(aktualisiert im Februar 2026)
Vorwort
In der bisherigen Literatur bzw. in den Beschreibung der Formen von Tai Chi (Chuan) kann keine allgemeingültige, klare Aussage gefunden werden, wie der Ablauf vergleichend beschrieben und die Anzahl der vorkommenden Abschnitte – ebenfalls: allgemeingültig – gezählt werden kann.
Es finden sich unterschiedlichste Begriffe in unterschiedlichster Verwendung und Zählweise: Abfolgen, Folgen, Bewegungsfolgen, Bewegungsablauf, Positionen, usw. (So liest man z.B. von der Form mit 24 Folgen, der 85-Folgen-Form, der Form mit 84 Positionen oder der Form mit 102 Abfolgen, usw. usf. der Fantasie sind nahezu keine Grenzen gesteckt).
Je nach Zählweise gelangt man so zu unterschiedlicher Anzahl „der Inhalte einer Form“, welche real in der Trainingspraxis (Erweiterung der Kenntnisse) aufgrund von mehrfachen Wiederholungen gar nicht existieren.
Zu bestimmten Zählweisen hat natürlich auch der chinesische Ursprung beigetragen, da bestimmten Zahlen, bestimmte (mystische) Bedeutungen beigemessen wurden.
Um zu einer universell verwendbaren, als auch verständlichen(!), Bezeichnung zur Beschreibung und Einteilung von unterscheidbaren, in sich geschlossener, „einem gleichen Zweck und Zielsetzung“ dienender Bewegungsabläufe in der „Methode des Tai Chi“ zu gelangen, war es daher notwendig, dies in den unterschiedlichsten Stilen und vorhandener Beschreibungen zu untersuchen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, sowie eindeutige Kriterien festzulegen.
Erst eine exakte Definition ermöglicht es, unterschiedlichste Formen-Anleitungen (s.d.a. →Stile) zu Vergleichen, Inhalte zu strukturieren und nachvollziehbare Beschreibungen zu schaffen.
In anderen Sportarten kennt man beispielsweise „Figuren“ (im Eiskunstlauf – manche dort auch „Sprünge“, beim Synchronschwimmen, Turmspringen, Paartanz oder im Kunstflug), in den Kampfsportarten, Wassersportarten, beim Ballsport, beim Tennis, Tischtennis, Leichtathletik, Turnen, Wintersport usw. kennt man „Techniken“.
Beide Bezeichnungen (Figur und/oder Technik) „treffen“ aber nicht bei Tai Chi und erzeugen falsche Assoziationen.
Daher war es notwendig, hierfür eine andere Bezeichnung festzulegen und zu definieren.
Das Bild
Der Gründer des Tai Chi Gung hat im Jahre 2007 daher unter anderem die Definition „des Bildes“ vorgenommen.
Ein „Bild“ ist ein zusammengehöriger Bewegungsablauf, welcher sich in unterschiedlichsten „Ausprägungsformen“ (in verschiedenen →Stilen, sozusagen: Als „Interpretation“) und in unterschiedlichsten →Formen, sowie auch als →Danlian wiederfinden lässt und bestimmte Kriterien (auch: →Aspekte – siehe dort) erfüllen muss.
Es ist damit „mehr“ als bloß eine Figur und „mehr“ als eine reine (körperliche) Technik.
Ein „Bild“ benötigt daher laut Definition von uns
eine Beschreibung, welche
- den Namen,
- etwaige Alternative Bezeichnungen,
- die Chinesische Allegorie,
- eine Beschreibung des Ablaufes/die Durchführung,
- die dazugehörige Imagination (die „mentale Vorstellung“),
- den Kampfkunstaspekt
- ggf. Ablaufdarstellungen mit Fotos/Zeichnungen (Video) und Erläuterungen zur Ausführung,
- einschließlich „Überleitungsbewegungen“ (vom vorherigen Bild / zum nächsten Bild),
beinhaltet.
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[…] eine →innere Kampfkunst. Tai Chi ist eine Trainingsart, in der Einzel-Abläufe (sogenannte: →Bilder), in genau abgestimmter Art und Weise aufeinander folgend, fließend und ohne Unterbrechung (in […]