TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Archiv für Mai, 2010

Irrtum 14: Tai Chi ist für alte Leute

Samstag 29. Mai 2010 von Gottfried

(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 21. Apr 2010 um 11:01 in Fitness )

Würde man dem Mainstream der TV-Generation folgen, dann könnte man durchaus zu dieser Überzeugung gelangen.

“Toben ist das Vorrecht der Jugend” soll irgendjemand einmal gesagt haben, ich ergänze: “…aber keine Verpflichtung!”.

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Wie bereits in vorangegangenen Artikeln festgestellt wurde, ist in Tai Chi Chuan (nach Pinyin-Umschreibung: Taijiquan – unabhängig von der Schreibweise in Lateinischen Buchstaben, alles wie “tai tschi tschuan” oder “tai tschi tschüan” ausgesprochen) keineswegs alles – zwangsweise – langsam und bedächtig. Meist bezieht sich dies eben auf die sogenannte Solo-Form, nicht jedoch auf den Kampfkunstaspekt, bzw. die Waffenformen.

Ungeachtet dessen: Muss für Kinder, Jugendliche oder auch junge Erwachsene immer “alles Action-Stress” sein?

Anmerkung: Auch der Golfsport würde “aussterben”, wäre dieser – zwangsläufig – nur für “alte Leute” geeignet.

…und meines Wissens ist hierbei ebenfalls “eine mentale Komponente” von immanenter Bedeutung.

Hinzu kommt, dass gerade heutzutage die westliche Gesellschaft ein gewaltiges Problem zu bewältigen hat, welches noch immer nicht in das Bewusstsein der Bevölkerung vorgedrungen ist: Viele Kinder und Jugendliche – sogar schon im Vorschulalter beginnend – haben enorme Schwierigkeiten mit der körperlichen Koordinationsfähigkeit und gewaltige(!) Fitness-Defizite (Exkurs: Es liegen genügend Studien und Artikel in den entsprechenden Gremien und Sportverbänden vor, welche jederzeit leicht nachvollzogen werden können, womit hier auf dieses Faktum nicht näher eingegangen werden muss).

Der Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg ist der Auffassung, dass mit “extremen Maßnahmen” nur “extreme Widerstände” erzeugt werden, jedoch kein Fortschritt oder Besserung der Situation. Bildhaft gesprochen: Warum sollte ein Vogel gleich fliegen, wenn er nicht einmal weiß, dass er Flügel hat, geschweige denn wie er jene einsetzen sollte?

(Um bei diesem Bild zu bleiben: “Nein, aus dem Nest stoßen ist keine Alternative – weil wir als Menschen eben nicht risikieren dürfen, dass ein bestimmter Prozentsatz jener ‘Vögel’ einfach auf den Asphalt klatscht!”)

Nur die Einbeziehung einer “sanften” sportlichen Betätigung kann zum gewünschten Erfolg führen – Dann, wenn ansonsten “unsportliche Typen” von Menschen (hier: Kinder und Jugendliche) sich gerne und ohne Leistungsdruck bewegen.

Tai Chi “leistet” diesen Ansatz, z.B. durch: “Anstrengung, ohne jemals außer Atem zu gelangen”!

Genau dies ist ein(!) Argument, Kinder und Jugendliche in die Sportart Tai Chi Gung einzuführen.

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Die Bedeutung von FU

Montag 24. Mai 2010 von websifu

Glossareintrag: Fu

Alternative Bezeichnungen: foo (englisch/amerikanisch-sprachige Lautwandlung)

Das chinesische Wort “fu” bedeutet als Substantiv soviel wie: “Wiederkehr”, “Wiederholung”, bzw. auch “Wendezeit” – als Adjektiv gebraucht für: “wiederholt”, “wiederkehrend”, …, “ständig”, bzw. “immer wieder”.

Zugleich findet sich “FU” auch als Hexagramm im I Ging (dem “Buch der Wandlungen”).

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Dieses Hexagramm besteht oben aus dem →Trigramm “kun” (Erscheinungsform “Erde”), sowie unten aus dem Trigramm “chen” (Erscheinungsform “Donner”). Es wird meist mit “Die Wiederkehr” bzw. “Die Wendezeit” wiedergegeben.

Eine (übersetzte) Interpretation lautet:

“Nach einer Zeit des Zerfalls kommt die Wendezeit. Das starke Licht, das zuvor vertrieben war, tritt wieder ein. Es gibt Bewegung. Diese Bewegung ist aber nicht erzwungen. Das obere Zeichen kun hat als Charakter die Hingebung. Es ist also eine natürliche Bewegung, die sich von selbst ergibt. Darum ist die Umgestaltung des Alten auch ganz leicht. Altes wird abgeschafft, Neues wird eingeführt, beides entspricht der Zeit und bringt daher keinen Schaden. Vereinigungen von Gleichgesinnten bilden sich. Aber dieser Zusammenschluß vollzieht sich in voller Öffentlichkeit, er entspricht der Zeit, und darum ist jedes egoistische Sonderbestreben ausgeschlossen, und aus diesen Vereinigungen ergibt sich kein Fehler. Die Wiederkehr ist im Naturlauf begründet. Die Bewegung ist kreisförmig. Der Weg ist in sich geschlossen. Darum braucht man nichts künstlich zu überstürzen. Es kommt alles von selber, wie es an der Zeit ist. das ist der Sinn von Himmel und Erde.”

(Quelle: I GING Das Buch der Wandlungen, 1956, Seite 104, Absatz 4, Aus dem Chinesischen übertragen und herausgegeben von Richard Wilhelm, Lizenzausgabe mit Genehmigung des Eugen Diederichs Verlages, Düsseldorf/Köln u.a. für die Buchgemeinschaft Donauland Kremayr & Scheriau, Wien, Bestellnummer: 07627 3)

Weiterführend:

Siehe dazu auch Glossareinträge →Kung Fu, sowie →Gung.

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Gedanken zur Perfektion

Donnerstag 20. Mai 2010 von Gottfried

Gerade bei Einsteigern bemerke ich häufig die eigenen Zweifel, ob eine Übung oder Bild zu Hause denn “richtig” geübt werden kann, die Angst, “etwas Falsches” einzulernen, bzw. die Unsicherheit darüber, ob “es richtig” gemacht werde.

Grundsätzlich: Es ist allemal besser, etwas überhaupt zu üben (zu machen), als (mit dem Vorwand? …für sich selbst?) besser nichts zu tun, um ja nichts falsch zu machen.

Hier zeigt sich aber auch unterschwellig eine kleine Problematik unserer westlichen Kultur: Das Verständnis und der Umgang mit der Perfektion.

Motto: “Wenn ich etwas mache, dann möchte ich das – bitteschön – auch ‘richtig’ machen – Ansonsten lass’ ich es lieber!”

ABER: Das meinen die Chinesen nicht mit der in Tai Chi oder auch in anderen (klassischen) Künsten angesprochenen “Perfektion”!

Jene ist individuell(!) und absolut zeitpunktbezogen(!) – daher nicht unbedingt immer mit anderen vergleichbar und meßbar und hat absolut nichts mit “richtig” oder “falsch” zu tun!

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Irrtum 13: Meditation bedeutet immer hinsetzen oder liegen

Montag 17. Mai 2010 von Gottfried

(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 17. Apr 2010 um 15:07 in Fitness)

Viele Menschen kennen den Begriff “Meditation” und setzen diesen mit “Verharren”, “Bewegungslosigkeit” …und manchmal auch mit “dahindösen”, wenn nicht sogar: “Schlafen” gleich!

Aber genau darin liegt oft schon das erste Missverständnis: “Meditation” ist das Gegenteil von “Schlaf” oder “Teilnahmslosigkeit”, denn in einer Meditation sollte der Geist “hellwach”, “aufnahmebereit” und “voll bewusst” sein!

Landläufig bekannte Meditationstechniken dienen dazu “äußere” Einflüsse möglichst “auszublenden” oder “abzuschalten”, damit man sich dem “Inneren” – voll konzentriert, besser: Kontemplativ – zuwenden kann. Hierzu ist es selbstverständlich einfacher, sich hinzusetzen oder hinzulegen. Dies bedeutet aber keineswegs gleichzeitig, dass Meditation ausschließlich im Sitzen oder Liegen durchgeführt werden könne.

Für viele erscheint es schon befremdlich, dass “Meditiation im Stehen” geübt werden kann. Wen verwundert es da, dass “Meditation in Bewegung” dann völlig “abstrus” erscheint?

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Dies liegt aber darin, dass immer noch viele Menschen den Begriff “Meditation” falsch interpretieren (s.o.), bzw. bisher selbst wenig bis keine Erfahrung mit Meditation gemacht haben …oder jenen Menschen niemand erklärt oder gesagt hat, dass sie öfter in ihrem Leben bereits “meditiert” haben als ihnen bewusst ist. Weil dies ein ganz natürlicher Vorgang bei jedem Menschen ist, welcher sehr oft “spontan” in bestimmten Situationen oder Verhaltensweisen “einsetzt”.

Zum Beispiel: Bei einem “überwältigenden”, “die Seele berührenden” Anblick in der Natur, Umwelt, …, auf der Straße, beim Wandern, beim Sport, …, irgendwo und überall möglich.

Oder in einer Lebenssituation, welche den “Normalfall” sprengt: Unfall, Krise, Einschnitte, Begräbnis, etc;

Oder auch einfach: Weil man über etwas so intensiv nachdenkt und dabei seine Umgebung “völlig” vergisst! – Jenen Zustand (und auch jenes Verhalten), welcher dieser Mensch exakt in jenem Moment (innerlich und äußerlich) einnimmt, kann als “Meditation” gesehen werden.

Anmerkung: Und man kann davon ausgehen, dass genau jene “Meditations-Zustände” im Grunde alle Menschen “irgendwie” bekannt sind, was auch unter wissenschaftlichen Tests (sprich: “Alpha-Zustand”, “Theta-Zustand” …der messbaren Gehirnströme) bereits hinlänglich nachgewiesen wurde.

Von “Meditation” in gebräuchlicher Definition wird jedoch meist (nur) davon gesprochen, wenn der damit einhergehende – sagen wir ruhig: Zustand des Menschen – willentlich herbeigeführt wird.
Meditationstechniken dienen also in erster Linie dazu, “Regelwerke”, “Anleitungen” und “Hilfestellungen” anzubieten, um den gewünschten “innerlichen” und “äußerlichen” Zustand, welcher bei einer Meditation erreicht werden sollte, jederzeit und bewusst nachvollziehbar zu machen.

Wenn also “Meditation” gar nichts mit einer körperlichen Haltung oder Stellung (Sitzen, Liegen, Stehen) zu tun hat, sondern vielmehr den aktuellen “inneren” Zustand beschreibt (die “Bewusstheit” und die mentale Aktivität, bei gleichzeitigem Erreichen von Alpha-, Theta- von mir aus auch: Delta-Wellen der Gehirnströme), dann kann jener “Zustand” grundsätzlich auch “im Gehen” oder “in Bewegung” ausgeführt werden, nicht wahr?

Und genauso ist es!

Die Ausführung von Tai Chi (Chuan) wird oft mit “Meditation in Bewegung” gleichgesetzt und genau dies sollte auch eines der Ziele der Praktizierenden sein. – Kein leichtes, aber sehr lohnenswertes Ziel der Bemühungen im Training!

(Mit diesem Satz sollte ausgedrückt werden, dass nicht jeder, welcher Tai Chi – vor allem: Körperlich, gymnastisch – ausübt, automatisch den Meditationsaspekt auch beherrscht!)

Der erste Schritt zu diesem Weg ist die körperliche Beherrschung (irgendeiner !!!) klassischen oder überlieferten “Form”. Sobald alle körperlichen Vorgänge und Bewegungen “automatisiert” wurden und sozusagen “im Schlaf” gekonnt werden (interessantes Wortspiel, nicht wahr?) – denn dann erst können die nächsten Schritte zu jenem Ziel gemacht werden.

Bei den meisten Sportarten wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass Bewegungen recht spontan erfolgen – dies ist einer der Gründe, warum man dabei auch möchte, dass alles relativ schnell ausgeführt werden soll. Bei Tai Chi (abgesehen von Chen-Stil, Waffenformen, etc.) sind die Bewegungen langsam. Damit wird dem Geist (der “Bewusstheit”, dem Mentalen) auch mehr Zeit zur Verfügung gestellt. Überließe man dabei den Körper sich selbst, wie bei anderen (Leistungs-)Sportarten auch, so würde jener, so wie er durch unsere Lebensart “konditioniert” ist, die Bewegungsabläufe “immer” schnell ausführen, sobald diese “erlernt” wären. Anders formuliert: Keine der (Tai Chi) Prinzipien würde beachtet werden (…und auch die “innere” Kampfkunst völlig außer acht gelassen).

Wenn jemand Tai Chi (Chuan) beginnt, sollte auch gleichzeit erlernt werden, immer auf die Qualität der Bewegungen zu achten, auf den körperlichen (Momentan-)Zustand: Entspannung/Anspannung – Wo?, Wann?, ist das “richtig”?; auf die “inneren” Komponenten: Konzentriert oder Abgelenkt?, “bewusst” oder “automatisch”?, “Gefühl” und “Fühlen”.

Bei Tai Chi Gung wendet man sich auch jenem Aspekt der chinesischen Bewegungskunst zu: Der “Meditation in Bewegung”. Das Training und die Anleitungen weisen immer auch darauf hin.

Mehr zum Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg auf: www.tai-chi-gung.at

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Irrtum 12: Kenntnis des Ablaufes ist gleich Beherrschung einer Form in Tai Chi

Dienstag 11. Mai 2010 von Gottfried

(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi erstmals erschienen in mein.salzburg.com am 14. Apr 2010 um 13:40 in Fitness)

Vorab – Begriffserklärungen:

  • Unter einer “Form” wird in der chinesischen Bewegungskunst Tai Chi Chuan (nach Pinyin: Taijiquan) ein bestimmter, vordefinierter Bewegungsablauf bezeichnet, welcher von einem ebenfalls festgelegten Beginn, bis zu einem genauso definiertem Ende über eine Anzahl von – wiederum festgelegter – Bewegungsfolgen oder Positionen, zu durchlaufen bzw. “zu üben” ist.

Dies könnte im Kampfsport z.B. verglichen werden, mit der sogenannten “Kata” im japanischen Karate oder den “poomse” im koreanischen Tae Kwon Do – im Wintersport z.B. mit einem “Pflichtprogramm” oder einer “Kür” im Eiskunstlauf.

Oft wird dabei auch von einer “Solo-Form” gesprochen, weil – bleiben wir ruhig bei diesem Begriff – diese “Kür” dann eben “allein” zu machen ist.

  • Unter Ablauf können wir hierbei also die “technische”, körperliche (sichtbare) Abfolge aller Bewegungs- und Positionsfolgen verstehen.

Wenn jemand also den Ablauf einer Form kennt – und meinetwegen auch: den vorgeschriebenen Bewegungen selbst zu folgen, sowie dabei die festgelegten Positionen einzunehmen vermag, können wir dann schon sagen, dass derjenige “die Form” beherrscht?

Im Grunde genommen: Nein! – Denn selbst wenn die Bewegungsfolgen nachvollzogen werden können, entspricht dies “nur” der “äußeren Form” (sozusagen: “der körperliche Anteil”) und wäre demzufolge nichts weiter als eine spezielle Art von chinesischer Gymnastik.

(Anmerkung: Natürlich spricht nichts dagegen, dass jemand Gymnastik macht, …)

Das Praktikum von Tai Chi (Chuan) ist aber “mehr”: es geht hierbei auch um “innere” Künste bzw. “Fähigkeiten”, welche sich den meisten erst nach längerem Training offenbaren – sofern in den Anleitungen nicht gänzlich “auf deren Erwähnung” verzichtet wurde, bzw. jemand infolgedessen nicht aufgrund “der Leere” früher oder später das Training (Praktikum) einstellt.

Jene “inneren” – also immateriellen – Anteile des Tai Chi Praktikums lassen sich also weder sehen, messen, wägen oder zählen. Nichts desto Trotz erkennt jemand der Tai Chi jahrelang fleissig geübt hat (bzw. ein “Meister”) sofort, ob jemand eine “Form” bloß “mechanisch” oder tatsächlich mit “inneren Einsatz” vollzieht.

Dies hat weder etwas mit “Magie” oder “Esoterik” zu tun, sondern liegt höchstwahrscheinlich darin begründet, dass jeder Mensch “nonverbal” bis zu 5.000 Signale pro Minute sendet (so konnte ich einmal lesen), welche von “Meistern” und sehr geübten Tai Chi – Praktizierenden aufgrund ihrer Erfahrungen diesbezüglich wahrscheinlich “besser interpretiert” werden können als von anderen Menschen.

Kurz gesagt: So jemand “merkt” ganz einfach, ob eine “Form” mit entsprechender “innerer Haltung” (Also “geistig”: mental, konzentriert, kontemplativ, Imaginationskomponenten, bzw. “seelisch”: mit “Fühlen” und “Gefühl”, “Stimmung” – an den vorgegebenen “Stellen”!) entsprechend ausgeführt wird – oder bloß “körperlich durchlaufen” wird.

Die “Beherrschung einer Form” setzt also voraus, dass jemand sowohl “äußere” als auch “innere” Bestandteile der Übung meistert.

Abgesehen davon:

Wie bereits im vorangegangen Artikel “Irrtum 11: Jede Tai Chi Form ist gleich” behandelt, gibt es weder “eine Form”, geschweige denn “einen Stil” oder “eine Art”, sondern eine Vielzahl unterschiedlichster Abläufe und Übungssysteme.

Jede dieser “Formen” hat ihre Berechtigung und auch ihren Nutzen, selbst wenn dies ausschließlich unter persönlichen Präferenzen betrachtet wird.

Um erneut den Vergleich mit dem Erlernen des Autofahrens zu bemühen:

Ein Kurs oder das Erlernen einer bestimmten Form kann dabei mit dem Führerscheinkurs und den Übungsfahrten verglichen werden. Der am Ende der Übungsstunden und nach erfolgreicher Prüfung erhaltene Führerschein – somit: “die Kenntnis der jeweiligen Form” – ermöglicht dem “frisch gebackenen Führerscheinbesitzer” nun “in Eigenregie” weitere Erfahrungen zu sammeln und “das Fahren” tatsächlich – irgendwann einmal (früher oder später) – “beherrschen” zu können.

Der Tai Chi Gung – Landessportverein ermöglicht mit seinem Einsteigertraining sowohl den Einstieg in “die Welt des Tai Chi (Chuan)” als auch den “Umstieg” von anderen bereits bekannten Tai Chi-Formen in das regelmäßige Vereinstraining (sozusagen: “nach unserer Art”), egal wie weit die ursprüngliche “Führerscheinprüfung für Tai Chi” bereits in der Vergangenheit liegt.

Mehr auf den Vereinsseiten unter: www.tai-chi-gung.at

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