TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Das Definitionsproblem

Mittwoch 6. Februar 2013 von websifu

Glossareintrag: Definitionen

Problemstellung:

Was ist mit Folge, Abfolge, Form oder Formen gemeint?
Sind die “Formen” des einen Autors, die “Folgen” des anderen?

Warum nennt eine Beschreibung eine Bewegung “Schrittfolge”, obwohl ebenso die Arme mit bewegt werden?
Warum ist dann die “Schrittfolge” im gleichen Text später plötzlich völlig anders auszuführen?

Ist der Ablauf nun ein “Faustschlag” oder ein “Fausstoß”? – Was ist der Unterschied?

Bekanntestes Beispiel einer Doppel-Benennung: “48-Folgen Form” oder “48 Formen Taiji”? (Warum sind es dann nicht 48 Bewegungsfolgen, sondern mehr? Wieso aber 6 Abschnitte? …)

In der bisher vorhandenen Literatur über Tai Chi Chuan (Taiji Quan) bzw. auch in den Anleitungen zur Form(en)-Übung von Tai Chi (Chuan), kann keine allgemeingültige, klare Aussage oder eindeutige Defintion zur Beschreibung von Abläufen, (Einzel-)Abschnitten oder geschweige denn zur Namensgebung allgemein, gefunden werden. Gleiches gilt zu Teilkomponenten (Schritt, Position, Bewegungsablauf, “Technik”, “Stellung”).

Es finden sich unterschiedlichste Begriffe in unterschiedlichster Verwendung, manchesmal synonym, selten differenziert oder logisch, nirgends jedoch eindeutig durchgängig und in sich aufbauend abgestimmt.

Exkurs:
Gleiches gilt für die “Zählweise”.

So findet man beliebig verwendet: Abfolgen, Folgen, Bewegungsfolgen, Bewegungsablauf, Positionen, Stellungen, Schrittfolgen oder nur “Schritte” usw. usf.

Der eine spricht von “Formen” und meint aber Bewegungsfolgen, der andere meint Positionen, der Dritte “Stellungen”. Jemand spricht gar von “der Form” – als ob es nur eine gäbe!

Man liest in Überschriften und Titeln dabei z.B. auch von der Form mit 24 Folgen, der 85-Folgen-Form, der Form mit 84 Positionen (wobei man eigentlich nie “still steht” – Was ist dann eine “Position”?) oder der Form mit 102 Abfolgen – all dies lässt sich beliebig fortsetzten, der Fantasie der Autoren scheinen nahezu keinerlei Grenzen gesetzt.

Was bleibt ist Verwirrung und ein “Kauderwelsch” an Begriffen, welchen es erst zu erfassen, dann zu sortieren und schließlich zu “entwirren” gilt, weil gleiche Bezeichnungen, von unterschiedlichen Verfassern unterschiedlich verwendet werden.  Schlimmstenfalls: Von unterschiedlichen Quellen einfach völlig unverändert “übernommen” (sprich: zusammengestellt) wurden und sich im Fortgang der Lektüre oftmals sogar wiedersprechen!

Die Lösung:

Seit 2006 hat sich unser Gründungsmitglied, Gottfried Michael Rinner, auch diesem Thema angenommen und in zwei Jahren Arbeit, Richtlinien und Definitionen erstellt, welche schlußendlich in sein Buch zu Tai Chi Gung eingeflossen sind (Kernauszüge sind als eBooks für Mitglieder erhältlich – u.a.: der “Tai Chi Gung – Grundkurs” oder “Das Geheimnis von Yi-Chi-chin“), sowie eben im Jahre 2008 auch mit zur Vereinsgründung führten.

Kernpunkte dabei:

  • Ohne klare Definition keine Beschreibung – keine Beschreibung, d.h. eben auch: keine Anleitung, ohne Definition!
  • Begriffe in Trainingsanleitungen werden ein-eindeutig verwendet.

Wie soll ein Adept jemals erfolgreich voranschreiten, wenn er nicht weiß und zu unterscheiden vermag, zwischen Grundposition, Grundstellung, Grundtechnik, Position, Schrittform, Abfolge, Abschnitt, Überleitung(sbewegung), Bild und Form?

Nur klare Definitionen der Begriffe und die damit gegebene Unterscheidungsmöglichkeit, erlauben – dem westlichen Menschen(!) – Verständnis, Lernfortschritt und Vergleich mit anderen (Anleitungen, …bzw.: Lehren).

Diese Definitionen finden sich für Mitglieder des Tai Chi Gung – Landessportverein, Salzburg,

- im Handbuch (”Tai Chi Gung – Grundkurs“),
- in den jeweiligen Trainingsinfos (”Trainingsblätter”),
- sowie im Glossar des Taichianer-Forums

(Hierin zum Teil, zugegebenermaßen – schließlich wollen wir ja über unsere Web-Seiten nicht nur “Surfer” erhalten und erreichen, sondern eben Mitglieder).

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Trainingsinfo Prinzipien

Sonntag 26. Februar 2012 von websifu

Die fünfte Trainingsinfo

stellt eine Übersicht fünf leicht zu merkender Prinzipien des Tai Chi Gung dar.

Wie schon im Glossareintrag →Tai Chi Prinzipien ausführlich erläutert, sind jene vom Tai Chi Gung – Landessportverein mit Sitz in Salzburg formulierten “Prinzipien des Tai Chi Gung” einfach als Grundlage für einen Anfänger und Einsteiger gedacht.

Wichtig:

Dies bedeutet keineswegs, dass Fortgeschrittene jene Auflistung von Prinzipien igorieren könnten, sondern einfach nur, dass jene von uns für Taichianer als jederzeit zu beherrschende “Erstausstattung” angesehen werden.

Die fünf “Prinzipien des Tai Chi Gung” können daher als theoretische Mindestkenntnisse betrachtet werden, welche im Grunde jeder Tai Chi – Trainierende in- und auswendig beherrschen sollte.

Sie beschreiben, wie Tai Chi – Übungen grundsätzlich auszuführen sind – egal, welche Übungsform (→Aufwärmen, Einzelübung, →Danlian, →Solo-Form [Handform oder Waffenform], …, →Tui Shou) gerade geübt wird.

Die 5 Prinzipien des Tai Chi Gung beschreiben ebenfalls den prinzipiellen Unterschied zu jeder anderen bekannten körperlichen Betätigung und Übungsform (daher auch: Prinzipien).

Aus genau diesen Gründen sind jene ausformulierten Prinzipien auch ein Bestandteil der →Grundschule!

Tai Chi (Chuan) beinhaltet selbstverständlich viel viel mehr.
Siehe dazu auch die Begriffserklärungen (Glossareinträge): →Tai Chi Prinzipien und →Aspekte.

Manches erschließt sich einem Adepten erst im Praktikum vieler Jahre – manches von Beginn an. Dazu tragen auch die von uns definierten fünf Prinzipien bei.

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_005_Grundsschule_5Prinzipien.pdf

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Trainingsinfo Bauchatmung

Mittwoch 22. Februar 2012 von websifu

Die vierte Trainingsinfo

beschäftigt sich mit dem korrekt ausgeführten Atmungsvorgang.

Die natürliche Bauchatmung ist neben der korrekten Körperhaltung ein weiterer essentieller Faktor von Tai Chi Chuan (bzw. “Taiji →Quan” nach →Pinyin).

Die “natürliche Bauchatmung” in Tai Chi

bedeutet ganz einfach: Wieder genauso zu atmen, wie wir Menschen dies von Geburt an beherrschen und als Kleinkinder noch konnten, bevor viele von uns sich dies im Laufe der Zeit, teils durch gesellschaftliche Zwänge, wieder “abgewöhnt” haben.

Für manche mag dies zu banal erscheinen, aber bedauerlicherweise ist dies eben nicht so. Wer sich mit dieser Problematik ein wenig beschäftigt, beobachtet und vergleicht, wird fast dazu geneigt sein, festzustellen, dass unsere moderene Gesellschaft an falscher – weil eben “unnatürlicher” – Atmung krankt.

Allein schon der →Atemaspekt von Tai Chi kann dazu beitragen, die Vitalität eines Menschen zu steigern, vorherrschende Gemütszustände zu beeinflussen und zu steuern, sowie das Herz-Kreislaufsystem positiv anzuregen.

Schon vor Jahrhunderten erkannten die Chinesen, dass der Atemvorgang ursächlich mit der Aufnahme von →Chi (Qi) verbunden ist und sich dessen Nutzung – auch in der Kampfkunst – ausschließlich aus “natürlich tiefer Bauchatmung” ergibt.

Für den Tai Chi Gung – Landessportverein zählen daher die Kenntnis der Funktionsweise, die Unterscheidung der Atemvorgänge (”gesellschaftliche Norm” und “natürliche Bauchatmung”), die Auswirkungen unterschiedlicher Atmung auf den Menschen, sowie die Beherrschung der “natürlich tiefen Zwerchfellatmung”, zur →Grundschule des Tai Chi Gung.

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_004_Grundsschule_Atmung.pdf

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Trainingsinfo Körperhaltung

Montag 13. Februar 2012 von websifu

Die dritte Trainingsinfo

widmet sich der korrekten Körperhaltung in Tai Chi. Diese ist eine wesentliche Voraussetzung, um Tai Chi “überhaupt” – oder: “richtig” – praktizieren zu können.

Die “korrekte Körperhaltung” in Tai Chi

umfasst nicht nur den korrekten Stand, welcher von Anfängern meist (nur) im Stehen geübt wird, sondern beinhaltet neben der Einbeziehung aller Extremitäten (von Kopf – bis Fuß), natürlich auch die Atmungsorgane, sowie die mentale Einstellung (wir sagen: Die →Imagination) in der Bewegung.

Gerade auch diesem Bereich bei der Ausübung von Tai Chi wird in viel zu vielen Lehrgängen nur Anfangs (meist da auch nur einleitend) die Aufmerksamkeit geschenkt, um sich möglichst rasch “Techniken”, Bewegungsabläufen und “Figuren” zuzuwenden – und sich dabei zu verlieren.

“Gutes Tai Chi” erfährt nur, wer die Grundlagen ständig wiederholt und ausdauerend übt, auch wenn er/sie der Meinung wäre, längst alles “zu kennen”.

Diese Trainingsinfo stellt zusammengefasst auf zwei DIN-A4-Seiten, alle wesentlichen Punkte der “korrekten Körperhaltung” in Tai Chi dar und liefert gleichzeitig eine Erklärung dazu, wie sich eine “innere Haltung” in der “äußeren (Körper-)Haltung” wiederfindet.

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_003_Grundschule_Koerperhaltung.pdf

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Die zweite Trainingsinfo

Montag 6. Februar 2012 von websifu

Einem Anfänger oder Einsteiger ist oft nicht klar, dass →Tai ChiChuan [Taiji Quan - nach →Pinyin] eine jahrhunderte währende Tradition aufweist und alleine schon dadurch in vielen verschiedenen →Stilen (→Yang, →Chen, →Wu, Lee, →Hao, →Sun, …, →Regierungsform) existiert, sowie darüber hinaus unzählige unterschiedliche Lehren vorhanden sind.

Dies bedeutet für den Lernenden

Ein Lernender findet völlig idente Bewegungsabläufe und Körperstellungen vor, welche dennoch völlig unterschiedlich bezeichnet werden oder welchen unterschiedliche Bedeutungen beigemessen werden.

Die zweite Trainingsinfo liefert den Überblick zu den Gründen dieser Problematik und Definitionen zum Training in Tai Chi Gung (in etwa: Die “Pflege des Tai Chi”).

Nur für Mitglieder abrufbar:

TI_002_Grundsaetzliches_Definitionen.pdf

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