100 Meistersprüche zu Tai Chi – Aussage 11
Meisterspruch 011:
[Yang Cheng-Fu zur Bewegung/Handlung]
„Gebrauche Yi, nicht rohe Kraft!“
(→Übertragung/Transkription nach: Yang Cheng-Fu).
Hintergrundinfo:
→Yang Cheng-Fu (“Yang Ch’eng-Fu” oder “Yang Chengfu”), China 1883-1936.
„→Yi“ – übersetzt: „Intention“, „Absicht“;
sowie
„rohe Kraft“ – meist publiziert mit chinesisch „→li„,
übersetzt in etwa: „Muskelkraft“, „körperliche (Einsatz-)Möglichkeiten“ bzw. auch: „Körperlichkeit“.
Anmerkung:
„Benutze Yi nicht li“.
Eindeutig fuer Fortgeschrittene: “Das Geheimnis von Yi-Chi-chin” im Download.
Der Blogtext im Link hierzu beschreibt die Entwicklungsstufen eines Adepten und die dazugehörigen Buchvorlagen für Mitglieder.
Link:→ http://www.taichianer.at/das-geheimnis-von-yi-chi-chin/
Tipp:
Es hilft alles nichts. Immer schön der Reihe nach. „Überspringen“ von notwendigen „Stufen“ bringt jemanden nicht schneller weiter. Meist ist das Gegenteil der Fall: Es führt auf einen falschen Pfad …dabei gilt natürlich auch: „Rückschläge“ ermöglichen, dass der Adept wieder den richtigen Pfad beschreiten kann. Dann beginnt man halt wieder von vorn, um die notwendigen Erfahrungen sammeln zu können.
Wichtig: Manche Menschen „brauchen“ auch diese „Umwege“ – es dauert dann halt länger, bis… (na und?)
Im Grunde gilt bei Tai Chi (Gung): „Der Weg ist das Ziel“.
D.h.: Ja, natürlich müssen wir uns Ziele als „Meilensteine“ des Weges setzen, um die „Richtung“ einzuhalten.
ABER: Entscheidend ist dabei, welche ERFAHRUNGEN (körperlich, geistig und seelisch) wir bei „Beschreiten des Weges“ sammeln(!) – nicht, dass wir ein (Zwischen-)Ziel möglichst rasch erreichen und „Kenntnis“ davon erhalten.
(Ich sage dazu auch immer: „Verstehen ist Trostpreis“ – „Machen heißt meistern“)
[…erinnert ihr euch?].
