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Thema: Aufwärmübungen in Tai Chi Gung

Montag 12. April 2010 von websifu

Glossareintrag: Aufwärmübungen

Alternative Bezeichnungen: Vorbereitungsübungen

Chinesische Meister sagen, man solle die →Form (idealerweise: täglich – lt. neuester Studie bestätigt: mindestens jedoch 3-4 mal die Woche bei min. 20 Minuten Trainingsdauer) möglichst drei mal absolvieren (üben):
- “das erste mal diene dem Aufwärmen
- “das zweite mal ist für die Gesundheit
- “und das dritte mal diene der Perfektion.”

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Dies impliziert also auch, dass ich beim Praktizieren von Tai Chi (Chuan) eigentlich keine – gesonderten – Aufwärmübungen benötige.
Wozu lehren und üben wir also dann Aufwärmübungen?

Ganz einfach:
Diese Aufwärmübungen dienen im Training von Tai Chi Gung verschiedenen Zwecken:

  • zum Aufwärmen (selbstverständlich; wie in jeder anderen Sportart auch), weil eben sehr oft – und gerade für Anfänger – neue Bewegungen und Bewegungsfolgen erst einmal einstudiert und “automatisiert” werden müssen, bevor diese überhaupt angewendet werden können
  • zur Vorbereitung, weil manche Bewegungsabläufe erst – sozusagen “im Einzelnen” – “antrainiert” werden müssen;
    bzw.
  • zur Gewöhnung und Erleichterung,
  • zur Vertiefung der Grundlagen und Verbesserung “der Form” (Körperhaltungen, Atemtechnik, Chi-Fluss);
  • zur Einstimmung bzw. auch Hilfe im Stressabbau (also ein bewusster “Bruch” zum vorangegangenen Tagesgeschehen);
  • sowie als Einzelübungen, welche auch einmal “zwischendurch” in verschiedenen Tagespausen (bei der Arbeit, im Büro, …, an der Bushaltestelle, am Schalter, …, oder bei der Rastpause von der Autofahrt) einfach und “unauffällig” gemacht werden können.

Einige Aufwärmübungen bzw. Vorbereitungsübungen des Tai Chi Gung stammen aus der Praxis von Qi Gong (Chi Gung), bzw. der ursprünglich als Yangsheng (”die Pflege und Erhaltung des Lebens”) bezeichneten Übungsformen.

Andere dienen vorwiegend der “körperlichen Ertüchtigung” (sprich: zum “Muskelaufbau”, für Flexibilität) z.B. beim Stocktraining (Training mit dem →Gun, beim Waffentraining).

Wird jedoch einmal – zumindest – eine Form tatsächlich in mehreren Ebenen beherrscht (siehe dazu auch →Aspekte) und regelmäßig geübt, wären für denjenigen “Aufwärmübungen” überflüssig, weil “die Form” ohnehin “alles” beinhaltet.

Anmerkung: wird eine neue Form, d.h. ein anderer Stil, ein anderer Ablauf, bzw. in Tai Chi Gung eine “höhere Leistungsstufe” oder auch “Waffenform” erlernt, so können wiederum “Aufwärmübungen” äußerst hilfreiche Werkzeuge sein, um seinen Körper und sich selbst entsprechend vorzubereiten, bis man tatsächlich so weit ist, jene (neue) Form zu beherrschen.

Einige bei uns gebräuchliche Aufwärm- und Vorbereitungsübungen:

  • “Tiefenatmung”
  • “Stehen im Wasser”
  • “Wolkenhände” (eigentlich ein →Bild innerhalb verschiedener Formen)
  • “Arme kreisen”
    bzw.
  • “Ziehen und Beugen”, die “Jochübung” oder “Mit beiden Händen wirbeln” (Beispiele beim Langstock-Training)

Hier geht es zum alphabetisch sortierten → Glossar-Index

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 12. April 2010 um 14:49 und abgelegt unter Glossareinträge, Training. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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