Aus den Archiven 2009 - Erstveröffentlichung: Von tai chi gung-User am 16. Mai 2009 um 14:10 Inhalt: Das Praktizieren. auf http://mein.salzburg.com/interessen/sport_action/2009/05/aufklarungsserie-das-ist-tai-c-1.html (Hinweis: Forum & Eintrag dort nicht mehr existent)
Das Praktizieren.
Tai Chi Gung zu praktizieren, bedeutet diese Sportart auszuüben.
Manchmal hört man von Zeitgenossen auch die Frage: „Wann bin ich mit Tai Chi fertig?“ bzw. „Welchen Kurs muss ich noch belegen, damit ich fertig bin?“
Antwort: Es ist wie bei jeder anderen Sportart. –
Wer stellt sich denn beispielsweise die Frage: „Wann bin ich mit Schifahren, Radfahren, Fußballspielen, etc. fertig?“ (außer Profis – sprich: Ende der Karriere als…).
Nehmen wir z.B. „Schifahren“. Welcher Mensch besucht als Anfänger einen Schikurs, erlernt soweit und somöglich der Kursdauer und des Kursumfanges nebst persönlicher Fähigkeit und Fortschritt es erlauben, das Fahren mit Schiern und stellt nach Absolvierung fest: „So, jetzt bin ich mit Schifahren fertig – was mache ich als nächstes?“.
Ernsthaft: „Wann ist man mit Schifahren fertig?“ – Dann, wenn man ein bestimmtes Ziel erreicht hat? – oder: Dann, wenn man Weltmeister, Europacupmeister oder Olympiasieger ist?
Genausogut könnte man einen Hobbysportler fragen: „Na, bist du jetzt endlich mit Fußball fertig? Wie lange brauchst du denn noch bis du das alles, was Fußball ausmacht gelernt hast? (bzw.: …damit du es wieder lassen kannst?)“.
Ist es nicht so, dass ich eine Sportart ausübe, weil sie mir „gut tut“, mein Wohlbefinden steigert, es mir Spass macht und ich mich manchmal alleine, dann wieder gerne gemeinsam mit anderen beschäftige, meine Zeit verbringe und bei (scheinbar gleichbleibender) Betätigung immer wieder neue Facetten des Sportes und in der Umwelt oder dem Umfeld, in dem ich mich bewege, entdecken kann? Ist es nicht so, dass eine Gruppe und regelmäßige Treffen (Termine), es mir erleichtern, mich in dieser Sportart zu üben und zu verbessern? – Das man sich hierbei mit „Gleichgesinnten“ (sprich: Ausübende der gleichen Sportart) gegenseitig anspornt, hilft, verbessert und auch aneinander oder untereinander vergleicht und misst?
Wieso sollte es bei der Ausübung von Tai Chi als Sportart (Tai Chi Gung) anders sein?
Seit mehreren Jahren höre ich immer wieder auch von Menschen, dass diese irgendwann einmal bereits einen Tai Chi Kurs besucht hätten. Selbstverständlich hake ich nach: „Und – was habt ihr gemacht? – Hat es dir gefallen?“. In jenen Fällen – und das sind die meisten – wo ein Kurs auch beendet wurde, erfahre ich dann, dass dies gut war, gut getan und Spass gemacht hat. Auf die weitere Rückfrage, ob auch weiterhin Tai Chi praktiziert werde, erfährt man dann ebenso oft: „Ich wollte ja, aber… (Zeitmangel, fehlende Motivation, …, Alleinsein, mangelndes Trainingsangebot für Gleichgesinnte, etc.)“, bzw. manchmal sogar erstaunt: „Wieso? – Der Kurs war zu Ende“ oder: „Es gab keinen weiteren Kurs“.
Die Schlussfolgerungen hieraus sind ein Motiv, welches zur Gründung des Tai Chi Gung – Landessportvereines veranlasste. Der Verein will eine Plattform, Sammel- und Treffpunkt für Tai Chi Praktizierende werden und in gemeinsamen Trainings diese Sportart ausüben. Diese Bewegungskunst sollte nicht nur von Kurs zu Kurs existieren, sondern als Sport wahrgenommen und regelmäßig auch in der Gruppe gemeinsam trainiert werden können.
Lehrgänge dienen dabei eigentlich nur dem Einstieg, dem Aufbau und der Vertiefung von Kenntnissen, sowie natürlich auch der Gewinnung neuer Mitglieder.
Was hierbei noch alles zu berücksichtigen gilt, welche Hintergründe und Entwicklungen existieren – also: mehr über diese Sportart, findet sich hierin demnächst..
…Fortsetzung folgt…
mehr zum Verein unter →www.tai-chi-gung.at
