Mit „pendeln“ wird ein Bewegungsvorgang in TCG (Tai Chi Gung) bezeichnet, in dem eine (volle) Gewichtsverlagerung – mit gleichzeitiger „Hüft-Rumpf-Oberkörper-Bewegung“ – ausgeführt wird, ohne dabei einen Schritt zu machen. In der Regel wird dabei der Standort der Füße nicht verändert, die Füße bleiben dort, wo sie aufgesetzt sind.
Anm.: Nicht zu verwechseln mit dem „Pendelgang“ (siehe Grundschule).
Das →Dan Tien, der Körperschwerpunkt, wird verlagert – der Oberkörper „pendelt“, daher die Bezeichnung.
Die Blickrichtung bleibt dabei die gleiche, wie zuvor.
Im Formenablauf sprechen wir dabei manchmal auch von „Zurückpendeln“, wenn das Gewicht entgegen der Blickrichtung auf das hintere Bein verlagert wird und von „Vorpendeln“, wenn das Gewicht wieder auf das vordere Bein verlagert wird.
Das erste Pendeln erlernt man im →Bild „Den Vogelschwanz fassen“ beim „Stoßen“ („an“):
Manchmal (je nach →Form ab 37er bzw. 48er) wird dabei auch gelehrt, dass beim „Zurückpendeln“ die Zehenspitzen des vorderen Fußes angehoben werden und beim erneuten „Vorpendeln“, der Fuß wieder ganz aufgesetzt wird.
Dies erleichtert dem Lernenden diesen Vorgang des Pendelns auszuführen, macht die Gewichtsverlagerung noch besser sichtbar und hilft beim Einprägen des Formenablaufs.
Ob dies dort immer gemacht wird, ist für das →Bild meistens ohne Bedeutung (…und wird bei der Bewertung in einer Leistungsprüfung dann nicht berücksichtigt!), das Anheben der Zehen ist nur ein Hilfsmittel.
Zu Beachten:
Anders sieht es jedoch aus, wenn wir hierbei den →Kampfkunstaspekt betrachten: Jede „Ankündigung“ einer Bewegung „warnt“ den Gegner! Ein Anheben der Fußspitze „zeigt“ eben die Gewichtsverteilung an – dies kann sowohl Vor- als auch Nachteil werden! (sprich: „Täuschung“ der Bewegungsrichtung oder eben „Vorankündigung“ – je nachdem, was daraus folgt).
Tipps:
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