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Kung Fu

Samstag 17. Oktober 2009 von websifu

Glossareintrag: Kung Fu

Alternative Schreibweisen: Gung Fu, Gong Fo, gong foo (amerikanische Lautwandlung)

Kung Fu ist keine Bezeichnung für eine Kampfkunst(form).
Es bezeichnet “das nicht zwanghaft verbissene tägliche Streben nach Perfektion” in einer bestimmten (chinesischen) Kunst oder Lehre (bzw. “Schule”).

Klassisch werden in China fünf Künste benannt:

  1. die Medizin (also TCM, die Traditionelle Chinesische Medizin, mit dessen benannten fünf Säulen: die Akupunktur und Moxibustion, Tuina [manuelle "Eingriffe", wie z.B. Akupressur], Heilkräuter und Mineralstoffe, Ernährungsrichtlinien und die Kunst der Lebensverlängerung “Yangsheng” mit bestimmten Bewegungen, bestimmten Atemtechniken und Konzentrationsübungen – also das Praktizieren von Chi Kung [ auch: Chi Gung, Ch´i kung oder Qi Gong bezeichnet ]),
  2. die Kalligraphie,
  3. die Poesie,
  4. die Malerei und
  5. Tai Chi.

Kung Fu könnte somit als “das tägliche Bemühen um die Meisterschaft/Perfektion in” einer dieser benannten Künste oder einer bestimmten “Kunst” oder “Lehre” umschrieben werden.

Anmerkung: “Kung Fu” allein verwendet, ist deshalb unvollständig, denn es fehlt das “was”, bzw. “worin” die Bemühung besteht.

“Shaolin Kung Fu” bedeutet dementsprechend: “das Streben nach der Meisterschaft in der Kunst der/des Shaolin”
(womit zweifellos die gesamte Lehre einschließlich Lebenspraxis, somit auch religiöse und geistige Praktiken einschließlich Verhaltensweisen sowie -normen und nicht nur die körperliche Übung und Fittness gemeint ist).

Es findet sich daher auch keine (reine) “Kung Fu – Schule”, denn es würde die Bezeichnung fehlen, in welcher Kunst “Gung fu” angestrebt und praktiziert wird.

Der Begriff “Kung fu” kann mit dem in den 80iger-Jahren im Management von Unternehmen bei uns im Westen publik gewordenen Begriff des japanischen “Kai Zen” gleichgesetzt werden. Heute ist dies im Unternehmensbereich unter dem deutschen Begriff “KVP – der Kontinuierliche Verbesserungs-Prozess” bekannt und geläufig. KVP allein hätte ebenfalls keinen Zweck (Verbesserung – wohin, wozu?), stünde nicht der Unternehmenszweck (meist ungenannt) dahinter.

Gottfried Rinner äusserte schon im Jahre 2008 dazu:
“Man könnte sagen: So wie das japanische ´Kai Zen´ (dt. ´KVP´ für ´Kontinuierlicher Verbesserungsprozess´) für die betriebliche Organisation und Wertschöpfung von Unternehmen Bedeutung erlangte, wird ´Kung Fu´ durch Anwendung von ´Tai Chi Gung´ zum ´Prozess´ für die menschliche Entwicklung und zur Pflege von Körper, Geist und Seele werden.”

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 17. Oktober 2009 um 20:09 und abgelegt unter Glossareinträge. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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