Monatliches Archiv:Februar 2011

Tai Chi Gung Infoabend am 16. März 2011 in Salzburg

„Leben ist Bewegung“

– nirgends wird diese Aussage ernster genommen als beim Studium und Praktikum von Tai Chi (Chuan).

Viele haben schon einmal von Tai Chi gehört, davon gelesen oder vielleicht sogar irgendwann in der Vergangenheit einen Kurs besucht – dennoch ist vieles noch unbekannt oder konnte mangels geeigneter (westlicher) Lehrmethoden gar nicht selbst erfahren werden.

Der körperliche Aspekt gilt als „scheinbar offensichtlich“, stellt aber nur den Beginn der Beschäftigung mit Tai Chi (Taiji) dar, weitere Ebenen und persönliche Entwicklung ergeben sich aus Meisterung der Atmung („yin-yang-Form“) sowie Beherrschung der Imagination: Die Meditation in Bewegung.
Noch weniger bekannt ist, dass die Lehren und Techniken des Tai Chi Chuan (Taiji Quan) den Ursprung nahezu aller fernöstlichen Kampfkünste darstellen.

Der Tai Chi Gung – Landessportvereint lädt daher am 16. März 2011 (20:00 – 21:30 Uhr) zu einem Einführungsabend ein.

Gottfried Rinner, Obmann und Trainer des Vereins, stellt an diesem Abend, unterstützt von Mitgliedern, das chinesische Bewegungssystem sowie Tätigkeit und Training des Vereins vor.
Er erläutert Entstehung und Geschichte, sowie Stilvielfalt und Bedeutung, gewährt Einblicke in Hintergründe und Symboliken, betrachtet Parallelen zu mythischen Überlieferungen aus Indien, Ägypten und dem Norden Europas und erklärt anhand von Einzelübungen bzw. -figuren aus der Praxis, warum dies als ganzheitliches Übungssystem für Körper, Geist und Seele gerade für unsere Zeit so wertvoll ist.

Ort:

ASKÖ-Breitensportzentrum, Dojo-Halle, Parscher Str. 4, 5023 Salzburg (Gnigl).

Termin:

16. März 2011 – Beginn: 20:00 Uhr (Ende: 21:30 Uhr)

Ein Abend zum Zuschauen – Entspannen – Nachdenken (kein Training!).

Der Eintritt ist kostenlos.

Informationen zum Verein finden sich auf der Homepage unter →www.tai-chi-gung.at

Was ist ein Komplementär?

Glossareintrag: Komplementär

Unter Komplementär wird jene →„Grundtechnik“ verstanden, welche einer anderen „Grundtechnik“, ähnlich wie im „höchstmöglich erkennbarem Eigenschafts- und Kräftepaar“, dem auch „Firstbalken“ genannten →TAI CHI erkennbar,
die „allegorische Sammeleigenschaft“ →yin dem →yang „gegenübersteht“ und damit, wie die zweite Seite einer Münze, ebenso „verbunden“ ist.

Die Symboldarstellung des →Bagua (auch: Pakua) erleichtert durch die auf →Trigramme reduzierte und damit vereinfachte Darstellung der 8 „Grundtechniken“ (→„die Ba Gua“), auch das Verständnis der „Mischungsverhältnisse“ (der „yin-yang-Anteile“), sowie der Zusammenhänge und Wechselwirkungen (bzw. der Komplementäre).

Es gilt hierbei genauso:
„Ein (Symbol-)Bild sagt mehr als tausend Worte!“

Selbstverständlich müssen zuvor die Symbole auch erkannt, und „gelesen“ werden können, bevor ein derartiges Bildsymbol zu jemanden „spricht“.

Das für registrierte Mitglieder und Förderer im Download erhältliche e-Book im PDF-Format: „Die Acht Grundtechniken (Ba Gua Zhang)“, liefert für Fortgeschrittene in Tai Chi Gung auf 56 DIN-A4-Seiten anhand von Grafiken, Tabellen und Beschreibungen alle dazu notwendigen Informationen.

…mehr im dazugehörigen Blogartikel:
Die Acht Grundtechniken – Ba Gua (Chang) in Tai Chi Gung

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Was bedeutet Fa chin?

Glossareintrag: fa chin

Alternative Schreibweisen: fa ching, fa jing, Fajing, Fajin

Gesprochen: „fa-tschin(g)“

a.) „Explosivkraft“ im Tai Chi Chuan.

Die Inneren Kampfkünste, zu denen das Tai Chi Chuan gehört, kennen Techniken, mit denen Energie im Körper gespeichert wird und dann entladen werden kann. Diese, meist als, „Explosivkraft“ verstandene Anwendung wird „fa chin“ genannt.

Jene fa chin – Stöße werden unter anderen mit dem schnellen Tai Chi geübt (z.B. 12-Bilder-Form, Chen-Stil-Arten und in der Gun-Form) .

Exkurs:

Im Japanischen (vor allem bei der Ausübung von Karate) kennt man hierzu den Begriff und die Wirkungsweise von „Ki-Ai“, welcher meist sehr vereinfacht als „Kampfschrei“ übertragen wird – dennoch weit mehr beinhaltet.

Im (äußerlichen) Kampfsport des Karate werden hierunter nur die körperlichen Aspekte beachtet und vermittelt:
Zur optimalen Impulsübertragung einer Kraftwirkung (Schlag, Stoß, Tritt) wird hierbei exakt zum Zeitpunkt des Auftreffens die gesamte Muskulatur gespannt, nachdem stoßartig, begleitet mit dem „Kampfschrei“ („Ki-Ai“), ausgeatmet wurde. Die „Verhärtung“ des Körpers erfolgt also nach dieser „Stoßatmung“. Diese ähnelt körperlich im Verhalten und der Anspannung des Zwerchfells ein wenig einem „Husten begleitet von einem Ton“ (einem „Bellen“).

Anmerkung: Dieser Vorgang ist im Grunde aber auch jedem nichttrainierten Menschen bekannt. Wenn ein sehr schwerer Gegenstand gehoben werden soll, dann atmet man (automatisch) auch stoßartig aus, spannt den Rumpf und hebt dann erst ruckartig an.

Die „inneren“ Vorgänge und Hintergründe sind öffentlich weniger bekannt und werden auch im (üblichen) Karatetraining nicht oder kaum thematisiert.

Es lassen sich dabei folgende Vergleiche zwischen den japanischen (Karate-) Begriffen und dem chinesischen Tai Chi (Chuan) herstellen:

japanisch entspricht dem chinesischen
„Hara“ →“Dan Tien“ (Tanden, Tan Dien, Tantien, …)
differenziert:
„Kara“, „Mu“ und „Mushin“
differenziert:
→“Wu Wei“ und →“Wu Chi
„Do“ →“Chuan“ (Quan)
„Ki“ →“Chi“ (Qi)
„Ai“ →“TAI CHI
„Ki-Ai“ „fa chin“

Anm.: Detaillierte Erklärungen zu den einzelnen chinesischen Begriffen finden sich in den jeweiligen Hyperlinks.

b.) „Manifestation“ im Tai Chi Chuan.

Es gibt (seltene) Tai Chi – Überlieferungen, in welchen von „ba ching“ gesprochen wird.
Denn: Je nach chinesischer Region, je nach chinesischem Dialekt, wird „fa“ als „ba“ verwendet und steht damit für die Zahl Acht.

Hieraus lässt sich wiederum ableiten: „Ba“ (der Verweis auf „→die ba gua„) sowie →„Ching“ (kurz: die „Wegbenehmensverhaltenseigenschaft„) – vulgo: „Der Weg und das Verhalten zum Einsatz einer der Acht Manifestationen“.

Wichtig: …und dies entspricht logischerweise keineswegs immer einer „Explosion“!

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Der Tigerschritt in Tai Chi Gung

Glossareintrag: Tigerschritt

Alternative Bezeichnung: Katzenschritt

Der Tigerschritt gilt als vierte →Grundstellung in →Tai Chi Gung, welche aber erst in Formen höherer Leistungsklassifikationen (ab →25-Bilder-Form) sowie beim Langstocktraining vorkommt und daher auch erst dort behandelt wird.

Diese Grundstellung bzw. „Schrittform“ entspricht der Ausführung eines →Halbschrittes beim →Bogenschritt – also ohne Gewichtsverlagerung – wobei anstelle der Ferse der Fußballen „gewichtslos“ aufgesetzt wird.
Als Unterschied zur →T-Stellung (T-Schritt) befinden sich die Füße hier im schulterbreiten Seitenabstand und beide Fersen eben nicht auf einer (gedachten) geraden Linie zueinander.

Der Tigerschritt wird beispielsweise in folgenden Bildern angewendet:

– „Die Nadel am Meeresgrund“

– „Die hockende Peitsche“

Sowie in der →Gun-Form bei:
– „Wasser schieben“
– „Furchen in den Wind“;

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Die Acht Grundtechniken – Ba Gua (Chang) in Tai Chi Gung

Für unsere registrierten Mitglieder und Förderer ist ab sofort die aktualisierte Version der Dokumentation „Die Acht Grundtechniken – Ba Gua Chang“ als e-Book (im praktischen PDF-Format) im Download verfügbar.

Beschreibung

Dokumentation: „Die Acht Grundtechniken – Ba Gua Chang“
Für Fortgeschrittene: 56-Seiten-DIN-A4 Beschreibung der 8 „Grundtechniken“, die „Ba Gua Chang“. Ein Handbuch von Gottfried Rinner. Aufklärung über der Geheimnisse des „Ba Gua Zhang“: Ursprünge und Hintergrund, Detaillierte Beschreibung der Acht „Grundtechniken“ sowie deren Anwendung, inklusive 17 grafischen Darstellungen und 12 umfangreichen Übersichtstabellen – nur für registrierte Mitglieder.

Über den Autor

Gottfried Michael Rinner praktiziert seit 15 Jahren die „innere Kampfkunst“ – kurz: Tai Chi. Er ist Gründungsmitglied des Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg. Seine Erfahrungen, Lehrmethoden und Übungsanleitungen, sowie verschiedene Lehrgänge wurden bereits bei der Fortbildung von Sportwissenschaftern des ASKÖ-Sportdachverbandes in Salzburg („Rückenfit-Trainer“), im Rahmen von Projekten, wie z.B. „Fit fürs Leben Gesundheitstage – 50plus“ oder der betrieblich von der Firma Palfinger unterstützten Mitarbeiterlehrganges „Stress.Fit – Aktiv gesund im Betrieb“, mit Begeisterung aufgenommen.
Er schafft es immer wieder komplizierte Trainingsschritte und Übungen, für den Anfänger und Fortgeschrittenen, klar und verständlich rüberzubringen.

Nur für Mitglieder

Dieses eBook ist unentbehrlich für alle Fortgeschrittene in Tai Chi Gung, welche sich auf dem Weg zur Meisterschaft befinden.
Zu finden im →Downloadbereich unter „Fortgeschrittene“.