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Die Fünf Künste im alten China

„Wu Shu“ – Die „fünf Künste“:

Glossareintrag: Fünf Künste

Es war im alten China für die Mitglieder des „gehobenen Standes“ (also ab „Bürger“, Beamte, Adel, Hofstaat) Pflicht, sich in den sogenannten „fünf Künsten“ nicht nur auszukennen, sondern diese auch „tagtäglich“ zu perfektionieren, also „zu pflegen“ („gung“).

Die Traditionellen „Wu“ (für „fünf“) „Shu“ (für „Künste“) waren:

  • Yangsheng“ (in etwa: „Der Jungbrunnen“):
    Langlebigkeitstechniken – Zur Verbesserung und Erhaltung der Gesundheit und des Körpers. Dazu gehörten beispielsweise Übungen und Techniken des „Chi-Kung“ (die Pflege des Chi), welches in den 1950er-Jahren dann unter dem Begriff des „Qi Gong“ „neu erfunden“ und verbreitet wurde;
  • Yangxing“ (für: „junger Geist“):
    Spirituelle Kultivierung – Meditation, Fortbildung zur Erlangung von Weisheit, Studium von Geschichte, Philosophie und Meta-Physik usw.;
  • Xiang“ (für: „[analytisches] Denken„):
    Heilkunde und Analyse der Erscheinungen – Beschäftigung, Erkenntnis und Verständnis von der Welt, der Umwelt, der Natur, …, den Menschen, Tieren, Pflanzen und Interaktion damit, sowie dem eigenen Körper – also: Biologie, Soziologie,
    Psychologie, usw., sowie die „Traditionelle Chinesische Medizin“ (→TCM);
  • Shan“ (für: „Berg“ – [sich] „ausdrücken“):
    Beschäftigung und Übung kreativer, schöpferischer Ausdrucksformen (Tanz, Schriftzeichen, Kalligraphie, Poesie, …, Zeichnen, Malen, …, Kunsthandwerk, usw.usf.);
  • Kampfkunst“ – Beschäftigung mit der Kriegskunst (Neuzeit, seit den 1950er: [modernes]“wushu“ – also seither für: „Kampfkunst“):
     Verbessern und Aufrechterhaltung von Angriffs- und Verteidigungstechniken („Bestehen im Kampf“ bzw. „Selbstverteidigung“ …als auch: „Führung im Kampf“);

Als →Chang San-Feng (Zhang San-feng, 1279-1368) der Legende nach schließlich als Beamter in Pension ging und sich in den Bergen von Wudang niederließ, kam ihm sozusagen die Idee zu Tai Chi Chuan („der Methode des Tai Chi“) mit der Problemstellung: „Warum jeden Tag, sich separat Zeit nehmen und Mühe machen, jede einzelne dieser fünf Künste separat zu perfektionieren? – Gibt es denn keine Möglichkeit/Kunst(form)/Methode, dies gleichzeitig – alles in einem – durchzuführen?“ … mehr dazu im entsprechenden Glossareintrag.

Heute

ist „Wu Shu“ eine Anfang der 1950er Jahre von der Regierung der Volksrepublik China anerkannte Zusammenstellung von einigen Ausführungen der traditionellen chinesischen Kampfkünste und neu von einem Komitee erschaffenen Gestaltungen. Man sprach danach auch vom „modernen Wushu“.

Das Schriftzeichen wurde entsprechend angepasst („wu“ ist zwar gesprochen noch „wu“, aber nicht mehr fünf, oder so – fertig, passt scho).

Interessanter Exkurs:
„Wu Shu“ ist nach Pinjin-Transkription auch „Wuxu“ (ebenfalls gesprochen: „wu-schu“) und kann dann gleichzeitig „bedeutungslos“(!) heißen (seit den 1950ern).

Nunmehr: „→Wushu“ = Kurzform und „Zusammenfassung“ für (chinesische) „Kampfkünste“

Tipps:

Bilder, die in Tai Chi leicht verwechselt werden

[Lesezeit: 5-10min (ohne Querverweise – Attention: Another rabbit-hole !) – Querverweise: 31(!) – Checker-Zeit: 1-2 Jahre Tai Chi-Training (Schätzwerte)]

Vorinformation:

Wie schon des Öfteren angeführt, gibt es in der Tai Chi – Community und deren Veröffentlichungen – mit Ausnahme des Tai Chi Gung – Landessportvereins – keine einheitlichen Begriffsdefinitionen.

Daher finden sich in den Beschreibungen von →Formen die unterschiedlichsten Bezeichnungen für zusammengehörige Bewegungsabläufe ohne klar begrenzte Merkmale von: Abfolge, Folge, →Abschnitt, →Bewegung, →Position, … und sogar: →Form(!).

Ja, dadurch erhält eine Beschreibung dann den Titel: „Die 48er Formen Form“ oder:
„Die 84 Positionen des Chen-Stil“, sowie: „85 Folgen Yang-Stil-Form“ usw.

Die Verwirrung jedes Tai Chi – Interessierten wird hierdurch noch größer, denn nicht nur, dass es unterschiedlichste Varianten von Formen (also den gesamten zusammengehörigen Übungsablauf mit einem klaren →Anfang und einem klaren →Ende) in unterschiedlichsten →Stilen (siehe dort) gibt, sondern auch dadurch, dass →mangels exakter Definitionen auch die zur Beschreibung verwendeten Begriffe inkonsitent verwendet werden.

Geschweige denn durch →Transkriptions- und →Übersetzungsprobleme (siehe dort).

So gibt es beispielsweise Aufzeichnungen „der“ →Chen-Form (Zwischenfragen: Nur einer? – Welcher genau?), mit der Einteilung nach „Positionen“, welche an der 2. Position „Jin Gang Dao Zhui“ („Der Wächter des Buddha stampft den Mörser“) nennt, welche als 6. Position zu wiederholen wäre.

ABER: Die erste Abfolge, eben bezeichnet mit „2. Position“, 4(!) →Bilder (nach Definition des →Tai Chi Gung – Landessportverein) enthält und in der zweiten (eigentlich der „Wiederholung“), 2(!) Bilder enthalten sind und die Bewegungsabläufe „der Position(!)“ insgesamt anders(!) zu machen sind und sich nur ein Bild („Der Wächter stampft den Mörser“) wiederholt.

Mit „Position“ ist in dortiger Beschreibung also ein Abschnitt des Gesamtablaufes, eine Bewegungs-Abfolge gemeint. Dies ist schon grundsätzlich eine falsche Wortwahl. Eine „Position“ ist nach deutschem Sprachverständnis im Zusammenhang mit Körperlichem/Materiellem aber eigentlich ein starrer, fester Standort im Raum oder eine bestimmte Haltung, welche eingenommen wird. Ein „Fixpunkt“, kein Ablauf!

Selbstverständlich setzt sich dies in jener gesamten Beschreibung fort: Abläufe werden scheinbar gleich benannt, sind unterschiedlich lang und können eine unterschiedliche Anzahl von Bildern enthalten. „Gleich“ Benanntes ist darin eben „nicht gleich“!
(Muss man sich halt merken, dass da dies so und woanders halt anders gemacht wird – dazu gibt es dann ja Kurse, nicht?)

Fazit:
Erst duch die exakte, abgegrenzte Definition (Link: →Das Definitionsproblem) ist dies erkennbar und konsistente Verwendung in der Überarbeitung der Beschreibungen möglich, welche dann „von jedem“ nachvollziehbar ist (…natürlich: Sofern dies überhaupt gewollt ist. *g*).

Die Definition eines Bildes findet sich im →Glossar unter →Bild.

Gerne verwechselte Bilder

Die Folge dieser ganzen „Begriffsverwirrung“ ist natürlich auch, dass dann ganze Bilder verwechselt werden, wenn diese – oberflächlich betrachtet – ähnlich anmuten.

Hier möchte ich nun exemplarisch anführen, welche Bilder gerne verwechselt werden und sogar in Videos zu „bekannten“ Formen, „falsch“ ausgeführt werden. 

Die häufigsten Verwechslungen finden sich in Darstellung und Ausführung der so genannten →Peking-Form (der „→24er-Form„).

Anmerkung:
Cheng Man-Ching (1900-1975) soll einmal, gefragt nach seiner Meinunung zu dieser Form, gesagt haben, jene gleiche einer Raubkatze, welcher man die Zähne gezogen hat.
Der Tai Chi Gung – Landessportverein „zeigt“ daher wieder Zähne und trainiert jene mit 25 Bildern wieder unter Berücksichtigung des Kampfkunstaspektes.
***

♦ Als erstes

findet dort meist eine Verwechslung oder „Vermischung“ des Bildes „Die Schlange kriecht nach unten mit „Der (weiße) Drache erhebt sich“ (oder auch: „Der weiße Drache steigt aus dem Wasser“) statt.

Foto „Die Schlange kriecht nach unten“

„Die Schlange kriecht nach unten“ wird oft auch sehr simpel mit „Die hockende Peitsche“ bezeichnet. Hier fehlt natürlich dann die Allegorie, welche die Zuordnung zur verwendeten →Gua und dem tatsächlichen →Kampfkunstaspekt erschwert.

Die Bewegung und Kraftwirkung geht hierbei „von oben – nach unten“.

Anmerkung:
Auf „Die Schlange kriecht nach unten“ folgt „Der goldene Hahn steht auf einem Bein“ (…das ist dann erst die „Bewegung nach oben“!)

Beim Bild „Der weiße Drache steigt aus dem Wasser“ (beachte: Allegorie!) wird jedoch nachdem eine tiefe Körperhaltung eingenommen wurde, zuerst eine nach vorne „schiebende“ Bewegung des unbelasteten Beines und der Hand (mit der Faust) auf der gleichen Seite vorgenommen und ist man dann mit dem Bein und der Hand am Endpunkt angelangt, wird der Körper gleichzeitig mit der Faust „nach vorne oben“ aufgerichtet!

Fotoreihe „Der weiße Drache steigt aus dem Wasser“



In Videos nutzt man bei Vorführung der „Hockenden Peitsche“, dann eine nach vorne schiebende Bewegung als übertriebene Darstellung, „wie klasse“ der Protagonist sein Bein aus „hockender Stellung“ möglichst weit nach vorne „schieben“ kann. Das mag zwar Laien beeindrucken, aber ist grundsätzlich falsch, da weder „Die Schlange kriecht nach unten“ noch „Der weiße Drache erhebt sich“ (vulgo: „Durchdringende Faust“, →48er) schlussendlich korrekt ausgeführt werden. Tja: Posing ist halt keine (Kampf-)Kunst!

Aber jenes „Mixed-Martial-Posing“ verleitet auch dazu, dass gerne das eine mit dem anderen Bild von Adepten des Tai Chi verwechselt wird und leider ebenso häufig keines von beiden dann korrekt angewendet wird.

♦ Als zweites

findet eine häufige Bild-Verwechslung bei „Die Nadel am Meeresgrund“ (→Yang-Stil!) statt.

„Himmel hilf – was ich da alles schon an Beschreibungs-Blödsinn vernommen habe und lesen konnte“. Mangelndes Wissen wird durch blühende Fantasie ersetzt.
Tipp: Manchesmal ist schweigen einfach besser, einverstanden?

Also: „Der Meeresgrund“ ist eine andere Bezeichnung des →Energiezentrums „→Hui Yin“ (siehe dort). Das Bild „Die Nadel an den Meeresgrund“ vulgo: „Die Nadel am Meeresgrund“ beinhaltet also eine „Technik“, wie ich „eine Nadel“ (wortwörtlich), oder: Einen Schlag, einen Stoß, einen Stich mit der →Schwerthand, dem Gegner genau dorthin(!) setze. Kampfkunstaspekt. Punkt.

Foto „Die Nadel am Meeresgrund“ (Yang-Stil)

Verwechselt wird dieses Bild häufig mit dem Bild aus dem →Chen-Stil(!):
„Wasser schöpfen und wieder verschließen“.

Fotoreihe „Wasser schöpfen und wieder schließen“ (Chen-Stil)




Und Abläufe werden, ebenso wie bei erstgenannter Bildverwechslung „vemischt“. Daher gehen dann die (schrägen) Interpretationen in die Erklärungsrichtungen: „Das ist so, als ob man am Strand im Meer im Wasser steht und vom Meeresboden etwas aufhebt oder schöpft“ (*lol* – „Echt jetzt? btw.: Und wozu dient dann das?“).

Leute, nein, das ist nicht so!

Es werden „Äpfel mit Birnen“ verwechselt (Yang-Stil vs. Chen-Stil). Das eine Bild hat nichts mit dem anderen zu tun. …und der „Schöpfvorgang“ findet auch nicht am „Meeresgrund“ statt!

Der „Schöpfvorgang“ („Chu shou“ – manchmal auch: „Erstes Entgegennehmen/Aufnehmen“) hat im Chen-Stil (also dort!) mit der Energiearbeit (dem „Chansi“) zu tun. Die Drehung der Hände erfolgt (bedingt) aus dem „positiven Chansi“ und dem „negativen Chansi“ heraus.
Ein Kampfkunstaspekt wäre beispielsweise dabei: „Den Gegner aushebeln und nach unten blocken“.

Fazit:

Beachtet man die Quelle (Lehrer?, Stil?) sowie, dass jedes(!) Bild auch einen Kampfkunst-Aspekt beinhaltet, dann erkennt und „versteht“ man auch die Unterschiede.

Bedenke ebenso: Tai Chi (Chuan) ist kein Qi Gong!

Tai Chi hat eine andere →Intention [Wozu Tai Chi?], andere →Ziele, ein anderes →Arbeitsmodell – siehe dazu auch: → Unterschied von Tai Chi zu Qi Gong )

Was ist Chansi Gong (Cansigong) beim Tai Chi – Training?

Glossareintrag: Chansi Gong
Glossareintrag: Cansigong

Chansi Gong (auch: Chan Si gong, Cansi Gong, Cansigong) ist eine Sondertrainingsform des →Chen Stiles

Cansigong wurde im Chen-Stil von Großmeister Chen Xiaowang Ende des 20. Jhdt. zusammengestellt und dient dort, also: im Chen Stil(!), seither als „Basisübungskomplex“ für Einsteiger.

Der auch als „Seidenfadenübungen“ oder „Seidenübungen“ (engl.: „ silk reeling„) übersetzte Trainingsabschnitt gilt seither als Ausgangsbasis des Chen-Stil – Tai Chi Trainings.

Es sollen hierbei die Grundlagen der Bewegungsabläufe, körperliche Stärke, Koordination, Körperbewusstsein, Achtsamkeit, Einheitlichkeit der Bewegung, sowie „Energiearbeit“ erlernt und perfektioniert werden.

Chansi Gong ist kein Tai Chi (Chuan)!

Es ist als Vorbereitungs- und Einstiegstraining konzipiert, um nach Bewältigung jener Stufe der Fertigkeiten, mit dem eigentlichen Training von Tai Chi beginnen zu können.

Cansigong wird ausschließlich im aktuellen Chen-Stil praktiziert, da es ja dessen „Erfindung“ (s.o.) ist.

Anmerkung: Selbstverständlich werden diese Übungen in der Trainingspraxis des Chen-Stiles auch regelmäßig zum Aufwärmen genutzt, um die vom Großmeister erkannten und benannten Grundlagen ständig zu vertiefen und deren „Wirkungen“ und „Verhaltensweisen“ in das darauffolgende Tai Chi – Training einfließen zu lassen.

Die „→Seidenübungen“ (siehe auch dort) gelten daher im Chen-Stil als probates Hilfsmittel vor Einstieg in die eigentliche Tai Chi-Praxis.

Es wird beim Chen-Stil auch ausgesagt, dass ein Anfänger erst dann mit Tai Chi beginnen darf, wenn jener die Seidenübungen (Chansigong), einschließlich der sogenannten „Säulenübung“ (das ist: „Den Baum umarmen“), in der Dauer von mindestens 1 Stunde,  zu beherrschen gelernt hat.

Bild „Säulenübung“ bzw. „Den Baum umarmen“

Exkurs:
Die Problematik des Chansigong liegt meiner Meinung nach darin, dass jene zu stark an Qi Gong angelehnt sind, also: Ein anderes →Arbeitsmodell, als Tai Chi Chuan als Grundlage haben.

Und die Problematik der „Säulenübung“ liegt darin, dass jene zwar ausgezeichnet die Selbstdisziplin zur Körperbeherrschung und Fokussierung fördert – es hilft zu mentaler Stärke und zur Kräftigung der Beine – aber eben statisch(!), bewegungslos(!) ausgeführt wird!

Damit also einer super „hardcore Zen-Meditation“ entspricht, eigentlich jedoch nichts mit Tai Chi zu tun hat, weil Tai Chi „prinzipell“ ja einer dynamischen, fließenden „Meditation in Bewegung“ entspricht.

Fazit:
Weshalb also vor Beginn der eigentlichen Tai Chi-Praxis „ein anderes Übungssystem“ erlernen?

Der Tai Chi Gung – Landessportverein beschreitet seit Jahren einen anderen Weg, um Einsteigern und aktiven Mitgliedern, den Energieaspekt nahezubringen, sowie gleichzeitig die körperlichen, geistigen und seelischen Fertigkeiten zur Ausübung von Tai Chi „aufzubauen“, „zu stärken“ und „zu verbessern“

(u.a.: Wird „Den Baum umarmen“ nur mehr zur Erklärung einer Körperposition herangezogen, aber nicht mehr geübt, da eben statisch [keine „Meditation in Bewegung“] und zur Stärkung der Rücken- und Beinmuskulatur anderes wesentlich besser geeignet ist).

Wir nutzen hierzu eine Kombination von verschiedenen, „dynamischen“ Vorbereitungsübungen, welche bei jeder(!) Trainingseinheit („zum Aufwärmen“) durchlaufen werden und alle(!) Aspekte harmonisch und „vollständig“(!) nahebringen: „Tiefenatmung“, „Stehen im Wasser“, „Wolkenhände“ und „Armekreisen“.

In diesem „Set von vier Aufwärmübungen“ findet sich nun ebenso „eine Essenz des Tai Chi“, um idealen Einstieg in die →Formen-Übung zu erreichen.

Tipps:

Trauernachricht zu Gertrude Hollaus

In Liebe und Dankbarkeit erinnern sich:
Ihre Tochter Iréne-Katrin Hollaus, ihr Lebenspartner Gottfried Michael Rinner, Freunde und Vereinsmitglieder, Verwandte, Nachbarn, Arbeitskollegen, Patienten und viele andere mehr, denen sie im Leben begegnet ist.

→Download als PDF

Die Gedenkseite mit Möglichkeit zur Kondolenz an die Familie  findet sich unter: →
https://bestattungen-mielke.gemeinsam-trauern.net/Begleiten/gertrude-hollaus

Als Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des Tai Chi Gung – Landessportverein war es ihr immer wichtig, diesen jederzeit zu unterstützen, ohne selbst öffentlich aufzutreten.

Statt Blumen oder Devotionalien zu überreichen, bitten wir in ihrem Sinne um eine Spende an den Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg, auf das Konto bei der BAWAG P.S.K. –
BIC: BAWAATWW – IBAN: AT94 6000 0005 1004 4053

(Wortpyramide) Tai Chi Gung

Glossareintrag: Tai Chi Gung (Wortpyramide)

Tai

… „höchst“, „sicher“, „überragend“ (manchmal auch: „auch“) [Adjektiv];

„das Allerhöchste“, „der Gipfel der Entwicklung“ …“der/das Erhabene“, (sowie auch: „das Podest“, „der Zustand“, „die Bühne“, „der Stand“ …, „der [Dach-]First“, „der [Berg-]Gipfel“, …“Königreich“/“höchstes Amt“,
etc. … kurz: alles, was eine erhöhte Position im Vergleich zur Umgebung einnimmt) [Substantiv];

– und: „Der aufrechte Mensch“ [allegorisch! – sprich: „Ein Mensch, der ‚aufrecht‘ (‚aufrichtig‘) ist!“];

Chi

… simpel: „essen“ (Pinyin),
komplexer: „sich etwas (lebensnotwendiges) zuführen/aufnehmen“, „(etwas) bewahren“ sowie auch: „streiten“, „kämpfen“ [Verb]
(respektive: „das, was das Leben [auch] erhält“);“(sich) bewaffnen“, „bewaffnet sein“ oder „gewappnet sein“(!) – ebenso wie: „locker sein“, „sich lockern“ (Anm.: „…damit man gewappnet ist(!)“) [Adjektiv];Pinyin: „Qi“, Japanisch: „Ki“, Koreanisch: „Gi“ – bedeutet: „Energie“, „Atem“ oder „Fluidum“,
also: „Lebenskraft“, „Lebensenergie“ … „Quintessenz“, „Äther“, „Odem“ …Indisch: „Prana“, Keltisch: „Od“ [Substantiv];

Gung

… „arbeiten an…“, „die Pflege von…“ („pflegen“), “sich bemühen um”,
– „etwas bestimmtes(!) machen“, „sich etwas bestimmten(!) widmen“ [Verb]; –
… als auch:“der Palast“ [Pinyin: „gong“ – Substantiv, metaphorisch(!): „Ein Palast ‚bewahrt‘, ‚regelt‘ die Ordnung/Struktur innerhalb eines Landes/Gebietes“ – sprich: Ein Palast (im Sinne der [alten/ehemals] chinesischen Ansicht eines „Regierungssitz“) „erarbeitet“ und „bewahrt“ tagtäglich das Gemeinwohl des Volkes! -Es ist also vielmehr „die Aufgabe“ jenes Ortes und der Menschen, bzw. Ablaufe, welche sich darin befinden, gemeint, nicht „das Gebäude an sich“! –Wichtig: Ganz im Gegensatz zur westlichen Prägung jenes Wortes, wonach „ein Palast“ ausschliesslich einen „Prunk-“ oder „Protzbau“ (nur das Materielle!) darstellt, welcher ausschliesslich zu repräsentativen Zwecken („Eindruck schinden“) errichtet worden ist – „wurscht“, was darin gemacht wird!
– die ursprüngliche Bedeutung entspräche also synonym einem (höchsten) „Amt“, einem „Amtssitz“, welches einem bestimmten Zweck dient(!) – wie „Postamt“, „Gemeindeamt“, … „Sozialamt“, etc.pp.];

Tai Chi

… „Das allerhöchste dem Menschen (in der aktuellen Existenz) Zugängliche/Begreifbare“,
„Die höchste Form des Lebens/der Lebenskraft“,“Die Quintessenz des Lebens (…auf Erden)“,[allegorisch & metaphorisch];sowie zugleich:“Die gleichnamige Methode der (Bewegungs- und Verhaltens-)Kunst(form), um das volle Potential eines Menschen mit Körper, Geist und Seele auszuschöpfen und zu erhalten!“;

Tai Chi Gung

… „Die Pflege des Tai Chi“ – bzw.: „Das Ausüben und Bewahren der Kunst des Tai Chi“,

„Das Arbeiten an der Kunst(form) des Tai Chi“;

(Tai Chi Gung Fu)

… “Sich täglich (‚jederzeit‘), ohne Verbissenheit und Zwang [„Fu“ (!)] bemühen um [„Tai Chi“] die allerhöchste Form des Lebens[als Mensch] sowie der Aufrechterhaltung (‚Pflege‘) höchster Lebenskraft”;

Also:
Wir machen Tai Chi Gung!
(die Meister verstehen: „Tai Chi Gung Fu“) – kürzer kann man es nicht ausdrücken, ohne den Sinngehalt zu verlieren!

[Drei kurze, „sinngewaltige“, „mächtig inhaltsvolle“ Wörter…denn: Es gibt nichts Vergleichbares in den uns gängigen westlichen Sprachen, womit man selbiges zum Ausdruck bringen könnte – Logischerweise: Mir(!) ist nichts derartiges bis jetzt bekannt geworden… ich lasse mich aber gerne diesbezüglich vom Leben überraschen, wer weiß?].

Tipps: