TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Archiv für Februar, 2012

Trainingsinfo Prinzipien

Sonntag 26. Februar 2012 von websifu

Die fünfte Trainingsinfo

stellt eine Übersicht fünf leicht zu merkender Prinzipien des Tai Chi Gung dar.

Wie schon im Glossareintrag →Tai Chi Prinzipien ausführlich erläutert, sind jene vom Tai Chi Gung – Landessportverein mit Sitz in Salzburg formulierten “Prinzipien des Tai Chi Gung” einfach als Grundlage für einen Anfänger und Einsteiger gedacht.

Wichtig:

Dies bedeutet keineswegs, dass Fortgeschrittene jene Auflistung von Prinzipien igorieren könnten, sondern einfach nur, dass jene von uns für Taichianer als jederzeit zu beherrschende “Erstausstattung” angesehen werden.

Die fünf “Prinzipien des Tai Chi Gung” können daher als theoretische Mindestkenntnisse betrachtet werden, welche im Grunde jeder Tai Chi – Trainierende in- und auswendig beherrschen sollte.

Sie beschreiben, wie Tai Chi – Übungen grundsätzlich auszuführen sind – egal, welche Übungsform (→Aufwärmen, Einzelübung, →Danlian, →Solo-Form [Handform oder Waffenform], …, →Tui Shou) gerade geübt wird.

Die 5 Prinzipien des Tai Chi Gung beschreiben ebenfalls den prinzipiellen Unterschied zu jeder anderen bekannten körperlichen Betätigung und Übungsform (daher auch: Prinzipien).

Aus genau diesen Gründen sind jene ausformulierten Prinzipien auch ein Bestandteil der →Grundschule!

Tai Chi (Chuan) beinhaltet selbstverständlich viel viel mehr.
Siehe dazu auch die Begriffserklärungen (Glossareinträge): →Tai Chi Prinzipien und →Aspekte.

Manches erschließt sich einem Adepten erst im Praktikum vieler Jahre – manches von Beginn an. Dazu tragen auch die von uns definierten fünf Prinzipien bei.

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_005_Grundsschule_5Prinzipien.pdf

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Trainingsinfo Bauchatmung

Mittwoch 22. Februar 2012 von websifu

Die vierte Trainingsinfo

beschäftigt sich mit dem korrekt ausgeführten Atmungsvorgang.

Die natürliche Bauchatmung ist neben der korrekten Körperhaltung ein weiterer essentieller Faktor von Tai Chi Chuan (bzw. “Taiji →Quan” nach →Pinyin).

Die “natürliche Bauchatmung” in Tai Chi

bedeutet ganz einfach: Wieder genauso zu atmen, wie wir Menschen dies von Geburt an beherrschen und als Kleinkinder noch konnten, bevor viele von uns sich dies im Laufe der Zeit, teils durch gesellschaftliche Zwänge, wieder “abgewöhnt” haben.

Für manche mag dies zu banal erscheinen, aber bedauerlicherweise ist dies eben nicht so. Wer sich mit dieser Problematik ein wenig beschäftigt, beobachtet und vergleicht, wird fast dazu geneigt sein, festzustellen, dass unsere moderene Gesellschaft an falscher – weil eben “unnatürlicher” – Atmung krankt.

Allein schon der →Atemaspekt von Tai Chi kann dazu beitragen, die Vitalität eines Menschen zu steigern, vorherrschende Gemütszustände zu beeinflussen und zu steuern, sowie das Herz-Kreislaufsystem positiv anzuregen.

Schon vor Jahrhunderten erkannten die Chinesen, dass der Atemvorgang ursächlich mit der Aufnahme von →Chi (Qi) verbunden ist und sich dessen Nutzung – auch in der Kampfkunst – ausschließlich aus “natürlich tiefer Bauchatmung” ergibt.

Für den Tai Chi Gung – Landessportverein zählen daher die Kenntnis der Funktionsweise, die Unterscheidung der Atemvorgänge (”gesellschaftliche Norm” und “natürliche Bauchatmung”), die Auswirkungen unterschiedlicher Atmung auf den Menschen, sowie die Beherrschung der “natürlich tiefen Zwerchfellatmung”, zur →Grundschule des Tai Chi Gung.

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_004_Grundsschule_Atmung.pdf

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Atemaspekt

Sonntag 19. Februar 2012 von websifu

Glossareintrag: Atemaspekt

Der Atmungsvorgang – vor allem die Beherrschung der “natürlich tiefen Bauchatmung” – gilt für uns vom Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg, als einer der wesentlichen Faktoren des Praktikums des Tai Chi (Chuan) und daher als bedeutender →Aspekt.

Es gilt:
Ohne “natürlich tiefe Bauchatmung” ist kein Tai Chi möglich!

Wer sich nur ein klein wenig intensiver mit physiologischen und auch psychologischen Auswirkungen einer häufig – besser noch: ständig(!) – ausgeführten natürlich tiefen Zwerchfellatmung auseinandersetzt, erkennt sehr rasch, dass innere Ausgeglichenheit und Ruhe, sowie wahre Vitalität, Gesundheit, Kraft und Stärke immer(!) auch abhängig von der Art und Weise des Atemvorganges sind.

Die Atmung beeinflusst ALLE Lebensvorgänge des Menschen – allein schon deshalb gilt dieser selbstverständlich auch ein Betrachtungswinkel im Training und Praktikum von Tai Chi.

Als Meisterschaft gilt dabei die Beherrschung der yin-yang-Form bei Ausübung der →Formen.

Schon vor Jahrhunderten erkannten auch die Chinesen, dass die Atmung des Menschen ursächlich mit der Aufnahme und Verteilung des →Chi im menschlichen Körper verbunden ist.

Exkurs:
Im indischen Yoga kann das sogenannte “Prana” (= Lebenskraft; chinesisch eben: Chi oder Qi) über die Atmung der Lunge [...und der Haut!] in den Körper aufgenommen werden. Widmet man sich im Yoga genau jenem Aspekt, so lassen sich jene Übungen unter dem Sammelbegriff “Prana-yama” finden. Auch hierbei finden sich spezielle “Asanas” (Körperstellungen), welche die Aufnahme und Verteilung des Prana (eben des Chi oder Qi) stärken.
Anmerkung: Man könnte fast sagen, dass das Pranayama der Inder ungefähr dem Chi Kung (bzw. in moderner, abgewandelter Form: dem →Qi Gong) in China entspricht.

Es ist der Aspekt der Atmung, welcher die “äußeren Techniken” – also alle körperlich angewendeten Stellungen, →Grundtechniken, Abläufe oder Bewegungen – gemeinsam mit dem →Imaginationsaspekt zum →Meditationsaspekt werden lässt und damit erst die Übungen des Tai Chi, zur Beherrschung der “inneren Kampfkunst” führt.

Dem interessierten Mitglied offenbaren sich diese Zusammenhänge im Handbuch: “Das Geheimnis von Yi – Chi – chin”.

Nur für Mitglieder

Für unsere registrierten Mitglieder und Förderer ist die aktualisierte Fassung von “Das Geheimnis von Yi-Chi-chin” als e-Book (54 DIN-A4-Seiten im praktischen PDF-Format) im Download abrufbar. Zu finden im →Downloadbereich unter →Fortgeschrittene.

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Trainingsinfo Körperhaltung

Montag 13. Februar 2012 von websifu

Die dritte Trainingsinfo

widmet sich der korrekten Körperhaltung in Tai Chi. Diese ist eine wesentliche Voraussetzung, um Tai Chi “überhaupt” – oder: “richtig” – praktizieren zu können.

Die “korrekte Körperhaltung” in Tai Chi

umfasst nicht nur den korrekten Stand, welcher von Anfängern meist (nur) im Stehen geübt wird, sondern beinhaltet neben der Einbeziehung aller Extremitäten (von Kopf – bis Fuß), natürlich auch die Atmungsorgane, sowie die mentale Einstellung (wir sagen: Die →Imagination) in der Bewegung.

Gerade auch diesem Bereich bei der Ausübung von Tai Chi wird in viel zu vielen Lehrgängen nur Anfangs (meist da auch nur einleitend) die Aufmerksamkeit geschenkt, um sich möglichst rasch “Techniken”, Bewegungsabläufen und “Figuren” zuzuwenden – und sich dabei zu verlieren.

“Gutes Tai Chi” erfährt nur, wer die Grundlagen ständig wiederholt und ausdauerend übt, auch wenn er/sie der Meinung wäre, längst alles “zu kennen”.

Diese Trainingsinfo stellt zusammengefasst auf zwei DIN-A4-Seiten, alle wesentlichen Punkte der “korrekten Körperhaltung” in Tai Chi dar und liefert gleichzeitig eine Erklärung dazu, wie sich eine “innere Haltung” in der “äußeren (Körper-)Haltung” wiederfindet.

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_003_Grundschule_Koerperhaltung.pdf

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Chen Wangtin

Mittwoch 8. Februar 2012 von websifu

Glossareintrag: Chen Wangtin

Trotz aller Animositäten untereinander und der Rivalität der Vertreter der →Familien-Stile des Tai Chi Chuan (Taiji Quan), scheint bei diesen Einigkeit – zumindest Akzeptanz – darüber zu herrschen, dass der erste zuverlässige Bericht über die Entstehung des “heutigen Tai Chi” auf die Familie →Chen zurückgeht und als Begründer hierfür der Ahnherr Chen Wangtin gilt.

Manchmal wird sein Name auch “Chen Wantin” geschrieben. Von Vertretern des →Yang-Stils – wird er meist auch gerne mit Ch’en Chang-Hsing benannt.

Anm.: “Ein Schelm, wer Schlimmes dabei denkt” – Aber zumindest im Westen kommt dabei niemand so schnell auf die Idee, dass es sich hierbei um “Wangtin” der Familie “Chen” handeln könnte, oder? ;-)

Chen Wangtin lebte im 17. Jahrhundert unserer Zeitrechnung (1771 – 1853) und entwarf des erste anerkannte Tai Chi – System (sprich: Anerkannt von aktuellen Vertretern der Familienstile, siehe oben – bzw. der chinesischen Regierung im vergangenen Jahrhundert – s.d. auch: →Pekingform).

Sein Tai Chi System soll entstanden sein, indem er verschiedene Abläufe der Shaolin-Kampfkunst, Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz: →TCM) und (Atem-)Übungen des Ch’i Kung (modern: →Qi Gong) zu einer Disziplin zusammenfasste.

Er lebte in dem heute hierfür berühmten Dorf Chenjiagou (abgeleitet von der Familie “Chen”), welches in der chinesischen Provinz Henan liegt.

Exkurs:

Die Vertreter des →Wudang-Kung-Fu, d.h.: des Wudang – Tai Chi(!), sehen die Begründung und die Entstehung des Tai Chi Chuan in der Legende von →Chang San-Feng (Pinyin: Zhang Sanfeng).

Zum einen sieht man dort in den Vertretern des Shaolin die “äußeren Kampfkünste” verwirklicht, zum anderen finden Wudang und dessen Repräsentanten erst wieder seit ungefähr Mitte der 80iger Jahre “offizielles Gehör” von Seiten der chinesischen Regierung. Womit auch erklärt wäre, dass es “davor” nichts gab (zumindest nicht nach außen hin).

Nachtrag zur Rivalität:
Und wer sagt da noch, dass nicht alle Männer gleich wären? – Bei uns heißt es: “Mein Haus, meine Frau, mein Auto…” – In China gilt: “Meine Familie, mein Meister, mein Kung-Fu/mein Stil…”“…ist besser als…”
*seufz*
Zwei Denkanstöße dazu:
Wie wäre stattdessen mit: “Mein Stil ist anders”? -
Oder: “Mein Stil passt zu mir”?

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