Was hat es mit dem ominösen chin (bzw. jing) auf sich?
Mittwoch 13. Januar 2010 von Gottfried
Alternative Schreibweisen: jing, jin, manchmal auch: ching
Vorwort:
Seit Jahrhunderten ist Tai Chi ein bewährtes Rezept für stabile Gesundheit und ein langes Leben. Tai Chi beruht auf chinesischen Erkenntnissen der Gesetze der Natur.
Dabei geht es um innere Ausgeglichenheit, ein tiefes Atmen, die richtige Körperhaltung, um geistige Konzentration und vollkommenes Entspanntsein.
Bevor Sie weiterlesen -
Eine Warnung der Informationsminister:
Tai Chi Gung weckt und harmonisiert das Chi, das von den Chinesen so bezeichnete Kraft- und Energiephänomen in unserem Körper.
Natürliche Körperhaltungen, werden in den Übungen durch entspannende und meditative Bewegungen in langsamem Tempo verbunden. Dies bezeichnet man als →”Form“.
Körperlich gesehen, erlernt man zuerst Grundhaltungen, Positionen und Einzelbewegungen, welche schließlich in einem zusammenhängenden und harmonischen Bewegungsablauf – eben der sogenannten “Form” – ausgeführt werden. Der rein körperliche Aspekt hierbei und die gewissermaßen “mechanische” Ausführung der Bewegungen wird von den Chinesen als “leere Form” bezeichnet, welche es im Anschluss mit Geist und Seele “zu füllen” gilt.
Die ”Form” gilt auch als Einzeltraining (Solo-Übung). Mit Fortschritt der Kenntnisse und Fähigkeiten werden dann die Bewegungsabläufe auch als Partnerübungen absolviert. Hierbei erschließt sich für viele erst der Aspekt der Selbstverteidigung (ohne Angriff!). Es geht darum, ”chin” (in etwa: ‘die wesentliche Energie und innere Kraft’) heranzubilden und einzusetzen, anstelle →”li” (die ”äussere” schwerfällige Kraft; die Muskel- oder Schwungkraft) einzusetzen.
Daher auch: ”die innere Kampfkunst”.
Die mit der Praxis der Einzelübung sich langsam steigernde “erhöhte bzw. erweiterte Aufmerksamkeit”, welche “ting chin”, “die hörende Energie” , genannt wird, findet ebenfalls seine Erweiterung durch Einbeziehung eines Gegenübers. Hier können dann auch die Fähigkeiten “tung chin” (= “verstehende Energie”) und “peng chin” (= “abwehrende Energie”) ausgebildet werden.
Bedeutung:
chin umfasst also sozusagen als “Sammelbegriff” die “innere Kräfte”, welche herangebildet und (auch “äusserlich”) eingesetzt werden können.
In der Tai Chi Literatur finden sich verschiedene Arten (Ausprägungen) von “chin”, welche unterschieden werden, z.B.:
- ting chin – “die hörende Energie”
- tung chin – “die verstehende Energie”
- peng chin – “die abwehrende Energie”
oder
- ting jing – “die Energie des Gegners hören”
- tung jing – “die Energie des Gegners verstehen”
- peng jing – “die Energie des Gegners abwehren”
manchesmal erfährt man auch von “haftender” oder “klebender” Energie usw. – die Erklärung und Interpretation liegt meist bei den verschiedenen Schulen oder der entstandenen Stilrichtung – ebenso bei fachspezifischer Spitzfindigkeit ob es jetzt Tai Chi oder →Qi Gong wäre, welche aber für die Praxis keinerlei Bedeutung zeigen.
Für manchen mögen diese “Kräfte” wie Magie oder Phantasterei erscheinen – besser: verschweigen, oder?
Wer jedoch einmal die Gelegenheit hatte, beispielsweise “live” an einer Shaolin-Bühnenpräsentation teilzunehmen, kann sich selbst (auch bei uns im Westen) einen Eindruck davon verschaffen, was alles möglich ist – und dies erreicht man nicht durch reines körperliches Training, oder indem man jahrelang mit dem Kopf gegen Betonwände rennt, damit der Schädel “härter” wird.
(Anm.: Das wären z.B. jene gerne öffentlich postulierten “Trainingsmethoden”, an welche der Autor “nicht glaubt” – Frage: Wie käme denn ein 6jähriger Adept der Shaolin dazu? – Mit drei Jahren beginnt er “Kopf gegen die Wand rennen” zwecks “Härtung” der Schädelknochen aufgrund “Mikro(faser)rissen” und “Ausheilung mit Knochenverdichtung”? Schon klar! – Aber bitte, wer’s braucht, Viel Spaß! Denn schon Albert Einstein meinte: “Es gibt keine vernünftigere Erziehung, als Vorbild zu sein, wenn es nicht anders geht, ein abschreckendes.”).
Wer sich hingegen für Alternativen (oder “die Wahrheit”) interessiert und mehr wissen möchte:
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Fortgeschrittene – Das Geheimnis von Yi-Chi-chin
eine 17 DIN-A4-Seiten umfassende Beschreibung runterladen können.
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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 13. Januar 2010 um 15:34 und abgelegt unter Geschichte & Hintergrund, Glossareinträge. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.



