Monatliches Archiv:März 2011

Die Bedeutung des Gelben Kaisers

Glossareintrag: Der Gelbe Kaiser

Beschäftigt sich der westliche Mensch mit chinesischen Überlieferungen, egal ob Medizin, Gesundheit, Wissenschaft, Geschichte allgemein, Kampfkünste oder Kultur, so trifft dieser unweigerlich auch auf eine legendäre chinesische Sagengestalt mit Namen „ Huang-Di„, der so genannte „Gelbe Kaiser“.

Der „Gelbe Kaiser“ („Huang-Di“, manchmal auch: „Huang Ti“) soll in der Zeit von ca. 2696 – 2598 vor Christus in China regiert haben. Also vor nahezu fünftausend(!) Jahren, für ca. 99 Jahre lang.
Die Legende berichtet unter anderem, dass er Krieger und Eroberer, Richter und Weiser, Herr des Weltenberges „Kunlun“ (eine chinesische Gebirgskette mit 7000m hohen Bergen) sowie Herrscher der Erdmitte war. Ebenfalls erfährt man hieraus, dass ihn seine Mutter von Blitzen des Nachthimmel empfing und ihn erst nach einer Schwangerschaft mit Dauer von 20 Jahren zur Welt brachte, wobei er unmittelbar nach der Geburt sofort zu sprechen imstande war.

Alle diese Begebenheiten, sowie sämtliche Erkenntnisse, zitierte Aussagen und Gespräche, welchen in China jenem legendären Kaiser zugesprochen werden, fanden vor vielen, vielen Jahrhunderten, also vor nahezu 5000 Jahren statt.

Das moderne →Qi Gong, welches seinen Ursprung (den Namen sowie Übungssystem) einem chinesischen Arzt in den 1950-iger Jahren verdankt, bezieht sich ebenso, wie dessen gesundheitlichen Beschreibungen und Hintergründe: die →TCM (die Traditionelle Chinesische Medizin), auf den „Gelben Kaiser“.
Als legendäres Standardwerk der TCM gilt ein 81 Abhandlungen umfassendes Werk in zwei Büchern (Titel: „Su Wen“ und „Ling Shu“), welches zusammengefasst „Huang-Di Nei-jing“ („Die Medizin des Gelben Kaisers“) genannt wird. Wie der Name schon ausdrückt, wird dies ebenfalls dem legendären „Gelben Kaiser“ zugeschrieben, auch wenn es wahrscheinlich erst um 200 vor Christus entstanden ist und verschiedenste Autoren daran beteiligt waren. Es enthält – so könnte man sagen – das zeitgenössische Wissen der TCM, bzw. eben die Grundlagen des (modernen) Qi Gong (u.a.: die fünf Wandlungsphasen – die Theorie der fünf „Elemente“: „wu xing“ / „wu hsing“; die Energieflüsse und Punkte des Chi/Qi, die Bedeutungen und Wirkungen der fünf Behandlungsmethoden sowie der „Funktionskreise“, etc.).

Die tatsächliche Entstehung der „Su Wen“ und „Ling Shu“ liegt also, wie vieles Überlieferte aus dem China vergangener Jahrhunderte, im Dunkel der Vergangenheit und der Ursprung läßt sich oft nicht mehr genau zuordnen oder gar datieren.

Ebenso wie bei der Entstehung von Tai Chi Chuan (Taiji Quan) kann dann mit absoluter Gewissheit nur mehr gesagt werden: „Es ist viele Jahrhunderte alt und wurde Dank chinesischer Tradition in die heutige Zeit überliefert.“ !

Meistens – so entstand jedenfalls bei uns der Eindruck – sagen die Chinesen in genau solchen Fällen gegenüber einem Ausländer eben einfach: „Dies hat der Gelbe Kaiser gesagt / getan / gemacht / veranlasst“!

Dies bedeutet dann „übersetzt“ soviel wie: Es ist uralt, man weiß nicht mehr genau wer dies publiziert/veröffentlicht/gemacht hat – jedenfalls war jener Urheber ein großer und bedeutender Chinese in der Vergangenheit“.

Mit Augenzwinkern

Wer weiß schon, was die Chinesen in Tausend Jahren im Westen über die Entstehung Chinesischer Automobile erzählen werden?

Vielleicht wird eine Antwort auf entsprechende Frage lauten:
„Natürlich war der Begründer der chinesischen Automobilbaukunst der legendäre ‚Au – Di‘ (… oder: „der Gelbe Fao-Wei“, oder: „der Bai’M-Wei von den blauweißen Bergen im Westen“ oder auch: „Mea-tse-tes“ aus der Ebene von Xin-Del-Fingen“)?

Möglicherweise behält man aber auch die gleiche Tradition bei und antwortet dann ebenfalls einfach: „Man weiß es nicht mehr so genau, aber diese Entwicklung wird ebenfalls dem Gelben Kaiser zugeschrieben, denn…(es folgt Spruch/Zitat/Weisheit/Anekdote)“.
😉

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Taiji-Kurs: 5-Bilder-Form Intensiv-Wochenende (5BFW) in Salzburg

Intensivausbildung

zum Wochenende in KW 13, Samstag 2. April und Sonntag 3. April 2011, bietet der Tai Chi Gung – Landessportverein heuer erstmals einen Intensivlehrgang zum Erlernen der Anfänger-Form in Tai Chi Gung.

Die „5-Bilder-Form“ ist bewusst für den Einstieg gewählt: Diese beinhaltet alle „Kernpunkte“ einer sogenannten Solo-Form in Tai Chi Chuan (andere Schreibweise: „Taiji Quan“ – beides gesprochen „tai_tschi_tschuan“.

Dieser vollständige Übungsablauf benötigt nur eine(!) „Schritt-Technik“ – also wenig Platz und kann daher in jedem Wohnzimmer zu Hause geübt werden, enthält dennoch die ersten vier „Grundtechniken“ des „Ba Gua (Chang)“ und erlaubt mit 51 Bewegungsfolgen ein leichtes „Merken“.

Nach Beherrschung des körperlichen Ablaufes kann diese Form umgehend mit dem Atemaspekt (yinyang-Form) sowie dem Imaginationsaspekt perfektioniert werden.

Jeder Absolvent dieses Intensivwochenendes kann im Anschluss durch selbstständig zu Hause weitergeführte Übung mit diesen – nur(!) – fünf Bildern, innerhalb weniger Wochen von einer „leeren“ zur „vollen“ Form gelangen!
Mit den Kenntnissen aus dem Intensivlehrgang und den darauffolgenden Erfahrungen steht jedem Absolventen „die Welt des Tai Chi Chuan“ offen und sie oder er kann sich an weitere, komplexere, bzw. „andere“ Formen wagen.

Unser Tipp:

Auch als „Praxiswochenende mit Trainer“ zur Krönung des von uns angebotenen Fernlehrganges im Internet sehr empfehlenswert!

Dauer:

Intensiv-WE, 7 Std,
Samstag 15:00 – 18:00 sowie
Sonntag 10:00 – 12:00 und 13:00 – 15:00 Uhr

Kenntnisvoraussetzung: keine
Unsere Empfehlung: Für Anfänger ist dieser Lehrgang ideal in Kombination mit/nach den Kursen TCAM und TCGS zur Festigung der Praxis.

Preis: EUR 112,- / Person
(Fördermitglieder zahlen die Hälfte!)

Weitere Teilnahmemöglichkeiten an diesem Lehrgang in diesem Jahr:

  • KW 17 (Samstag, 30. April und Sonntag, 1. Mai 2011 – gleiche Uhrzeiten), oder
  • KW 35 (Samstag, 3. September und Sonntag, 5. September 2011 – ebenfalls zu gleichen Tageszeiten)

jeweils in Salzburg-Stadt, bzw. Umgebung.

Weitere Informationen finden sich im aktuellen Kurskalender des Vereins.

[Anmerkung: Etwaige angeführte Fachbegriffe erklärt der Glossar – einfach obige (blaue) Links anwählen!]

Frühlingserwachen mit Tai Chi – Kursangebote 2011

Die Natur beginnt einen neuen Zyklus. In Tälern und tieferen Lagen zeigt sich schon erstes Grün, die Sonne wärmt länger den Boden – alles bereitet sich auf Wachsen, Gedeihen und Weiterentwicklung vor. Tiere und Pflanzen streben nach Aktivität und Bewegung.

Ein idealer Zeitpunkt für den Menschen, ebenfalls etwas Neues zu beginnen, sowie Aktivitäten aufzunehmen und den persönlichen Fortschritt voranzutreiben.

Wir folgen ebenfalls diesem Zyklus der Natur:

Der aktuelle Kurskalender 2011 des Tai Chi Gung – Landessportverein liegt vor!

Zusätzlich zum laufenden Training für Mitglieder in Salzburg, bieten wir dieses Jahr von März bis Oktober neun(!) unterschiedliche und separate Lehrgänge zum Erlernen und Vertiefen von Tai Chi (Taiji) für Interessierte an.

Kurskalender_2011_prw
Jetzt Kurskalender 2011 downloaden!

Tai Chi Gung – Ein erstaunliches Bewegungssystem

Die Entstehung von Tai Chi (manchmal auch „Taiji“ geschrieben, beides gesprochen: „tai_tschi“) liegt mehrere Jahrhunderte in chinesischer Vergangenheit. Über den Ursprung ranken sich viele Legenden, welche bevorzugt wird, hängt meist vom jeweiligen (Familien-)→Stil bzw. auch dem Autor der Veröffentlichung ab.

Die Chinesen sagen: „Menschen, die Tai Chi praktizieren, erlangen die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Kraft eines Holzfällers und die Klugheit eines Weisen“.

Diese Bewegungskunst wird jetzt als Königsweg einer ganzheitlichen Sportart, mit „→TAI CHI GUNG (i.e. „Die Pflege des Tai Chi“), unabhängig von chinesischer Familientradition, dem westlichen Menschen neu zugänglich gemacht.

Tai Chi Gung ist ein erstaunliches Bewegungssystem:

  • nach 3-4 Wochen regelmäßiger Übung (d.h. 3 x wöchentlich 20-40 Minuten ausreichend), machen sich schon erste (neue) körperliche Erfahrungen im Alltag bemerkbar (z.B.: Reaktionsvermögen gesteigert, Atmung ruhig, Haltung entspannter, usw.)
  • es werden vorwiegend die „langsamen“ Muskeln trainiert, wodurch es zur allgemeinen Kräftigung und Ausdauersteigerung kommt
  • das Lungenvolumen und die Atemkapazität steigert sich – Man fühlt sich wohl!
  • Verspannungen lösen sich; ein neues Körpergefühl lässt Ver- und Anspannungen erkennen und ermöglicht, diese auch bewusst zu lösen
  • die Übungen strengen gerade am Anfang zwar enorm an, aber interessanterweise gerät man dabei niemals außer Atem (Kein Seitenstechen oder Atemlosigkeit)
  • es ist immer der ganze Körper im Einsatz – nicht nur Teile (Muskelgruppen) davon
  • der Geist wird klar und Emotionen beruhigen sich

Und: Nichts ist dabei so, wie es scheint.

Gerade das, was von Außenstehenden (Zusehern) oft als leicht empfunden wird, ist meist schwer – Was jedoch als kompliziert und schwierig anmutet, ist hingegen meist sehr einfach auszuführen.

Persönlich informieren können sich Interessenten diesen Mittwoch auch in Salzburg:

Am 16. März 2011 – von 20:00-21:30 Uhr – findet im ASKÖ-Breitensportzentrum, Parscherstr. 4., 5023 Salzburg-Gnigl (in der sogenannten Dojo-Halle),

ein Tai Chi – Einführungsabend mit Vortrag und Präsentation – kein Training(!) – statt.

Eintritt ist kostenlos.

Mehr unter: http://www.taichianer.at/tai-chi-gung-infoabend-am-16-marz-2011-in-salzburg/