Monatliches Archiv:Februar 2026

Serie: Mein tägliches 5-Minuten-Taichi – Teil 02

Jeden Tag eine kleine aktive Übung, um mit Tai Chi fitt zu bleiben –
(…und idealerweise 2 x pro Woche eine Trainingseinheit gemeinsam im Verein).

Mit dieser Serie möchten wir vom →Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, die Mythen rund um Tai Chi und „Kung fu“ ein wenig auflösen.

Wir wollen praktisch zeigen und „erfahrbar“ machen, dass die „Methode des Tai Chi“, also: Tai Chi Chuan, tatsächlich tagtäglich geübt werden kann, ohne extra dafür um vier Uhr morgens im Park stehen zu müssen.
Ebenso, dass „→Kung Fu“ ( = „das ständig meisterhaft ausgeführte, nicht obsessive[!], Bemühen um…“) einfach eine bestimmte „Lebenspraxis“ oder einen „Habitus“ darstellt und keineswegs mit „unnachgiebiger Härte“ zu sich selbst oder anderen zu vergleichen wäre.

Mit einfachen, von jedem Laien durchführbaren Übungen möchten wir der Öffentlichkeit zeigen, dass „jeder“ täglich sein „eigenes Tai Chi Kung Fu“ perfektionieren kann.

 

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T02 – Tagesübung:

„Ergründe die Atem-Extreme“

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Anleitung:
(Dauer: 3-5 Minuten)

Ich stelle mich aufrecht in →Wu Chi hin und legen den Daumen meiner linken Hand in den Bauchnabel, die Handfläche berührt darunter locker den Bauch. Die rechte Handfläche lege ich ebenfalls locker über die linke Hand.
Ich schließe die Augen und atme bei geschlossenem Mund durch die Nase.
Beim Einatmen beobachte ich, wie sich der Bauch nach außen wölbt und beim Ausatmen nach innen. Ich atme ruhig und rhythmisch weiter und achte darauf, wohin der Atem fliesst – Dieser soll von der Nase nach unten bis in den Bauch(Nabel) – wo sich meine Hände befinden, fliessen.

Nachdem ich den „→korrekten Atemvorgang“ einige Zeit (1-2 Minuten) beobachtet habe und sich ein Entspannungszustand eingestellt hat (dh. Oberkörper locker und „angenehmes Gefühl“), beginne ich mit der „Erkundung der Extreme“.

Hierzu mache ich in Folge einige Atemzüge bis an die Grenze meiner Möglichkeiten, wie folgt:
Den nächsten Ausatemvorgang verlängere ich solange, bis keinerlei Luft mehr in meiner Lunge vorhanden ist – ich ziehe bewusst den Bauch ein und „drücke“ damit den letzten Rest heraus, bis wirklich nichts mehr geht.
Dabei spüre ich mit den Händen auf der Bauchdecke nach, ob diese eventuell noch ein wenig mehr nach innen geht. (Anm.: Die Hände sollen nur fühlen, nicht drücken. Die Bauchmuskeln sollen das erledigen!).

Den zwangsläufigen darauffolgenden Einatemvorgang verlängere ich ebenso: Ich drücke bewusst die Bauchdecke nach aussen, bis es nicht mehr weiter möglich ist… …und noch ein bisschen …und noch ein bisschen.
Die Finger und Hände erfühlen dabei die Wölbung nach aussen („Ein bisschen Luft geht noch rein.. …und noch ein wenig.“ – eben: „ins Extrem“!

Dann wiederhole ich das „extreme Ausatmen“ mit „Einziehen der Bauchdecke“ – bis das letzte „Fitzelchen“ Luft heraussen ist – dann nochmals „Extrem Einatmen“ – der Bauch „wölbt“ sich nach aussen …
…und nochmal der gesamte „Extreme Atemvorgang“.
Ich habe die Übung korrekt absolviert, sobald ich jene „Extreme“ vier- bis fünfmal ausgeführt und „ergründet“ habe. Dann senke ich die Hände und Arme. Fertig.

Ziel/Zweck:

Unabhängig von jeglicher(!) körperlicher Konstitution soll die Bauchdecke so flexibel werden/sein, „wie eine locker gespannte Haut einer Musiktrommel“ (lt. →Tai-Chi-Klassikern).
Der Atemvorgang sollte ausnahmslos(!) über das Zwerchfell erfolgen – NICHT via „Dehnung des Brustkorbes“!!!

Als Abweichung/Fehler (oder sogar: „krankhaft“?) gelten dabei sowohl „die gespannte Wampe“ („Unbeweglichkeit nach innen“), als auch der („starre“) „Waschbrettbauch“ – eine völlige Bewegungsunfähigkeit in beide Atemrichtungen!

Exkurs:
Denken wir nur an die abendländische Historie – Es gab in jeder Epoche der westlichen Kultur schon „Modeschönheitsideale“, welche weder natürlich, noch gesund waren. Wie zB.: „Perücke aufsetzen und pudern – statt waschen“ usw. – sowie auch heute: „Bulämie und Photoshop-Redigierung“ statt „natürliche Proportionen“ auf Fotos für Zeitschriften.
Selbstverständlich: Es ist jedem seine Entscheidung, ob er jenen „blödsinnigen Gesellschaftsströmungen“ folgt, oder eben nicht (…und stattdessen auf sich selber achtet, bzw. darauf, was einem selbst „gut tut“ sowie „gesund und natürlich“ ist.)
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Ergänzende Anmerkung:
Jenes „Extrematmen“ mit Baucheinziehen und -rausdrücken führt ebenfalls – über kurz oder lang – zu einem „flexiblen(!) Six-Pack“!
(Jedoch: „gesund“ und ohne „Hau-drauf-Mentalität“ [ohne: „…nur die Harten kommen durch“ – „Du musst dich quälen, bevor…“ usw.usf.] – die „Regelmässigkeit“ / das „Dranbleiben“ und damit „Kung fu“ führen – „zwangsläufig“ – dazu!).

„Steter Tropfen höhlt den Stein – Mit einem anderen Stein daraufschlagen zerbricht diesen nur!“

Serie: Mein tägliches 5-Minuten-Taichi – Teil 01

Jeden Tag eine kleine aktive Übung, um mit Tai Chi fitt zu bleiben –
(…und idealerweise 2 x pro Woche eine Trainingseinheit gemeinsam im Verein).

Mit dieser Serie möchten wir vom →Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, die Mythen rund um Tai Chi und „Kung fu“ ein wenig auflösen.

Wir wollen praktisch zeigen und „erfahrbar“ machen, dass die „Methode des Tai Chi“, also: Tai Chi Chuan, tatsächlich tagtäglich geübt werden kann, ohne extra dafür um vier Uhr morgens im Park stehen zu müssen.
Ebenso, dass „→Kung Fu“ ( = „das ständig meisterhaft ausgeführte, nicht obsessive[!], Bemühen um…“) einfach eine bestimmte „Lebenspraxis“ oder einen „Habitus“ darstellt und keineswegs mit „unnachgiebiger Härte“ zu sich selbst oder anderen zu vergleichen wäre.

Mit einfachen, von jedem Laien durchführbaren Übungen möchten wir der Öffentlichkeit zeigen, dass „jeder“ täglich sein „eigenes Tai Chi Kung Fu“ perfektionieren kann.

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T01 – Tagesübung:

„Mein Bauch ist das Atemzentrum“

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Anleitung:
(Dauer: 2-3 Minuten, max. 5min)

Ich stelle mich aufrecht in →Wu Chi hin und lege den Daumen meiner linken Hand in den Bauchnabel, die Handfläche berührt darunter locker den Bauch. Die rechte Handfläche lege ich ebenfalls locker über den Handrücken der linken Hand.

Ich schließe die Augen und atme bei geschlossenem Mund durch die Nase.
Beim Einatmen beobachte ich, wie sich der Bauch nach außen wölbt und beim Ausatmen nach innen. Ich atme ruhig und rhythmisch weiter und achte darauf, wohin der Atem fliesst – Dieser soll von der Nase nach unten bis in den Bauch(Nabel) – wo sich meine Hände befinden, fließen.

Ich korrigiere während ich ruhig weiteratme, meinen Körper, meinen Atemvorgang:
– Ist/wird der Bauch bewegt? (Die darauf gelegten Hände dienen als „Sensoren“)
– Sind die Schultern und der Nacken locker und entspannt?
– Ist der Brustkorb locker?
– Geht der Atem „tief“ (in den Bauch)?

Nachdem ich den „korrekten Atemvorgang“ einige Zeit (2-3 Minuten, max. 5min) beobachtet habe – UND mit dem Ergebnis „für heute“(!) zufrieden bin, senke ich die Hände und Arme und beende diese Übung.

Anmerkung:
Bei dieser Übung ist es egal, ob ich die Augen geöffnet lasse oder schließe – es geht primär um das „(Er-)Fühlen“, wohin der Atem bei mir (tatsächlich) fließt.

Ich kann diese Übung immer wieder mal „zwischendurch“ machen.

Übungsziel

Das Übungsziel ist erreicht, sobald ich in der Lage bin, „jederzeit“, egal ob ich gehe, stehe, sitze oder liege, zu erkennen, ob ich gerade „Brustatmung“ ausführe oder die „natürlich tiefe →Bauchatmung (Zwerchfellatmung)“, sowie „jederzeit“ von Brust- auf Bauchatmung wechseln kann.