (egal auf welchem Untergrund er sich befindet!);
  • sein Tritt ist fest und ebenfalls sicher, kommt er ins Straucheln oder Rutschen, fängt er sich jederzeit ab und findet erneut sein Gleichgewicht sowie erneut sicheren Halt;
  • sein Blick ist ruhig und fest, er behält seine Arbeit im Auge und nimmt dennoch alles in seiner Umgebung wahr;
  • er ist es gewöhnt, dass beispielsweise Äste, Zweige und Blätter unvermittelt in sein Gesicht schlagen wollen und weicht diesen geschickt aus oder wehrt leichteres ab;
  • bei Gefahr kann er (auch Dank dieser “Übung”) blitzschnell reagieren und sich entsprechend bewegen, ohne darüber nachdenken zu müssen;
  • er kennt seinen Körper, seine Kraft und weiss, was er leisten vermag und sich zumuten kann – er weiss auch, wann Pausen, Ruhe oder Rückzug angesagt sind;
  • sein Griff ist falls nötig unglaublich fest und zugleich völlig flexibel sowie im richtigen Moment zugleich locker -
    Dies “lehrte” ihn der tägliche Umgang mit seinem Werkzeug, der Axt: Würde er diese “nur locker” halten, würde sie ihm zum unpassenden Moment aus der Hand gleiten, hielte er sie ständig “so fest wie möglich”, würde jeder Schlag seine Hände und Arme mit dem Rückschlag prellen;

Und genau dies zeichnet auch einen Menschen aus, welcher regelmäßig und kontinuierlich Tai Chi (Chuan) praktiziert.

Jener verwendet “für seine Arbeit” zwar keine Axt, aber um wirklich sämtliche oben angeführten Vorteile/Fähigkeiten “als Holzfäller” – sagen wir ruhig auch: als Tai Chi-Kämpfer – zu erlangen, empfiehlt sich ebenfalls früher oder später die Erweiterung der körperlichen Übungen mit einem Werkzeug: Das sogenannte Waffentraining.

Uns vom Tai Chi Gung – Landessportverein erscheint hierfür der →Langstock, der Gun, als erste Wahl bestens geeignet.

Mitglieder und Förderer
haben mehr in diesem Forum

zum Beispiel:

Tipps:

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