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(Wortpyramide) Tai Chi Gung

Glossareintrag: Tai Chi Gung (Wortpyramide)

Tai

… „höchst“, „sicher“, „überragend“ (manchmal auch: „auch“) [Adjektiv];

„das Allerhöchste“, „der Gipfel der Entwicklung“ …“der/das Erhabene“, (sowie auch: „das Podest“, „der Zustand“, „die Bühne“, „der Stand“ …, „der [Dach-]First“, „der [Berg-]Gipfel“, …“Königreich“/“höchstes Amt“,
etc. … kurz: alles, was eine erhöhte Position im Vergleich zur Umgebung einnimmt) [Substantiv];

– und: „Der aufrechte Mensch“ [allegorisch! – sprich: „Ein Mensch, der ‚aufrecht‘ (‚aufrichtig‘) ist!“];

Chi

… simpel: „essen“ (Pinyin),
komplexer: „sich etwas (lebensnotwendiges) zuführen/aufnehmen“, „(etwas) bewahren“ sowie auch: „streiten“, „kämpfen“ [Verb]
(respektive: „das, was das Leben [auch] erhält“);“(sich) bewaffnen“, „bewaffnet sein“ oder „gewappnet sein“(!) – ebenso wie: „locker sein“, „sich lockern“ (Anm.: „…damit man gewappnet ist(!)“) [Adjektiv];Pinyin: „Qi“, Japanisch: „Ki“, Koreanisch: „Gi“ – bedeutet: „Energie“, „Atem“ oder „Fluidum“,
also: „Lebenskraft“, „Lebensenergie“ … „Quintessenz“, „Äther“, „Odem“ …Indisch: „Prana“, Keltisch: „Od“ [Substantiv];

Gung

… „arbeiten an…“, „die Pflege von…“ („pflegen“), “sich bemühen um”,
– „etwas bestimmtes(!) machen“, „sich etwas bestimmten(!) widmen“ [Verb]; –
… als auch:“der Palast“ [Pinyin: „gong“ – Substantiv, metaphorisch(!): „Ein Palast ‚bewahrt‘, ‚regelt‘ die Ordnung/Struktur innerhalb eines Landes/Gebietes“ – sprich: Ein Palast (im Sinne der [alten/ehemals] chinesischen Ansicht eines „Regierungssitz“) „erarbeitet“ und „bewahrt“ tagtäglich das Gemeinwohl des Volkes! -Es ist also vielmehr „die Aufgabe“ jenes Ortes und der Menschen, bzw. Ablaufe, welche sich darin befinden, gemeint, nicht „das Gebäude an sich“! –Wichtig: Ganz im Gegensatz zur westlichen Prägung jenes Wortes, wonach „ein Palast“ ausschliesslich einen „Prunk-“ oder „Protzbau“ (nur das Materielle!) darstellt, welcher ausschliesslich zu repräsentativen Zwecken („Eindruck schinden“) errichtet worden ist – „wurscht“, was darin gemacht wird!
– die ursprüngliche Bedeutung entspräche also synonym einem (höchsten) „Amt“, einem „Amtssitz“, welches einem bestimmten Zweck dient(!) – wie „Postamt“, „Gemeindeamt“, … „Sozialamt“, etc.pp.];

Tai Chi

… „Das allerhöchste dem Menschen (in der aktuellen Existenz) Zugängliche/Begreifbare“,
„Die höchste Form des Lebens/der Lebenskraft“,“Die Quintessenz des Lebens (…auf Erden)“,[allegorisch & metaphorisch];sowie zugleich:“Die gleichnamige Methode der (Bewegungs- und Verhaltens-)Kunst(form), um das volle Potential eines Menschen mit Körper, Geist und Seele auszuschöpfen und zu erhalten!“;

Tai Chi Gung

… „Die Pflege des Tai Chi“ – bzw.: „Das Ausüben und Bewahren der Kunst des Tai Chi“,

„Das Arbeiten an der Kunst(form) des Tai Chi“;

(Tai Chi Gung Fu)

… “Sich täglich (‚jederzeit‘), ohne Verbissenheit und Zwang [„Fu“ (!)] bemühen um [„Tai Chi“] die allerhöchste Form des Lebens[als Mensch] sowie der Aufrechterhaltung (‚Pflege‘) höchster Lebenskraft”;

Also:
Wir machen Tai Chi Gung!
(die Meister verstehen: „Tai Chi Gung Fu“) – kürzer kann man es nicht ausdrücken, ohne den Sinngehalt zu verlieren!

[Drei kurze, „sinngewaltige“, „mächtig inhaltsvolle“ Wörter…denn: Es gibt nichts Vergleichbares in den uns gängigen westlichen Sprachen, womit man selbiges zum Ausdruck bringen könnte – Logischerweise: Mir(!) ist nichts derartiges bis jetzt bekannt geworden… ich lasse mich aber gerne diesbezüglich vom Leben überraschen, wer weiß?].

Tipps:

Der Weg ist das Ziel

Dieser Satz soll uns daran erinnern, dass es nicht darum geht, einen „Streckenabschnitt“ möglichst rasch zu überwinden oder einen (gedachten) „Endpunkt“ einer Übung, eines „Lernabschnittes“, so schnell wie möglich zu erreichen – sondern: So viel wie nur irgend möglich „auf dem Weg dorthin“ zu erfahren, zu erleben, bzw. „einzusammeln“.

Es ist also wesentlich „interessanter“ den „Inhalt des Weges“ aufzunehmen, zu erfahren, zu ergründen – ja: Zu erleben – als den Endpunkt zu erreichen oder die „Übung abzuhaken“, bzw. als „erledigt“ zu betrachten.

Es geht um die Qualität des Weges, nicht um die Quantität (wieviele Wege man möglichst rasch zuruecklegt).

Damit ist also auch ein Paradigmenwechsel gemeint!

Definition Paradigma:

Ein Paradigma ist eine grundsätzliche Denkweise. Das Wort entstammt dem griechischen parádeigma. Übersetzt bedeutet es „Beispiel, Vorbild, Muster“ oder „Abgrenzung, Erklärungsmodell, Vorurteil“; auch „Weltsicht“ oder „Weltanschauung“.

Unter anderem: Wegzukommen von dem Maßstab und der Einstellung der Quantität(ssucht) hin zur Qualität(ssicht)!

D.h.: Den Grundgedanken von „immer mehr“, „immer schneller“, „immer höher“ zu ersetzen durch: „immer besser“, „immer intensiver“ bzw. „immer perfekter“!

Wer ein wenig darüber nachdenkt, wird erkennen, wie maßgeblich dies ist: Alles(!) in unserer Gesellschaftsstruktur scheint ausschliesslich auf Quantität ausgerichtet.

Jedes Bestreben, egal in welchem Bereich (Wirtschaft, Politik, Gesellschaft) ist derzeit ausschliesslich an Zahlen, Mengen und quantitativer Bereicherung ausgelegt. Es zählt ausschliesslich nur „das in Zahlen quantifizierbare“, nicht die Qualität der Ausführung oder Erfahrung.

„Mehr produzieren“, „mehr leisten“, „mehr verdienen“, …,  „Wachstumsraten“, „Bevoelkerungszahlen“,“Produktionsraten“ … sowie (Gegenseite zur Steuerung): „mehr sparen“, „mehr einschränken“, sowie: „mehr regeln“ (ausschließlich: Quantität statt Qualität!).

Btw.: Auch „die Krise“ zeigt ganz genau diese Problematik: Es interessieren nur die Zahlen und „Mengen“ der Bevölkerung – völlig egal, wie sich die Maßnahmen auf die Gefühle, Bedürfnisse und Lebens-Qualität der Menschen auswirkt.
Slogan: „…zuerst muessen die Zahlen stimmen, dann…“.

Tai Chi lehrt etwas anderes – nämlich: „Die Vereinigung der Gegensätze“, bzw. „sowohl als auch“. Über einen(!) Aspekt kann niemals „die Gesamtheit“ erfasst werden.

In diesem Sinne: Tsai tsien!

Ambiguität

Glossareintrag: Ambiguität

Ambiguität ist das Fremdwort für „Mehrdeutigkeit“.

Es gibt hierzu einen sehr schönen Artikel in der „freien Enzyklopädie“ Wikipedia
(Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Ambiguit%C3%A4t ).

Leider wird dort nur in einem Nebensatz erwähnt, dass Mehrdeutigkeit vor allem ein Charakteristikum von sprachlichen Zeichen sei und somit beispielsweise in Folge völlig ignoriert, dass auch chinesische Schriftsymbole – per se – mehrdeutig verwendet werden und daher nicht nur ambivalent, sondern meist eben mehrdeutig interpretiert werden können.
Sehr schade!

Da wir uns mit dem Tai Chi Gung – Landessportverein in Salzburg es auch zur Aufgabe gemacht haben, Aufklärungsarbeit in und rund um das Thema Tai Chi, sowie dessen Herkunft und Bedeutung durchzuführen, haben wir schon des öfteren darauf hingewiesen, dass alle ursprünglich aus dem Chinesischen stammenden Begriffe, Bezeichnungen und Übertragungen, eben NICHT immer so einfach – eindeutig(!) – interpretierbar und übersetzbar sind.

Siehe dazu auch: →Übertragungsprobleme

Es ist daher zum Verständnis der chinesischen Kampf- und Bewegungskunst mit – übertragenem(!) – Namen Tai Chi Chuan, einfach wichtig zu wissen, dass dies eben so ist und alle chinesischen (Schrift-)Symbole mehrdeutig sind und Kombinationen davon (Wörter, Sätze) noch weitere Ambiguität erzeugen, anstelle diese zu vermindern.

Daher hilft es auch nichts, sich bloß darüber zu streiten, ob eine Übertragung in Lateinische Buchstaben besser mit Pinyin– oder nach Wade-Giles-System erfolgen soll, wenn dabei die ursprüngliche Ambiguität der Schriftsymbole völlig vernachlässigt wird.

Erst die Beschäftigung mit dem Vergleich jener Interpretationen – welche diese nun mal sind – ermöglicht weitere Erkenntnisse und ein tieferes Verständnis.

Dann zeigt sich auch, dass mit „TAI CHI“, „Tai Chi“, „Taiji“, „T’ai Ch’i“, … usw. usf. manchmal das gleiche, häufig das selbe und manchesmal aber etwas völlig anderes von den jeweiligen Autoren gemeint ist.

Exkurs:

Ebenso empfehlen wir jedem Genießer und Studierenden der chinesischen Philosophien, egal ob „I Ging“, „Taoismus“, „djang-Buddhismus“ (sprich: „Zen-Buddhismus“) oder (deutsche!) Literatur des Konfuzius, jene als eine(!) Interpretation des jeweiligen Verfassers zu betrachten und nicht gleich in die Kategorie „DAS Werk“ zu schubladieren, solange man nicht selbst dazu in der Lage (oder Willens) ist, die Urtexte in chinesischen Schriftsymbolen zu lesen und die darin (automatisch – s.o. Ambigiutät) enthaltene Mehrdeutigkeit nach und nach selbst zu ergründen.

Beispiele:

Chinesisches Schriftzeichen Übertragung in lateinische Buchstaben mögliche Übersetzung, Bedeutung, Interpretation
Tai
T’ai
groß, bedeutend, hochstehend,
markant, mächtig, hervorstehend,
aufrecht stehend
„der aufrechte Mensch“
Chi
Ch’i (Wade-Giles)
Qi (nach Pinyin)
(Lebens-)Hauch, Atem, Odem;
Kraft, Energie,Kraft in (jeglicher)Bewegung (des Lebens);
indisch: „Prana“
keltisch: „Od“
ji
(gi)
Werkzeug, Anwendung, Methode (im Sinne einer Ausführungsart),
auch: sanft, passend, anpassend, geeignet
und: „wie Wasser“
Chuan
Quan (nach Pinyin)
gesprochen: „tschu-an“;
unter anderem:
Weg oder Handlung, Kunst(-form), „Lebensinhalt“; ebenfalls: „Methode“ im Sinne einer bestimmten „Ausführungsart“
sowie: „Quelle des“
bzw. „Inspiration für“
Gung
Gong (nach Pinyin)
ebenso: Kung, Kong, etc.
„die Pflege von (etwas)“
„das Bemühen um (etwas)“
„die Arbeit an (etwas)“
„das Streben nach (etwas)“

Bei Beschäftigung damit, erkennt man:

  1. Die Übertragung der (Bild-)Symbole in lateinische Buchstaben schränkt den Inhalt schon ein. (Es heisst doch auch: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“)
  2. Unterschiedliche Übertragungen können(!) von Fall zu Fall den ursprünglichen Sinngehalt völlig verfälschen. Beispiel: „Chi“ oder „Qi“ im Gegensatz zu „ji“ (bzw. manchmal auch: „gi“) – alles gesprochen: „tschi“.
  3. Eine Übersetzung schließlich, schränkt die ursprüngliche Bedeutung noch mehr ein.
    Vor allem dann, wenn es im verwendeten Sprachraum den zu übersetzenden Begriff in ähnlicher Bedeutung gar nicht gibt!
    Eben auch: „Tai“, „Chi“, „Gong“(„Kung“) …oder „Prana“, etc.
    [Anmerkung: Oder manchmal eben auch: nicht mehr(!) gibt, wie z.B. „Od“]
  4. Je mehr Übertragungsvorgänge dazwischen liegen, desto mehr Fehler können sich anhäufen. Zum Beispiel: Eine chinesische Vorlage wird in das Englische (Amerikanische) übersetzt und diese dient wiederum als Grundlage für eine deutsche Ausgabe. Ist in letzterer tatsächlich das gemeint, was der Ursprung zu übermitteln versuchte?

Exkurs:
Eine „Rückübertragung“ von Pinyin-Buchstabenfolgen oder Wade-Giles-Wörtern in chinesische Schriftsymbole („Buchstaben“) erklärt dann nicht automatisch die ursprüngliche Verwendung und deren Zusammenhänge!

Das heißt:

Jede Übersetzung symbolbasierender Schriftstücke bedeutet automatisch eine Verminderung der Ambiguität und des hiermit verbundenen ursprünglichen (Symbol-)Gehaltes und führt damit auch – wortwörtlich – zum Verlust an Bedeutung.

Eine Übersetzung chinesischer Schriftzeichen erscheint (nur) daher „eindeutig“, weil sie durch die Bearbeitung der daran Beteiligten in deren Sinne und Verständnis eben so, wie von jenen ausgeführt, interpretiert wurde!

Manchesmal ergibt sich allein schon aus der Kenntnis dieser Ambiguität, sowie der Anerkennung des Vorhandenseins von Übertragungsproblemen, die Möglichkeit der Sicht neuer Zusammenhänge.

Es entstehen hieraus eigene, neue Gedankengänge, welche es erlauben, fortgesetzte Texte gleicher Thematik anhand des Vergleichs verschiedener Quellen, für sich selbst zu verifizieren oder auch zu falsifizieren.

Sprich: Man merkt plötzlich selbst, ob ein Schreiber (besser: „Übersetzer“) „sinngemäß richtig“ vorgegangen ist oder eben Verwechslungen unterliegt, oder sogar Zusammenhänge herbeiführt, welche nicht existieren (können), oder einfach nur versucht,  jemanden ein „X“ für ein „U“ vorzumachen, da er selbst nicht „fitt“ in der Materie ist.

Tipps:

Die Welt der zehntausend Dinge

Glossareintrag: Welt der zehntausend Dinge

Glossareintrag: Die zehntausend Dinge

Als die „Welt der zehntausend Dinge“ oder auch nur “die zehntausend Dinge” wird ein Begriff aus dem chinesischen in lateinische Buchstaben übertragen, welcher sich vielfach in bei uns erhältlicher Literatur über →Taoismus, dem →„I Ging“ und manchmal auch in Texten über →TAI CHI als auch →Tai Chi (Taji)[→chuan/quan] finden lässt.

Jener Begriff – selbstverständlich in den Urfassungen als chinesische Schriftsymbole – wird meist dann verwendet, wenn der Autor verdeutlichen will, dass in seinen Ausführungen, die materielle, also „gegenständliche“ Welt, sowie alle unzähligen Ausprägungsformen hierin gemeint sind.

Mit „die zehntausend Dinge“ wird also jedwede(!) materielle Existenzform und Erscheinung (eben: „Dinge“) – die Sterne, die Erde, die Planeten, …, der Mensch, Tiere, Pflanzen, Steine, …, Mineralien, …Substanzen – angesprochen.

Impliziert wird hierdurch einerseits auch, dass es eben darüberhinaus „andere“ nicht genau fassbare oder „bezifferbare“ Existenzformen, „Kräfte“ und „Geschehnisse“ gibt, welche sich eben von der materiellen Welt (dem materiellen Kosmos – den „Dingen“) unterscheiden, als auch, dass jene anderen „Ebenen“ oder „Existenzformen“ sich der oft der (exakten) Beschreibung entziehen, aber genauso als „real“ – also für den Menschen ebenfalls beobachtbar und wahrnehmbar – anerkannt werden.

Wozu müsste sonst eine sprachliche, beziehungsweise schriftliche Unterscheidung zwischen „der Welt/dem Kosmos (insgesamt)“ und „den zehntausend Dingen“ vorgenommen werden?

Tipps:

  • Weitere Fragen und Antworten zu Tai Chi Gung finden sich auf der Seite: →Ask a Sifu
  • Weitere Begriffserklärungen zu Stichwörternvon A bis Z
    findet man(n)/frau im alphabetisch sortierten →Glossar-Index
  • Unterstütze die Vereinstätigkeit als Fördermitglied und genieße alle Vorteile, unter anderem den Fernlehrgang:
    Fernlehrgang im eLearning (Inhalte und Vorteile)

yin yang code

Glossareintrag: yin yang code

Alternativ: yin yang Strichcode, yin-yang-Strichcode

Vorinformation

Vor sehr langer Zeit – mehr als ca. 1300 Jahre vor Christus – tauchte in China das Werk des →I Ging auf. Ein anderer Name für dieses Schriftgut ist: Das Buch der Wandlungen.

Heute besteht dieses Werk eigentlich aus zwei Teilen: Der erste Teil stellt die ursprüngliche Überlieferung dar, der zweite Teil besteht aus einer Vielzahl von Kommentaren unterschiedlicher Autoren, welche im Laufe der Zeit hinzugefügt wurden, wobei nur einige Schreiber, wie z.B. Kung Tse, alias Konfuzius, oder Lao-Zi (alias Laotse bzw. →Lao-Tse) namentlich bekannt und überliefert sind.

Anmerkung:
Die tatsächliche Quelle des I Ging läßt sich heute nicht mehr feststellen, genausowenig, ob dieses Werk ursprünglich in China entstand, oder von woanders her übernommen worden ist.

Darüber hinaus ist ebenfalls bemerkenswert, dass hieraus in späterer Folge zwei hochrangige kulturelle Strömungen mit gegensätzlicher philosophischer Interpretation entstanden sind: Der →Taoismus und der Konfuzianismus.

Der erste Teil, der „Haupteil“ des I Ging, beschreibt das Wesen und Wirken von →TAI CHI, die Entstehung und den Wandel des Kosmos, sowie die daran beteiligten „atomaren“ Prinzipien, das untrennbar miteinander verbundene polare „Eigenschaftspaar“ →yin und yang.

Damit der Aufbau der „Welt der zehntausend Dinge“ – so benannten die alten Chinesen, die Welt und alles, was sich darin findet, also den Kosmos – anhand des dualen „Eigenschaftspaares“ leichter und übersichtlicher dargestellt werden konnte, bediente man sich dabei eines Strichcodes.

Der yin-yang-Strichcode

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