TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Archiv für April, 2010

Der Langstock

Montag 19. April 2010 von websifu

Glossareintrag: Langstock

Der Langstock ist eine Waffe im Tai Chi Chuan (nach Pinyin-Übertragung: Taijiquan oder Tai Ji Quan – Anm.: sämtliche Varianten ungeachtet der Übertragung in Lateinische Buchstaben werden “tai tschi tschuan” oder “tai tschi tschüan” gesprochen).

Er dient als Übungsgerät in der gleichnamigen Waffen-Form.

Die Zuordnung der (Fabel-)Wesen – die Metapher – ist: Der Drache.

Die chinesische Bezeichnung des Langstocks ist →Gun (mehr findet sich unter jenem Stichwort/Index)

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Irrtum 5: Richtig Atmen kann jeder und ist normal

Freitag 16. April 2010 von Gottfried

(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi, erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 24. Feb 2010 um 08:46 in Fitness)

Bedauerlicherweise ist dies nicht der Fall.
Geradezu scheint der “Normalfall” in der Bevölkerung eine flache, kurze Atmung zu sein. Immer wieder kann festgestellt werden, dass dieser “falsche” Atemrhythmus als “Normalzustand” angesehen wird.

Warum das so ist, erklärt sich anhand eines Zitates einer meiner Lehrer zur Schulzeit: “Man gewöhnt sich an Allem – auch am Dativ!“. Will heißen: Alles wird irgendwann einmal als “normal” empfunden, sobald ein Vorgang lange genug und ständig wiederholt wird, auch wenn dieser noch so falsch ist.

Exkurs:
Ein Vortragender während meiner Ausbildung in der Schweiz formulierte dies noch extremer, indem er diese “Lebenshaltung” des Menschen als “das gemütliche Elend” bezeichnete -
Womit auch gemeint war: Alles wäre immer dann in Ordnung und bedürfe überhaupt keiner Eigeninitative, Engagement oder Bewegung, solange der aktuelle Zustand “angenehm auszuhalten” wäre und man selbst von keinerlei Problemen betroffen ist, egal wie “schlecht” die Lebensqualität und Lebensumstände eigentlich tatsächlich sind.

(Anmerkung: Der “Leidensdruck” wird de facto durch “Gewöhnung” sublimiert – “Der Traum aller Verantwortlichen” könnte man in “Zeiten der Krise” sagen – Arbeitslosigkeit, Billiglöhne, ‘Jobs’ statt ‘Beruf’, “working poor”, “Heuschreckenkapitalismus”, Kürzung der Sozialleistungen, …, Einschränkung der Privatsphäre etc.pp. – “man” gewöhnt sich “an Allem” – ‘man’ muss sich halt bescheiden…, aber das nur am Rande, wir schweifen ab.)

Der “urbane” Mensch ist also schon so an seine “oberflächliche” Atmung gewöhnt, dass er gar nicht mehr weiß, wie sich sein körperlicher Zustand ändern kann, würde dieser “nur” einmal richtig tief und ruhig atmen.

Die Sauerstoffversorgung des Körpers hängt in erster Linie – und hauptsächlich(!) – vom Atmen ab.
Sporttaucher kennen das vielleicht: wird die Sauerstoffzufuhr vermindert, “schraubt” der Körper seine Leistungsfähigkeit herab. Umgekehrt nutzen dies Apnoetaucher (sprich: “Tieftauchen nur mit Luftholen an der Oberfläche”) oder auch indische Yogis, indem sie bewusst ihre Herzfrequenz (Puls) “herunterfahren” bzw. “unnötige” Bewegungen des Körpers vermeiden, damit möglichst lange ein Zustand ohne neue Atemzüge “ausgehalten” werden kann.

Die Leistungsfähigkeit des Körpers ist direkt mit der ausreichenden Sauerstoffversorgung (dem Atmen) verbunden.

Als anfälligstes Organ bei “Mangelerscheinungen” kann das Gehirn betrachtet werden: Denkvorgänge werden “langsamer”, die Konzentrationsfähigkeit sinkt, Lethargie “steigt”. Die Muskeln werden bei mangelnder Atmung nicht mit ausreichend mit Sauerstoff versorgt, zuerst betroffen sind die Skelettmuskeln (Kraftlosigkeit, jede Bewegung strengt an, … man sitzt lieber), dann innere Organe (z.B.: “glatte Muskeln”, der Darm wird träge, die Verdauung “funktioniert” nicht mehr richtig – eine allgemeine Müdigkeit und Lethargie nimmt oberhand) – bis hin zu “Herzbeschwerden”, “Krampfanfälligkeit” oder auch “nur”: Stoffwechselprobleme – usw. usf.

Häufigst in jüngster Zeit anzutreffende “Krankheitsbilder” älterer Menschen – vor allem bei Männern: eingeschränkte Lungenkapazität (”Wasser in der Lunge” – mit allen “Folgesymptomen” s.o.).

Zusammengefasst: Richtiges Atmen ist keinesfalls “normal”.

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Wie erlernt man aber dann am besten “Richtiges Atmen”?
Bei der Ausübung von regelmäßigem Tai Chi oder bei laufendem Qi Gong (Chi Gung) – Training: die Umstellung von der “Brustatmung” auf die natürliche(!) tiefe “Bauchatmung” (Atmen mit dem Zwerchfell).

Die Chinesen “wussten” schon seit Jahrhunderten um die “Wichtigkeit” der richtigen Atmung – gerade deshalb wird auch die Aufnahme von Chi (Qi) – der “Lebensenergie” – mit dem Atem gleichgesetzt.
Sprich: “Besserer Atemvorgang – mehr Lebenskraft und Lebensfreude”

Im Grunde sehr simpel, oder? – Für viele scheint es aber: “Zu einfach, um wahr zu sein” – O.k., ich verstehe: selbstverständlich es ist “gemütlicher”, dieser Ansicht zu sein, denn nur regelmäßiges Training “schafft” die Gewohnheit (dieser Veränderung in der Lebensqualtität).

Mehr zum Tai Chi Gung – Landessportverein auch auf der Homepage: www.tai-chi-gung.at

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Die Bedeutung des Yangshen für Tai Chi

Mittwoch 14. April 2010 von websifu

Glossareintrag: Yangshen

Alternative Bezeichnungen: Yangshenfa (”Lebensfördernde Techniken”)

Yangshen könnte übersetzt werden als: “Die Kunst der Lebensverlängerung”.

Ungeachtet der verschiedenen Theorien über die Entstehung, bzw. den “Begründern” von Tai Chi Chuan (Taijiquan), wissen wir – und erhalten dies im Praktikum immer wieder bestätigt – , dass diese Bewegungskunst sozusagen eine Symbiose aus den Metitationspraktiken des Taoismus (Daoismus), der (klassischen) chinesischen Kampfkünste und des Yangshen darstellt.

Bekannt ist auch, dass man die “Lebensfördernden Techniken” (Yangshenfa) schon im vierten vorchristlichen Jahrhundert praktizierte. Darin enthalten waren Beuge-, Streck-, Kontraktions- und Dehnbewegungen, genauso wie Atemtechniken und Methoden zur Steuerung bzw. Beinflussung der Zirkulation des →Chi (alternative Schreibweise: Qi).

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In der →TCM, der Traditionellen Chinesische Medizin, werden fünf Säulen, bzw. fünf Behandlungsmethoden benannt:

  1. die Akupunktur und Moxibustion,
  2. Tuina (manuelle “Eingriffe”, wie z.B. Akupressur),
  3. Heilkräuter und Mineralstoffe,
  4. Ernährungsrichtlinien und schließlich
  5. die Kunst der Lebensverlängerung “Yangshen” mit bestimmten Bewegungen, bestimmten Atemtechniken und Konzentrationsübungen – also das Praktizieren von Chi Kung (alternativ auch: Chi Gung, Ch´i kung oder →Qi Gong bezeichnet).

Exkurs:
Das aus chinesischen Lauten in lateinische Buchstaben übertragene “Kung”, “Gung” oder auch “Gong” bedeutet übersetzt nichts anderes als “sich bemühen um“.
Daher lautet die Übersetzung für “Chi Gung” oder “Qi Gong” in Deutsch: “sich um das Chi bemühen” (bzw. “sich um das Qi bemühen”; wenn man den Begriff “Chi” / “Qi” mangels einer tatsächlich vorhandenen deutschen Entsprechung für sich stehen lässt). Gesprochen: “tschi (k)gung”.

Yangshen (”Die Kunst der Lebensverlängerung”) – ist als Sammlung “zweckgebundener Einzelübungen” heute also bestens bekannt durch die Lehre und Praxis von Qi Gong (Chi Gung) und darüber hinaus integrativer Bestandteil der Bewegungskunst Tai Chi.

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Thema: Aufwärmübungen in Tai Chi Gung

Montag 12. April 2010 von websifu

Glossareintrag: Aufwärmübungen

Alternative Bezeichnungen: Vorbereitungsübungen

Chinesische Meister sagen, man solle die →Form (idealerweise: täglich – lt. neuester Studie bestätigt: mindestens jedoch 3-4 mal die Woche bei min. 20 Minuten Trainingsdauer) möglichst drei mal absolvieren (üben):
- “das erste mal diene dem Aufwärmen
- “das zweite mal ist für die Gesundheit
- “und das dritte mal diene der Perfektion.”

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Dies impliziert also auch, dass ich beim Praktizieren von Tai Chi (Chuan) eigentlich keine – gesonderten – Aufwärmübungen benötige.
Wozu lehren und üben wir also dann Aufwärmübungen?

Ganz einfach:
Diese Aufwärmübungen dienen im Training von Tai Chi Gung verschiedenen Zwecken:

  • zum Aufwärmen (selbstverständlich; wie in jeder anderen Sportart auch), weil eben sehr oft – und gerade für Anfänger – neue Bewegungen und Bewegungsfolgen erst einmal einstudiert und “automatisiert” werden müssen, bevor diese überhaupt angewendet werden können
  • zur Vorbereitung, weil manche Bewegungsabläufe erst – sozusagen “im Einzelnen” – “antrainiert” werden müssen;
    bzw.
  • zur Gewöhnung und Erleichterung,
  • zur Vertiefung der Grundlagen und Verbesserung “der Form” (Körperhaltungen, Atemtechnik, Chi-Fluss);
  • zur Einstimmung bzw. auch Hilfe im Stressabbau (also ein bewusster “Bruch” zum vorangegangenen Tagesgeschehen);
  • sowie als Einzelübungen, welche auch einmal “zwischendurch” in verschiedenen Tagespausen (bei der Arbeit, im Büro, …, an der Bushaltestelle, am Schalter, …, oder bei der Rastpause von der Autofahrt) einfach und “unauffällig” gemacht werden können.

Einige Aufwärmübungen bzw. Vorbereitungsübungen des Tai Chi Gung stammen aus der Praxis von Qi Gong (Chi Gung), bzw. der ursprünglich als Yangsheng (”die Pflege und Erhaltung des Lebens”) bezeichneten Übungsformen.

Andere dienen vorwiegend der “körperlichen Ertüchtigung” (sprich: zum “Muskelaufbau”, für Flexibilität) z.B. beim Stocktraining (Training mit dem →Gun, beim Waffentraining).

Wird jedoch einmal – zumindest – eine Form tatsächlich in mehreren Ebenen beherrscht (siehe dazu auch →Aspekte) und regelmäßig geübt, wären für denjenigen “Aufwärmübungen” überflüssig, weil “die Form” ohnehin “alles” beinhaltet.

Anmerkung: wird eine neue Form, d.h. ein anderer Stil, ein anderer Ablauf, bzw. in Tai Chi Gung eine “höhere Leistungsstufe” oder auch “Waffenform” erlernt, so können wiederum “Aufwärmübungen” äußerst hilfreiche Werkzeuge sein, um seinen Körper und sich selbst entsprechend vorzubereiten, bis man tatsächlich so weit ist, jene (neue) Form zu beherrschen.

Einige bei uns gebräuchliche Aufwärm- und Vorbereitungsübungen:

  • “Tiefenatmung”
  • “Stehen im Wasser”
  • “Wolkenhände” (eigentlich ein →Bild innerhalb verschiedener Formen)
  • “Arme kreisen”
    bzw.
  • “Ziehen und Beugen”, die “Jochübung” oder “Mit beiden Händen wirbeln” (Beispiele beim Langstock-Training)

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Irrtum 4: Langsames Training bringt keine Kraft

Samstag 10. April 2010 von Gottfried

(aus der Serie: Irrtümer über Tai Chi , erstmals erschienen auf mein.salzburg.com am 22. Feb 2010 um 11:08 in Fitness)

Jeder Sportwissenschafter wird ziemlich sicher bestätigen:
Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall.

Selbst Fitness-Studios und Body-Building haben zwischenzeitlich “den Trainingseffekt des Langsamen” entdeckt.

Die Erklärungen hierfür beziehen sich z.B. auf “schnelle” und “langsame” Muskelfasern, benannt nach der Geschwindigkeit, mit der sie reagieren. Diese Muskelfasern (-Zellen) werden mit unterschiedlichen Brennstoffen versorgt. Die schnellen Fasern, auch weiße Fasern genannt, werden besonders stark vom Blut mit Sauerstoff versorgt. Der Blutsauerstoff ist natürlich sofort verfügbar, aber man nimmt an, weil die Muskeln bei der Kontraktion anschwellen drücken diese zugleich die feinen Adern zu, die sie mit Sauerstoff versorgen, womit der Nachschub also sehr schnell ausbleibt. Deshalb seien diese schnellen, kräftigen Fasern nur für kurze, kräftige Bewegungen zu gebrauchen.

Die roten Muskelfasern (die “langsam reagierenden”) werden dagegen weniger mit Blutsauerstoff betrieben, als vielmehr mit “gehortetem Brennmaterial”. Weil dieses aber erst für die Verbrennung umgebaut werden muss, sind diese Fasern etwas langsamer, können aber sehr viel länger “genutzt” werden. Die verschiedenen “Verbrennungsmotoren” der Zellen sind im Mikroskop unterschiedlich gefärbt, daher die Namen.

Bis dato unterschied die Sportwissenschaft Menschentypen, welche im Training körperlich eher auf “Schnellkraft-Training” oder ein “Ausdauer-Training” ansprechen und begründete dies mit dem “Vorhandensein” vermehrter Muskelzellen der einen oder “Präferenzierung” der Muskelzellen der anderen Art.

Zwischenzeitlich ist der Sportmedizin aber auch bekannt, dass sich sogar die Muskelfasern (Zellen) von einer Art, also “schnelle Muskeln”, in die andere Art, “langsame Muskeln”, – und umgekehrt – “verwandeln” können.

Wie dies zustande kommt, scheint nach wie vor ein Rätsel und ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen
(Anm.: der menschliche Organismus scheint viel wandlungsfähiger und “anpassbarer” als manche Menschen – darunter auch Wissenschafter – glauben mögen).

Andere sehr gute Erklärungen lieferte schon Moshé Feldenkrais (1904-1984) in den Ausführungen zu seiner Arbeit und Anwendung der unter seinem Namen bekannt gewordenen Feldenkrais-Methode, welche vor allem im Rehabilitationsbereich unter klinischer Anwendung bewährt hat. Anhand jener Übungen sollte der Ausübende mehr über seinen eigenen Körper und seine Bewegungsmuster erfahren.

Kurzes Fazit zu diesem Thema: Wird der Körper und seine Bewegungsmöglichkeit “bewusster” eingesetzt, dann ermöglicht dies gesteigerte bzw. effizientere “Kräftewirkung”.

Die dritte von mir angesprochene Erklärung bezieht sich auf den (äußeren) Kampfsport: sehr oft wird hierbei von Lernenden die “Impulswirkung” (Vektorgröße: Impulskraft = Masse x Beschleunigung), also die “Schlagkraft” mit der “Muskelkraft” des Trainierenden verwechselt. – Nun gut: natürlich bringen “Muskel” auch Masse, aber ohne “Beschleunigung” bringt das rein gar nichts. Die “Beschleunigung” bedingt in der körperlichen Bewegung aber eine Präzision, da ansonsten “die Wege” (der Vektor) nicht optimal genutzt werden können (kann).

Und hier kommt wiederum “die Langsamkeit” im Training zum tragen.

Ein Beispiel: Je schneller man eine Übung ausführt und desto mehr Schwung man dabei nutzt, desto leichter wird diese.

Durch die schnellen Bewegungen, wird meist sogar der Weg den man bei einer Übung durchführen sollte verkürzt. Anstatt bei Liegestützen die Arme wirklich zu strecken und zu beugen, führt so jemand nur dreiviertel der Bewegung aus und schafft natürlich auch mehr Wiederholungen. Ein weiterer Grund dafür, dass “schnell machen” einfacher ist, liegt darin, dass die Muskulatur nicht so schnell ermüdet, weil der Betreffende ja weniger Zeit für eine Übung benötigt.

Tipp: Wer sein Training einmal intensiver gestalten möchte, sollte einfach einmal ausprobieren alle(!) Übungen in Zeitlupe auszuführen.

Je langsamer und technisch korrekter eine Übung ausgeführt wird, desto schwieriger wird sie!

Gerade beim Lernen von komplexen, für den Durchschnittsmenschen völlig fremden Tai Chi Gung – Bewegungen wird Wert darauf gelegt, diese möglichst langsam auszuführen. Zu leicht läßt man sich dazu verleiten, mit Schnelligkeit darüber hinwegzutäuschen, dass die Bewegung nicht exakt ausgeführt wird.

Als Beispiel noch für Kampfsportler: Seitwärts- oder Fersenkick “in Zeitlupe” – natürlich mit(!) korrektem Ansatz, Endposition des “Schlages” und(!) wieder “Aufsetzen” – ohne “stottern” oder “haken” in der gesamten Bewegung (Ausprobieren! – Freue mich über Rückmeldungen, wer möchte!).

Meist denkt der Übende, wenn etwas schnell gemacht wird: vielleicht merkt es ja der Trainer nicht.
Doch mit Sicherheit merkt es unser Nervensystem, nämlich: dass hier wichtige Informationen fehlen. Denn: Um bewusst selbst Bewegungen wahrzunehmen, braucht der Mensch eine gewisse Langsamkeit gepaart mit Leichtigkeit, denn auch jede Anstrengung steht dem bewussten Erkennen eines Ablaufs entgegen. Somit kommen wir hier wieder zu den Ergebnissen von Feldenkrais, wie eingangs erwähnt (Anm.: der Aspekt der Schnelligkeit durch Langsamkeit wird noch in Folge erläutert werden).

Wer die Effekte “der Langsamkeit” und der daraus resultierenden Kraft selbst näher kennenlernen möchte, oder auch eine ideale Ergänzung zu seinem Kampfsporttraining sucht – probiert es einfach einmal mit Tai Chi Gung!

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