TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Archiv für Januar, 2010

Was bedeutet “gung” ?

Donnerstag 21. Januar 2010 von websifu

Glossareintrag: Gung

Alternative Schreibweisen: Gong oder Kung

Als “Übertragung” chinesischer Schriftzeichen in lateinische Buchstaben – neben sozusagen: “anerkannter” Übertragungssysteme wie z.B. das →Wade-Giles-System oder das → Pinyin-System – findet man dieses Wort unter anderem:

  • in unserem Vereinsnamen “Tai Chi Gung – Landessportverein”
  • in “→Qi Gong” oder “Chi Kung”
  • in “→Kung Fu” (bzw. auch im Amerikanisch-Englischen: “Gung Foo”)

Die Bedeutung des Wortes “Gung” (bzw. “Kung”)

lässt sich am einfachsten übersetzen mit: “sich bemühen um” – also ein Verb, eine Tätigkeit. Gebräuchlich auch wie in: “sich kümmern um”.

Daraus ergibt sich:

  • “Tai Chi Gung” bedeutet: “Sich um ‘Tai Chi’ bemühen” (bezogen auf die Körperkunst) bzw. “Sich um ‘→TAI CHI‘ bemühen” (Berücksichtigung des kosmologisch/philosophischen Begriffs)

Exkurs: beabsichtigt hierbei auch die dreifache Bedeutung -
wie: (TAI CHI)(Gung) – (Tai)(Chi Gung) – sowie (Tai) (→Chi) (Gung)]

  • “Qi Gong” bzw. “Ch’i Kung” oder “Chi Kung” bedeutet:
    “sich um das Qi/Chi bemühen”

und

  • “Kung Fu” (bzw. “Gong fu” oder “Gung Foo”) bedeutet:
    “sich täglich, ohne Verbissenheit und Zwang ["Fu"] bemühen um” -
    bzw.: “sich ständig (Tag und Nacht) aber OHNE (schädliche) Obsession bemühen um”.

Anmerkung:

Wodurch ersichtlich wird, dass “Kung Fu” als Begriff alleinig nicht zur Anwendung kommt, da es sich um ein Verb/Adverb/Adjektiv handelt und alleinstehend somit keinerlei Auskunft gibt, um WAS man sich bemüht.

Beispiele für korrekte Anwendung wären: “Shaolin Kung Fu”, “Wudang Kung Fu”, etc.
Für ersteren Begriff in etwa: “Sich täglich und ohne Zwang oder Verbissenheit bemühen, der Lehre der Shaolin zu folgen”

Exkurs:
Damit ist “aller Lehre” gemeint – nicht nur der Teil der Körperkunstformen!
Womit sich auch erklärt, dass die “Überraschung” oder auch “Enttäuschung” vieler aus dem Westen angereister Adepten der Shaolin-Schulen darin besteht, dass dort überwiegend Meditation, Gebet und Askese gelebt und gelehrt wird und “die Kampfkunst” nur einen (Bruch-?) Teil ausmacht.

Unser Tipp, bevor man sich in das Abenteuer in der weiten Ferne stürzt: Auch darüber Nachdenken, WARUM man diese als MÖNCHE bezeichnet!

Im Chinesischen kann “kung fu” bzw. “gong fu” auch völlig losgelöst von Kampfkünsten verwendet werden.

Es bezeichnet hierbei genau die Tätigkeit und beschreibt “den Weg”, welchen man in einer bestimmten chinesischen Kunstform (das Chinesische Altertum nennt fünf Künste: die Medizin [also TCM, die Traditionelle Chinesische Medizin], die Kalligraphie, die Poesie, die Malerei und Tai Chi Chuan) oder bei der Aneignung von Fertigkeiten beschreitet (”Der Weg zur Meisterschaft in der Kunst des …”).

…mehr unter Glossareintrag: →Kung Fu

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Tai Chi Gung – Training mit dem Langstock

Dienstag 19. Januar 2010 von websifu

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Dieses Jahr bietet der Tai Chi Gung – Landessportverein zusätzlich das Training mit dem Langstock an
(Aktuell als zweiten Termin am Mittwoch-Abend in der Halle in Gnigl →Waffentraining_Sbg_1Q_2010.pdf).

Im Training mit dem Langstock (chinesisch: →Gun) erhält ein Adept des Tai Chi Gung den besten Zugang zu den traditionellen chinesischen Langwaffenübungen.

Der Langstock ist eines der besten Übungsgeräte zur Entwicklung von Kraft und Geschicklichkeit – man könnte fast sagen: als ideale Ergänzung zur waffenlosen Tai Chi (Gung) – Form, DAS Zusatztraining für Oberkörper und Arme.

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Was hat es mit dem ominösen chin (bzw. jing) auf sich?

Mittwoch 13. Januar 2010 von Gottfried

Glossareintrag: chin

Alternative Schreibweisen: jing, jin, manchmal auch: ching

Vorwort:

Seit Jahrhunderten ist Tai Chi ein bewährtes Rezept für stabile Gesundheit und ein langes Leben. Tai Chi beruht auf chinesischen Erkenntnissen der Gesetze der Natur.

Dabei geht es um innere Ausgeglichenheit, ein tiefes Atmen, die richtige Körperhaltung, um geistige Konzentration und vollkommenes Entspanntsein.

Bevor Sie weiterlesen -
Eine Warnung der Informationsminister:

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Tai Chi Gung weckt und harmonisiert das Chi, das von den Chinesen so bezeichnete Kraft- und Energiephänomen in unserem Körper.

Natürliche Körperhaltungen, werden in den Übungen durch entspannende und meditative Bewegungen in langsamem Tempo verbunden. Dies bezeichnet man als →”Form“.

Körperlich gesehen, erlernt man zuerst Grundhaltungen, Positionen und Einzelbewegungen, welche schließlich in einem zusammenhängenden und harmonischen Bewegungsablauf – eben der sogenannten “Form” – ausgeführt werden. Der rein körperliche Aspekt hierbei und die gewissermaßen “mechanische” Ausführung der Bewegungen wird von den Chinesen als “leere Form” bezeichnet, welche es im Anschluss mit Geist und Seele “zu füllen” gilt.

Die ”Form” gilt auch als Einzeltraining (Solo-Übung). Mit Fortschritt der Kenntnisse und Fähigkeiten werden dann die Bewegungsabläufe auch als Partnerübungen absolviert. Hierbei erschließt sich für viele erst der Aspekt der Selbstverteidigung (ohne Angriff!). Es geht darum, ”chin” (in etwa: ‘die wesentliche Energie und innere Kraft’) heranzubilden und einzusetzen, anstelle →”li” (die ”äussere” schwerfällige Kraft; die Muskel- oder Schwungkraft) einzusetzen.
Daher auch: ”die innere Kampfkunst”.

Die mit der Praxis der Einzelübung sich langsam steigernde “erhöhte bzw. erweiterte Aufmerksamkeit”, welche “ting chin”, “die hörende Energie” , genannt wird, findet ebenfalls seine Erweiterung durch Einbeziehung eines Gegenübers. Hier können dann auch die Fähigkeiten “tung chin” (= “verstehende Energie”) und “peng chin” (= “abwehrende Energie”) ausgebildet werden.

Bedeutung:

chin umfasst also sozusagen als “Sammelbegriff” die “innere Kräfte”, welche herangebildet und (auch “äusserlich”) eingesetzt werden können.

In der Tai Chi Literatur finden sich verschiedene Arten (Ausprägungen) von “chin”, welche unterschieden werden, z.B.:

  • ting chin – “die hörende Energie”
  • tung chin – “die verstehende Energie”
  • peng chin – “die abwehrende Energie”

oder

  • ting jing – “die Energie des Gegners hören”
  • tung jing – “die Energie des Gegners verstehen”
  • peng jing – “die Energie des Gegners abwehren”

manchesmal erfährt man auch von “haftender” oder “klebender” Energie usw. – die Erklärung und Interpretation liegt meist bei den verschiedenen Schulen oder der entstandenen Stilrichtung – ebenso bei fachspezifischer Spitzfindigkeit ob es jetzt Tai Chi oder →Qi Gong wäre, welche aber für die Praxis keinerlei Bedeutung zeigen.

Für manchen mögen diese “Kräfte” wie Magie oder Phantasterei erscheinen – besser: verschweigen, oder?
Wer jedoch einmal die Gelegenheit hatte, beispielsweise “live” an einer Shaolin-Bühnenpräsentation teilzunehmen, kann sich selbst (auch bei uns im Westen) einen Eindruck davon verschaffen, was alles möglich ist – und dies erreicht man nicht durch reines körperliches Training, oder indem man jahrelang mit dem Kopf gegen Betonwände rennt, damit der Schädel “härter” wird.
(Anm.: Das wären z.B. jene gerne öffentlich postulierten “Trainingsmethoden”, an welche der Autor “nicht glaubt” – Frage: Wie käme denn ein 6jähriger Adept der Shaolin dazu? – Mit drei Jahren beginnt er “Kopf gegen die Wand rennen” zwecks “Härtung” der Schädelknochen aufgrund “Mikro(faser)rissen” und “Ausheilung mit Knochenverdichtung”? Schon klar! – Aber bitte, wer’s braucht, Viel Spaß! Denn schon Albert Einstein meinte: “Es gibt keine vernünftigere Erziehung, als Vorbild zu sein, wenn es nicht anders geht, ein abschreckendes.”).

Wer sich hingegen für Alternativen (oder “die Wahrheit”) interessiert und mehr wissen möchte:
Wir lüften “das Geheimnis von Yi – Chi – chin” jetzt exklusiv für unsere Mitglieder, welche im Download unter

Fortgeschrittene – Das Geheimnis von Yi-Chi-chin

eine 17 DIN-A4-Seiten umfassende Beschreibung runterladen können.

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Tausche: Perry Rhodan – Comic Nr. 100, 1974

Montag 11. Januar 2010 von Gottfried

Ich möchte gerne meine Perry Rhodan Comicsammlung vervollständigen und biete

Reihe: Perry – Unser Mann im All
Titel: Die Rebellen von Terra
Untertitel: Perry bricht den Terror der Erhabenen
Verlag: Moewig (Pabel-Moewig)
Erschienen: März 1974
Band: Nr. 100
Format: Heft, Vierfarbig
Größe: 17,5 x 25 cm (B x H), 32 Seiten (Nummerierung inkl. Cover) – Hinweis: zugeschnitten auf dieses Format
Gebunden: Klammern (original)

Zustand: A-B oder 1-2 (je nach Comicbewertungssystem) – da vom Handel geschnitten (siehe Bild) – Inhalt völlig unbeeinträchtigt

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zum Tausch für ein Heft der gleichen Reihe mit einer der folgenden Nummer, welche mir fehlen:
1 – 6, 10 – 48, 55 – 58, 62 – 64 (erschienen ca. 1969)
66 – 68, 70, 71, 77 – 80, 83, 85 – 89 (erschienen 1969 – 1973)
95, 97, 106, 110, 113, 115, 116, 118, 120 – 123 (erschienen 1974)
125-127 (erschienen 1975)

im gleichen Zustand, wie mein Tauschgebot.

Wer dieses Comic haben möchte und mir ein gesuchtes anbieten kann, meldet sich bitte mit Namen und Adresse bei mir via Kommentarformular und “Notiz an Autor” – mit Vorschlag für Abwicklung.
Ich antworte per eMail.

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Was hat es mit Wudang / Wu Tang auf sich?

Sonntag 10. Januar 2010 von websifu

Glossareintrag: Wudang

Alternative Bezeichnungen: Wuudang Mountain, nach Wade-Giles-Übertragung: Wu Tang

ist die Bezeichnung einer Bergregion im Nordwesten der chinesischen Provinz Hubei, nahe der Stadt Shiyan. Das Gebiet umfasst ca. 400 km² und besteht aus über 70 Gipfeln, der höchste erreicht 1612 m. Die Landschaft beeindruckt mit über 30 bizarren Felsen und mehr als 20 Tälern. Es finden sich zahlreiche Bauwerke, wie z.B. Tempel, Paläste, Klöster, Brücken und Tore, sowie viele Höhlen und Einsiedeleien. Wudang Shan ist ein berühmter Platz der taoistischen Philosophie und Ausflugsziel und Anziehungspunkt für Reisende und Pilger aus aller Welt.

Die Wudang-Berge gelten darüber hinaus auch heute noch als eines der Hauptzentren, wo “ursprüngliches” Tai Chi praktiziert werden soll und ziehen daher auch viele westliche Besucher an, welche sich für diese Stilrichtung des Tai Chi (Chuan) interessieren.

Nach der Legende hat →Chang San-Feng (Name laut Wade-Giles-System – Pinyin-Übertragung ist: “Zhang Sanfeng“)
das sogenannte “interne/innere Boxen von Wudang” (das “Tai Chi Chuan” von Wudang) begründet, während er nach ursprünglich jahrelang ausgeführten Staatsdienst, schließlich 33 Jahre lang zurückgezogen als Eremit in den Bergen von Wudang lebte.

In den heutigen Tai Chi – Kampfkunstschule(n) der Wudang-Region, “pflegt” man verständlicherweise am intensivsten “sein Erbe” – insbesonders in der 1989 gegründeten Akademie des Taoistischen Kung Fu von Wudang in der Neuzeit und dem “Tempel der roten Wolken”, wo das moderne “→Wushu von Wudang”, also das “Tai Chi von Wudang” praktiziert und gelehrt wird.

Aktuelle Meister in der Region (Beispiele):

  • Zhong Yunlong – Der Meister des Tempels der roten Wolken.
    Seine Spezialbereiche: Nei Dang (die interne/”innere” Arbeit), das Tai Chi Huantong (14 Bewegungen) und das Schwert von Wudang.
  • Zhong Xueyong – Der Leiter der Kung Fu Akademie (Taoistische Wuschu Akademie am Fuß des Berges Wudang)
    Seine Spezialbereiche: →Bagua, Tai Chi Chuan und Xingyi

Anmerkung:
Wudang →Kung Fu = Wudang Tai Chi (Chuan) !

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