Wozu Leistungsvergleiche in Tai Chi Gung?

Ask a Sifu: Warum werden in Tai Chi Gung Leistungsüberprüfungen gemacht?

Ähnlich gelagerte Fragen sind:

  • Wozu Leistungsvergleiche, macht das Sinn?
  • Mir wurde gesagt, Vergleiche in Tai Chi wären nicht sinnvoll und werden daher [Anm.: woanders(!)] nicht gemacht, wie könnt ihr das dann tun?
  • In Tai Chi gibt es keine Grade – Wozu Leistungsüberprüfungen?

Grundlage ist der Begriff der Meisterschaft

Der Begriff der Meisterschaft wird im Glossar unter dem Stichwort →Meisterschaft behandelt. In jenem Artikel ist auch ersichtlich, warum hierüber so viel Aufhebens betrieben wird und welche Motive in der chinesischen Tradition hierfür zu finden sind.
Ebenso vielfältig sind die Motive, warum bisher – woanders(!) – keine objektiv vergleichbaren Qualitätsmaßstäbe, sprich: Leistungsqualifikationen, eingeführt wurden.

Tai Chi Gung als Sportart

Generell nutzen wir die Erkenntnisse und Formen der chinesischen Tradition und Überlieferung des Tai Chi (Chuan) [Taiji Quan] und lehren und trainieren diese – unabhängig von exklusiven Familienüberlieferungen oder -stilen – in einer für die westliche Mentalität geeignete Art und Weise (westliche Lehrmethode / Didaktik – siehe dazu auch: →Chinesische Lehrmethoden).

Tai Chi Gung bietet als Sportart, die Synthese aus Grundlagen und Tradition des chinesischen Ursprungs sowie modernen westlichen Kenntnissen und Lehrmethoden.

Aus diesem Grund wurden auch erstmalig Leistungsvergleiche und Fortschrittsgrade in TAI CHI GUNG eingeführt. Diese können als „Messlatte“ und zugleich Bestätigung der jeweils erreichten Stufe herangezogen werden (ähnlich der Gürtelprüfungen bzw. sichtbar getragene farbige Gürtel in anderen asiatischen Kampfsportarten, beispielsweise wie bei Karate, Judo, Tae Kwon Do, etc.). Ein erreichter Grad der persönlichen Entwicklung – zumindest in sportlicher, physischer und mentaler Hinsicht – wird somit mit anderen vergleichbar, ein Fortschritt dokumentierbar.

Exkurs:
Beispielsweise „muss“ auch niemand in Karate die Prüfung für einen schwarzen Gürtel ablegen – aber jeder kann/könnte!
(Anm.: Unter bestimmten Voraussetzungen, d.h. falls…, etc.pp.).

Vergleichsmöglichkeit für den Tai Chi – Trainierenden

Die Leistungsüberprüfungen bieten somit eine Vergleichsmöglichkeit für den Tai Chi – Trainierenden. (Anm.: Qulitätskriterien beinhalten natürlich nicht nur den rein quantitativen Aspekt).

Die Leistungskriterien können dabei analog zum Qualitätsmanagement in Unternehmen gesehen werden und entsprechen daher Qualitätsmaßstäben, welche in bestimmten Parametern festgelegt wurden.

Somit klären sich für jeden Tai Chi – Trainierenden automatisch die Fragen:

  • Wo stehe ich?
  • Wie weit bin ich?

oder:

  • Wie vergleiche ich meinen Fortschritt in Tai Chi mit anderen?
  • Wieviel habe ich bereits erlernt? – Was fehlt mir noch?
    sowie:
  • Wie geht es weiter?

für manchen vielleicht auch: „Wozu trainiere ich?“.

Wir vom Tai Chi Gung – Landessportverein wollen zu Tai Chi Gung (der „Pflege des Tai Chi“) motivieren, regelmäßig trainieren und gemeinsam „weiterkommen“.

„Weiterkommen“ bedeutet dabei persönliche Entwicklungsschritte (in Tai Chi) zu vollziehen und damit Entwicklungsstufen zu erreichen, welche sich auch in objektiv nachvollziehbaren Qualitätskriterien „messen“ und somit vergleichen lassen.

Eine Meisterschaft (in Tai Chi Gung) erreicht man dabei nicht durch „Ernennung“, „Aufnahme“, „Anerkennung“, „Verkündigung“ oder sonstige subjektive Maßstäbe, Anlässe oder Kriterien, sondern durch kontinuierlich fortschreitendes Training und der Absolvierung von (stufenweisen – den aktiven Mitgliedern bekannten) Leistungsqualifikationen.

Tipps:

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