Glossareintrag: Welt der zehntausend Dinge
Glossareintrag: Die zehntausend Dinge
Als die „Welt der zehntausend Dinge“ oder auch nur “die zehntausend Dinge” wird ein Begriff aus dem chinesischen in lateinische Buchstaben übertragen, welcher sich vielfach in bei uns erhältlicher Literatur über →Taoismus, dem →„I Ging“ und manchmal auch in Texten über →TAI CHI als auch →Tai Chi (Taji)[→chuan/quan] finden lässt.
Jener Begriff – selbstverständlich in den Urfassungen als chinesische Schriftsymbole – wird meist dann verwendet, wenn der Autor verdeutlichen will, dass in seinen Ausführungen, die materielle, also „gegenständliche“ Welt, sowie alle unzähligen Ausprägungsformen hierin gemeint sind.
Mit „die zehntausend Dinge“ wird also jedwede(!) materielle Existenzform und Erscheinung (eben: „Dinge“) – die Sterne, die Erde, die Planeten, …, der Mensch, Tiere, Pflanzen, Steine, …, Mineralien, …Substanzen – angesprochen.
Impliziert wird hierdurch einerseits auch, dass es eben darüberhinaus „andere“ nicht genau fassbare oder „bezifferbare“ Existenzformen, „Kräfte“ und „Geschehnisse“ gibt, welche sich eben von der materiellen Welt (dem materiellen Kosmos – den „Dingen“) unterscheiden, als auch, dass jene anderen „Ebenen“ oder „Existenzformen“ sich der oft der (exakten) Beschreibung entziehen, aber genauso als „real“ – also für den Menschen ebenfalls beobachtbar und wahrnehmbar – anerkannt werden.
Wozu müsste sonst eine sprachliche, beziehungsweise schriftliche Unterscheidung zwischen „der Welt/dem Kosmos (insgesamt)“ und „den zehntausend Dingen“ vorgenommen werden?
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