TaiChianer

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Archiv für Oktober, 2010

Energiezentren des Körpers bei Tai Chi (Chuan)

Donnerstag 28. Oktober 2010 von websifu

Glossareintrag: Energiezentren

Im Tai Chi Gung wenden wir uns den ursprünglichen Überlieferungen des Tai Chi Chuan (Taiji quan) zu.
Die Aufzeichnungen und Trainingsanleitungen beschreiben hierbei im wesentlichen fünf wichtige Energiezentren des Körpers:

  1. Das →Dan Tien (die “Körpermitte”, das “Körperzentrum”)
  2. Bai Hui (Ansatzpunkt des sogenannten “Seidenfaden”)
  3. Hui Yin (der Meeresgrund);
    sowie die jeweiligen Energiepunkte an den Extremitäten (Hände und Füße),
  4. Laogong
    und
  5. Yongquan.

Diese fünf Zentren, bzw. Punkte, dienen im Tai Chi der “Energiearbeit”, dem “Chi-Fluss” (”Qi-Fluss”) und können ebenso einfach als “Orientierungspunkte” für die Imagination oder zur Ausrichtung des Körpers gesehen werden.

Detailbeschreibungen finden sich unter den jeweiligen Links.

Exkurs:

Im (modernem) Qi Gong werden jenen Zentren meist leicht veränderte, manchmal sogar andere Bedeutungen “zugewiesen” – darüber hinaus, werden dort – ähnlich der Akupunktur – mehr “Qi-Zentren” und eine Vielzahl von “Qi Punkten” klassifiziert und auch differenziert. Die Bedeutungen und Interpretationen jener Zentren variiert dort ebenfalls je nach vorherrschender bzw. verwendeter Lehrmeinung.

Zum Beispiel: “Bai Hui” wird manchmal in Qi Gong auch als “Oberes Dan Tien” – das “Dan Tien” als “Mittleres Dan Tien” oder sogar “Unteres Dan Tien” und “Hui yin” als “Unteres Dan Tien” bezeichnet.

Anmerkung:

Dies stellt einen weiteren Unterschied zwischen der Bewegungs- und Kampfkunst Tai Chi Chuan und der modernen “TCM-Heilmethode” Qi Gong dar.

Die “Hintergründe” von Tai Chi (Chuan) sind wesentlich “einfacher” und “simpler” aufgebaut und damit auch einfacher zu verinnerlichen sowie leichter in der Übungspraxis anzuwenden. Die “Genialität” von Tai Chi findet sich in der Vereinfachung.
(Anm.: Paradoxerweise verleitet aber geradezu “die Einfachheit” viele Menschen dazu, Komplexität und Kompliziertheit zu suchen, welche gar nicht existiert und führt damit meist zu “Unglauben” und “Irritation”).

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Was ist mit der Führungshand gemeint?

Freitag 22. Oktober 2010 von websifu

Glossareintrag: Führungshand

Im Training und Anleitungen von Tai Chi Gung (Tai Chi Chuan, Taijiquan) wird oft von einer “Führungshand” gesprochen.
Zum Beispiel, dass der Blick (die Blickrichtung) immer in Richtung der Führungshand gehen soll, bzw. die Blickrichtung immer der Führungshand folgt.

Als “Führungshand” wird in Tai Chi Gung immer jene Hand bezeichnet, welche in der gerade ausgeführten Tai Chi-Bewegung die Leitung des Chi-Flusses “mitträgt” und diesen “führt” (siehe dazu auch: Energiepunkte →Laogong), womit also gerade “gearbeitet” wird.

Tipp: Diese ist in den Tai Chi-Bewegungen meistens die obere bzw. vordere Hand.

Anmerkung: Wobei die “Führungshand” oder der Arm dabei aber nicht immer selbst bewegt werden muss, die Hand kann auch zuerst “nur mitgenommen” werden und leitet danach erst einen neuen Bewegungsabschnitt oder neue Position ein
(Beispiel: “Wolkenhände” – bzw. andere Bezeichnung: “Die Hände wie Wolken bewegen”).

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Die Energiepunkte Yongquan

Samstag 16. Oktober 2010 von websifu

Glossareintrag: Yongquan

Übersetzung – Worterklärung

Das Wort “Yong” wird häufig übersetzt mit “sich ergießen”, “(empor)quellen”, aber auch mit “Maß” oder “Mitte”.

“Quan” (bzw. “Chuan”) – gesprochen: “tschu-an” – kann als chinesisches Schriftzeichen ebenfalls sehr weit ausgelegt werden.
Oft wird es als “Quelle” übersetzt, zugleich steht es aber auch für das Sammeln der Lebensenergie (interpretiert also: “Lebensquelle”) und die Ausgewogenheit des Menschen. Es wird ebenso verwendet für: “Hand” oder “Fuß” (bzw. “mit der Hand” oder “mit dem Fuß” – daher auch die Interpretation bei Tai Chi Chuan als “Tai Chi – Faustkampfmethode”).
Darüber hinaus bedeutet “Quan” auch:” Methode”, “Weg” oder “Handlung” (siehe dazu auch Glossareintrag: →Chuan).

Körperlich befindet sich je ein Yongquan-Punkt jeweils auf der Fußsohle an der Mittellinie, in der Vertiefung am vorderen Drittel, gleich nach den Fußballen. Es sind jene Punkte an beiden Füßen, welche z.B. in der Fußreflexzonenmassage der “Körpermitte” – also dem →Dan Tien – zugeordnet sind.

fusssohlen

Im modernen →Qi Gong als auch in der Akupunktur, der Traditionellen Chinesischen Medizin (→TCM) oder bei der Akupressur (Shiatsu) werden diese Punkte häufig übersetzt als “Sprudelnde Quelle” (englisch: “Gushing Spring” oder “Bubbling Spring”) bezeichnet (Anmerkung: Und damit meist nur auf den “aufsteigenden Aspekt” bzw. “von aussen nach innen” verwiesen).

In Tai Chi Chuan

werden mit “Yongquan” sowohl Energie-Austritts- als auch Energie-Eintrittspunkte an den beiden Füßen verstanden.

Damit ist also der “Mittel-Weg” der Energie von/aus der Erde in den Körper und umgekehrt gemeint.
An jenen Punkten findet in der Vorstellung des Praktizierenden die “Verwurzelung” und damit die Verbindung mit der Erde statt.

Die beiden Yongquan-Punkte sind im Tai Chi (Chuan), neben dem für die Übungspraxis wichtigsten Zentrum, dem “Dan Tien”, somit weitere von insgesamt fünf bezeichneten Energiepunkten, welchen wir in Tai Chi Gung unsere Aufmerksamkeit schenken sollten.

Die Yongquan-Punkte stellen die Chi-Verbindung der Füße zur Erde (”Verwurzelung”) dar.

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Warum werden bestimmte Bilder, Bewegungen, Abläufe (Formen) wiederholt trainiert?

Dienstag 12. Oktober 2010 von websifu

Bzw.: Warum wird die 5-Bilder-Form permanent wiederholt?
oder: Warum wird die 12-Bilder-Form, 25-Bilder-Form, …,  immer wieder gemacht?
Warum kommt im Training immer wieder das Danlian xy vor? (oder ähnliches)

Ask a sifu – antwortet:
Nur durch permanentes Training und Wiederholung kann Perfektion erreicht und erhalten werden.
“Grundtechniken” werden nur durch ständige Wiederholungen “zur Meisterschaft” gebracht.

Anders betrachtet:

Stelle Dir einfach einmal einen Karatekämpfer, oder einen Schüler einer anderen (äußeren) Kampfsportart (Tae Kwon Do, Kickboxen, etc.) vor, der plötzlich sagt: “Sidekick? Immer wieder Sidekicks! Jetzt habe ich den Sidekick schon mehr als einhundert mal gemacht, das genügt mir – Ab jetzt brauche ich das nicht mehr und daher trainiere ich ab jetzt diese Technik einfach nicht mehr!”

Was würdest Du demjenigen antworten?

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Neuer TCG – Vereinsfolder verfügbar

Montag 11. Oktober 2010 von websifu

Ab heute ist der überarbeitete Folder des Vereins als PDF-Datei auch im Download wieder verfügbar.

sc_folder_201010

Vereinsfolder 10 2010

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