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Chen Wangtin

Mittwoch 8. Februar 2012 von websifu

Glossareintrag: Chen Wangtin

Trotz aller Animositäten untereinander und der Rivalität der Vertreter der →Familien-Stile des Tai Chi Chuan (Taiji Quan), scheint bei diesen Einigkeit – zumindest Akzeptanz – darüber zu herrschen, dass der erste zuverlässige Bericht über die Entstehung des “heutigen Tai Chi” auf die Familie →Chen zurückgeht und als Begründer hierfür der Ahnherr Chen Wangtin gilt.

Manchmal wird sein Name auch “Chen Wantin” geschrieben. Von Vertretern des →Yang-Stils – wird er meist auch gerne mit Ch’en Chang-Hsing benannt.

Anm.: “Ein Schelm, wer Schlimmes dabei denkt” – Aber zumindest im Westen kommt dabei niemand so schnell auf die Idee, dass es sich hierbei um “Wangtin” der Familie “Chen” handeln könnte, oder? ;-)

Chen Wangtin lebte im 17. Jahrhundert unserer Zeitrechnung (1771 – 1853) und entwarf des erste anerkannte Tai Chi – System (sprich: Anerkannt von aktuellen Vertretern der Familienstile, siehe oben – bzw. der chinesischen Regierung im vergangenen Jahrhundert – s.d. auch: →Pekingform).

Sein Tai Chi System soll entstanden sein, indem er verschiedene Abläufe der Shaolin-Kampfkunst, Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (kurz: →TCM) und (Atem-)Übungen des Ch’i Kung (modern: →Qi Gong) zu einer Disziplin zusammenfasste.

Er lebte in dem heute hierfür berühmten Dorf Chenjiagou (abgeleitet von der Familie “Chen”), welches in der chinesischen Provinz Henan liegt.

Exkurs:

Die Vertreter des →Wudang-Kung-Fu, d.h.: des Wudang – Tai Chi(!), sehen die Begründung und die Entstehung des Tai Chi Chuan in der Legende von →Chang San-Feng (Pinyin: Zhang Sanfeng).

Zum einen sieht man dort in den Vertretern des Shaolin die “äußeren Kampfkünste” verwirklicht, zum anderen finden Wudang und dessen Repräsentanten erst wieder seit ungefähr Mitte der 80iger Jahre “offizielles Gehör” von Seiten der chinesischen Regierung. Womit auch erklärt wäre, dass es “davor” nichts gab (zumindest nicht nach außen hin).

Nachtrag zur Rivalität:
Und wer sagt da noch, dass nicht alle Männer gleich wären? – Bei uns heißt es: “Mein Haus, meine Frau, mein Auto…” – In China gilt: “Meine Familie, mein Meister, mein Kung-Fu/mein Stil…”“…ist besser als…”
*seufz*
Zwei Denkanstöße dazu:
Wie wäre stattdessen mit: “Mein Stil ist anders”? -
Oder: “Mein Stil passt zu mir”?

Tipps:

Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 8. Februar 2012 um 09:16 und abgelegt unter Geschichte & Hintergrund, Glossareinträge. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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