TaiChianer

Forum der Tai Chi Gung – Mitglieder

Gedanken zur Perfektion

Donnerstag 20. Mai 2010 von Gottfried

Gerade bei Einsteigern bemerke ich häufig die eigenen Zweifel, ob eine Übung oder Bild zu Hause denn “richtig” geübt werden kann, die Angst, “etwas Falsches” einzulernen, bzw. die Unsicherheit darüber, ob “es richtig” gemacht werde.

Grundsätzlich: Es ist allemal besser, etwas überhaupt zu üben (zu machen), als (mit dem Vorwand? …für sich selbst?) besser nichts zu tun, um ja nichts falsch zu machen.

Hier zeigt sich aber auch unterschwellig eine kleine Problematik unserer westlichen Kultur: Das Verständnis und der Umgang mit der Perfektion.

Motto: “Wenn ich etwas mache, dann möchte ich das – bitteschön – auch ‘richtig’ machen – Ansonsten lass’ ich es lieber!”

ABER: Das meinen die Chinesen nicht mit der in Tai Chi oder auch in anderen (klassischen) Künsten angesprochenen “Perfektion”!

Jene ist individuell(!) und absolut zeitpunktbezogen(!) – daher nicht unbedingt immer mit anderen vergleichbar und meßbar und hat absolut nichts mit “richtig” oder “falsch” zu tun!

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Kontrapunkt: 25-Bilder-Form

Montag 30. November 2009 von websifu

muster_skiz_darstellg

Nachdem es immer wieder zu Mißverständnissen geführt hat, sowie anderswo völlig ungeprüft und undefiniert einfach der Begriff des Bildes (aus Tai Chi Gung) verwendet wird, haben wir kurzerhand entschlossen, ab sofort im Vereinstraining eine 25-Bilder-Form des Tai Chi Gung für die 3. Leistungsstufe anzubieten und zu trainieren.

Wir setzen damit einen Kontrapunkt und unterstreichen somit, dass Tai Chi Gung eben nicht(!) exakt das Gleiche ist, was woanders in Tai Chi (Chuan) – Kursen gelehrt wird.

Anmerkung:
die Definition von ” Bild ” und die Erklärung einer ” Form ” finden sich im Glossar.


Exkurs:
Wie auch bereits in der Blogserie “Aufklärungsserie: Das ist Tai Chi Gung” (Teil 1 – 15), veröffentlicht im Blog der Salzburger Nachrichten (mein.salzburg.com) Mai – Juni 2008 beschrieben, existieren neben bekannten unterschiedlichen Stilen (Yang-, Chen-, Sun- , usw.) auch eine nahezu unüberschaubare Anzahl von Derviaten und “Interpretationen” – Dies gilt auch für die häufig anzutreffende sogenannte “24-er Form”.
Die Bandbreite reicht von der 1956 von der Chinesischen Sportkommission (Chinese Sports Commission) konzipierten Form (welche ursprünglich aus “20 verschiedenen Formen der Langfassung des Yang-Stils” bestand, drei dieser “Formen” sowohl links- als auch rechtsseitig ausgeführt und eine Wiederholung existiert, womit 24 “Formen” entstanden, und später dann [m.E.: korrekterweise] anstelle “Form” der Begriff “Folge” gewählt wurde) und der vom staatlichen chinesischen Verlag veröffentlichten Publikation, die diesesTaijiquan-Training in 24 Folgen darstellt und unter dem Namen “die Pekingform” auch bei uns bekannt wurde (Anm.: und lt. unserer Definition eigentlich nur 22 Bilder beinhaltet);
- über die “offiziellen” 24-er Kurzform(en) des Yang-Stiles;
- bis hin zu einer unüberschaubaren Anzahl von – persönlich “gefärbten” – Formen, welche teilweise ähnliche, manchmal völlig unterschiedliche Bewegungabläufe anbieten.

Bezeichnungen hierfür finden sich als 24er-Form, 24-Abfolgen-Form, 24-Folgen-Form, o.ä. (…und neuerdings: “24-Bilder-Form”) -

daher:

Achtung:
Gleichartige Benennung von Formen geben keinesfalls auch nur irgendeine Auskunft darüber, ob bei gleicher Bezeichnung (”gleiches Etikett”) auch das gleiche beinhaltet, geschweige denn gelehrt wird ! – Dies ist keine Wertung über “gute” oder “schlechte” Schulen, sondern einfach eine Feststellung, dass allein der Name einer Übungsform keinerlei Vergleichsmöglichkeit zulässt. Das sollte man wissen.

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Sinnvolles Fördern – Unsere Jugend unterstützen

Samstag 7. November 2009 von Olga_aus_Zell

websifu, heute: im Auftrag unseres “jüngsten” Förderers (76 Jahre, ohne Internetzugang) veröffentlichen wir sehr, sehr gerne ihre Aussagen und Aufrufe zur Unterstützung unserer Vereinstätigkeit:

Es gfreit mi, die jungen Leit zu unterstützen – jo, des Tai Chi is scho was bsunders und des taugt mir!

Des vom Verein is wos moderns, des sog i eich!

I muas scho sogn, des is wos gutts – gutt is des!

Wenn’s mi druckt hot, donn hob’i mi immer bewegt und bin gonga – nit g’huckt. Des solltan de Leit versteh’ – huckn mocht steif, bewegn hoalt fitt und des, wos es tats kunn a jeda moch’n.

Grod fie de, wos nit so sportlich san und fia de Jugend, wos se moant, dass a sport nix für se sei, konn genau bei eich mitmochn – i unterstütz’ euch – des is wirkli gutt!

Wer soll daran noch zweifeln? – Vielen Dank, Olga.

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Wozu dienen die Bewegungen in Tai Chi Gung?

Sonntag 20. September 2009 von Gottfried

Hatten Sie auch schon eine “unheimliche Begegnung der Dritten Art” in einem Salzburger Park?

Wenn wir im Freien trainieren, dann beobachten uns manche Passanten genau so, wie es vor hundert Jahren westlichen Besuchern in China ergangen sein muß: “Was machen die da bloß?”.

Ab und zu erhasche ich Kommentare von der Ferne: “Yoga? – Nein, das ist was anderes!” – “Für Kampfsport is des zu longsom” – “I glaub’, des is Qi Gong, oder so!”.
- Fast richtig, aber doch knapp daneben!

Was sind das also für Bewegungen, die man in Tai Chi Gung macht?

Als erstes machen wir Einzelübungen (manches dem Qi Gong entlehnt) zum “Aufwärmen” – besser gesagt, zum Lockern bestimmter Körperpartien. Im Tai Chi ist es wichtig, dass die Beine einen “festen Stand” haben und der Oberkörper von der Taille aufwärts “locker und geschmeidig” ist.

Grundstellung "wu chi" mit "Baum umarmen"

Grundstellung "wu chi" mit "Baum umarmen"

Gerade für Anfänger (Einsteiger) sind diese Vorbereitungsübungen ein immens wichtiger Trainingsbestandteil, damit die Beine kräftig werden und damit das eigene Körpergewicht problemlos auch auf einem einzelnen, gebeugten Bein getragen werden kann und das Gleichgewicht unverändert beibehalten wird – “ohne wackeln”. Darüber hinaus lernt man einzelne Muskelpartien (z.B. Hals-, Schulter-, Bauchbereich) gezielt zu entspannen und “Verkrampfungen” zu erkennen und zu lösen.

Grundstellung "T-Stellung rechts" mit "Baum umarmen"

Grundstellung "T-Stellung rechts" mit "Baum umarmen"

In der so genannten “Grundschule” widmen wir uns dann Grundstellungen, Grundpositionen, Einzelbewegungen, Grundtechniken und “Bildern” (die in Tai Chi Gung so definierten “Figuren” der Bewegungsabläufe, größtenteils könnten diese als überlieferte, “klassische” Tai Chi Chuan-Abfolgen bezeichnet werden).

Bild "Hände heben"

Bild "Hände heben"

In der so genannten Solo-Form (oft auch nur: “die Form”), werden verschiedene Bilder schließlich durch Überleitungsbewegungen (Varianten der Grundstellungen und Grundpositionen, Einzelbewegungen) miteinander zu einem harmonischen Gesamtablauf verbunden.

Kontrolle: Ist das rechte Bein "leer" (unbelastet)?

Kontrolle: Ist das rechte Bein "leer" (unbelastet)?

Diese “Form” soll von einer Anfangsposition (zB. Haltung “wu chi”) bis zu einer Endposition (Abschluss “wu wei” – das “Nicht-Handeln”) vollständig und ohne Unterbrechung “durchlaufen” und ausgeführt werden können.

Exkurs:
Diese Übungsfolge (die Form) ähnelt in gewisser Weise der in der äußeren Kampfkunst z.B. in Japan trainierten Praxis im Shotokan Karate: “der Kata”. Dort werden dessen Grundtechniken (Schlag-, Stoß- und Tritt-Techniken) ebenfalls zweckmäßig an- und nacheinandergereiht und gemeinsam in einem Durchlauf als “Kata” trainiert.
An anderer Stelle wurde bereits erläutert, dass “die Form” und “Stile” in Tai Chi Chuan sehr stark von Familienclans geprägt und unterschiedlichst überliefert wurden, bzw. werden.

Soweit zur generellen Erklärung, was in einer Trainingseinheit gemacht wird -
Aber:
Wozu und warum macht man in Tai Chi Gung genau diese für Laien “eigenartig” erscheinenden Bewegungen?

Bleiben wir kurz bei Karate. Jedem wird einleuchten, wozu eine Grundtechnik in Karate, beispielsweise ein gerader Fauststoß (bezeichnet als “Oi-Tsuki”) dienen soll: den Gegner (den Angreifer) möglichst rasch, präzise und sehr hart mit der Faust zu treffen. Dies übt man hierbei solange – also auch: ständig! – , um das Ideal des Karate-Kampfes zu erreichen: Bei einem Angriff den Gegner so rasch wie möglich und am besten nur durch Einsatz von einer einzigen Technik (z.B. diesem Faustschlag) ausser Gefecht zu setzen (d.h. den Angriff so “abwehren”, dass dieser nicht fortgesetzt werden kann).

Exkurs:
Damit kein falsches Bild entsteht: auch wenn der Laie jetzt denken mag, dass das Üben eines Fauststosses ja wohl nicht so schwer sein kann, erinnere ich daran, dass Karate zwar erst im 20. Jahrhundert seinen Weg in Japan gefunden hat, dennoch zu den Kampf-Künsten gezählt wird. Will heissen: ein “Fauststoß” wird keineswegs als “simpler” Stoß mit irgendwie geballter Faust und irgendwie, irgendwo stehend (wie bei einer “Schlägerei”) gezeigt und angewendet, sondern entspringt ebenso den Erfahrungen, Übungen, Analysen und Ansichten jahrzehntelang trainierter “Profis” (”Meister”).

Das heisst auch bei diesem (”simplen”) Fauststoß wird ebenfalls beachtet und trainiert: Wie ist die Körperhaltung, die Fuß- und Beinstellung? Wo liegt der Schwerpunkt? Wie werden die Schultern ausgerichtet? Wie halte ich die Finger, den Arm? Was spanne ich wo an? Wie wird der Arm und die Faust geführt? Welche Einzelbewegungen führen von der Anfangsposition zur Endposition? Wie atme ich? … Wie erhalte ich die größte Impulsübertragung, beim Auftreffen der Faust? usw. usf.

Und ebenfalls wird auch in dieser Kampfkunst “die geistige Einstellung” geschult. Sagen wir: “gute” Schulen werden dies tun, um zumindest das Verantwortungsbewusstsein dafür zu erzeugen, dass auch “der Körper als Waffe” niemals “zum Spass” eingesetzt wird – vor allen Dingen dann nicht, wenn dieser durch die Kampfkunst-Schulung “zur Präzision erzogen und trainiert” wurde.

Nun haben wir erfahren, dass auch Karate-Bewegungen – so einfach manche auch erscheinen mögen – durchaus “mehr” beinhalten, als dies einem Aussenstehenden gleich ersichtlich wird. Dennoch dienen diese nur einem Zweck: dem Kampf.

Womit wir nun leichter bei Tai Chi Chuan – Bewegungen fortsetzen können, denn diese dienen prinzipiell mehreren Zwecken.
Die Bewegungen können am besten mit dem Wort “ganzheitlich” beschrieben werden, weil diese sowohl Geist und Seele, als auch den Körper (die Materie) betreffen.
Einen Hinweis darauf finden wir auch in der historischen Überlieferung: ein Mönch soll Tai Chi (Chuan) vor Jahrhunderten als “Kombinationstraining” von den chinesischen Kampfkünsten und den gesundheitsfördernden bzw. -erhaltendenden Techniken der Traditionellen Chinesischen Medizin, dem “Ch’i kung” (heute unter “Qi Gong” bekannt) “erfunden” haben.

Bitte nicht verwechseln: Natürlich kann das Trainieren jeder Bewegungssportart im Normalfall als “gesund” angesehen werden. Hiermit ist aber tatsächlich gemeint, dass jede einzelne Bewegung bzw. Bewegungsfolge in Tai Chi einen ganz speziellen “gesundheits-” bzw. “vitalitätsfördernden” Aspekt “in sich” trägt.

Dies ist auch, was mich selbst an Tai Chi Gung so fasziniert: jede Bewegung hat nicht nur einen(!) bestimmten Sinn und Zweck, sondern mehrere [Anm.: ...und entspricht somit ebenfalls der chinesischen Mentalität der "Mehrdeutigkeit"].

Als Beispiel: eine durchaus mit dem Kampfsport vergleichbare (und ebenso anwendbare!) Abwehr-Bewegung dient eben nicht nur in einem Kampf der Abwehr, sondern beinhaltet zugleich(!) eine bestimmte Stärkung/Lenkung/Steigerung der “Vitalität” (des “Chi”, “Qi”) in bestimmten Körperregionen (Beinen, Brust, Arme, Hände, …, Sehnen, Muskeln, etc.) und ermöglicht die “Kontemplation” des Geistes (der Seele) in eine bestimmte Richtung oder Qualität UND folgt dabei den “Gesetzmäßigkeiten von yin und yang” (Simpel gesagt: das Wechselspiel zwischen “Schwer” und “Leicht”, “Voll” und “Leer”, bzw. “angespannt” und “entspannt, usw.).

Bewegung innerhalb Grundtechnik "ji"

Bewegung innerhalb Grundtechnik "ji"

Dies genau zu erklären, würde hier nicht nur den Rahmen des Beitrags sprengen, sondern ist genau die Problemstellung in der Praxis. Ein Anfänger in Tai Chi kann zwar über die Physis (Erlernen der Stellungen, Abläufe … Grundstellungen, -positionen, Bilder, Form – s.o.) und durch “Spüren” der Veränderungen, nach und nach in geistige und seelische Aspekte (”Meditation”) geleitet werden, aber erst durch die eigene Praxis “versteht” dieser nach und nach, im Laufe der Zeit, warum bestimmte Haltungen, Stellungen und Bewegungen, wie er diese gezeigt bekommen und gelernt hat, “genau so und nicht anders”, sein “müssen”.

Natürlich kann es sich ein Trainer oder Kursleiter leicht machen, indem er entweder gar nichts erklärt, sich nur vorne hinstellt und “die Leute machen” lässt (die beste Ausrede ist hier: “Genau so wird in China trainiert” – und der Interessierte muss selber schauen, wo er bleibt) oder er “beschränkt” sich auf den reinen gesundheitlichen Aspekt. Aber im Grunde ist dies “kein” Tai Chi (Chuan), sondern bestenfalls ein kleiner Anfang(!) und allenfalls “der erste Schritt” zu dieser Bewegungskunst.

Im Training von Tai Chi Gung beachten und erläutern wir, soweit möglich und dem Zeitpunkt angemessen, jeden Aspekt der Trainingsform sowie jede Bedeutung einer Grundtechnik (Bewegung) und des Bildes (bzw. der Bilder, s.o.).

Endposition in Grundtechnik "an"

Endposition in Grundtechnik "an"

Die Grundtechniken können in ihrem Ursprung aus der chinesischen Kampfkunst verstanden werden und finden ihre Beschreibung in der Anwendung z.B. auch im Yang- oder Chen-Stil.
Die bekanntesten vier von acht sind hierbei: Abwehr (”peng”) – Zurückziehen (”liü”) – Drücken (”ji”) und Stossen (”an”).

Die “Bilder” benötigen laut Definition von uns eine Beschreibung, welche

  • den Namen,
  • etwaige Alternative Bezeichnungen,
  • die Chinesische Allegorie,
  • eine Beschreibung des Ablaufes/die Durchführung,
  • die dazugehörige Imagination (die “mentale Vorstellung”),
  • ggf. Ablaufdarstellungen mit Fotos/Zeichnungen (Video) und
  • Erläuterungen zur Ausführung,
  • einschließlich “Überleitungsbewegungen” (vom vorherigen Bild / zum nächsten Bild), beinhaltet.

Jede(!) Bewegung dient mehreren Zwecken (Aspekte von Tai Chi):
u.a. dem Kampf, der Gesundheit (dem “Chi-Fluss”, der Regeneration, Vitalität und Agilität), der Meditation (von der Konzentration zur Kontemplation – der geistigen Entwicklung und Vervollkommnung), sowie dem seelischen Gleichgewicht.

Manche Bewegungen lassen sich leichter dem einen Aspekt zuordnen, manche leichter dem anderen. – Und manchmal, obwohl eine Bezeichnung zwar den Kampfkunstaspekt hervorzuheben scheint, wie z.B. “Abwehr nach rechts”, mag sich der Laie sogar fragen, wie hiermit ein Angriff überhaupt abgewehrt werden kann.

Genau jene Fragen und die ebenfalls nicht so offensichtlichen Aspekte der Bewegungen, klären sich nach und nach, wenn im Training bzw. der Anleitung nicht nur auf die “rein technischen” Abläufe sowie das exakte Nachvollziehen der vorgezeigten Bewegungen des Trainers geachtet wird (d.h. die Schulung der “leeren” Form), sondern auch jede Form als “volle Form” gelehrt wird.

Schließlich ergründet sich bspw. dem Schüler, dass das Bild “Den Vogelschwanz fassen” (alternativ: “Den Sperling am Schwanz fassen” u. ä.) aus den vier Grundtechniken (”Abwehr”, “Zurückziehen”, “Drücken” und “Stossen”) zusammengesetzt ist; in der Chinesischen Allegorie der “Spatz” als Träger des Geistes (zur Geburt im menschlichen Körper) gilt und jener weder zu fest – damit dieser nicht erdrückt, noch zu leicht – damit jener nicht wieder entflieht, gefasst werden soll und später im Fortschritt des Trainings (vielleicht?), dann auch, dass “peng” für “reines yang” steht, “liü” für “reines yin” (einerseits “Himmel” andererseits “Erde”) usw. und diese als “Konter” für die jeweilige andere “Qualität” dienen und eingesetzt werden können (sei es im Kampf, im Körper, der Bewegung, oder im Umgang mit der Umwelt und dem Umfeld).

Für den Kampfkunstinteressierten:
Selbstverständlich kann jede(!) Bewegung, welche tausendemale in Perfektion sozusagen “in Zeitlupe” geübt wurde, bei Bedarf ebenso präzise auch “blitzschnell” ausgeführt werden.
Aber, nochmals: Das Training von Tai Chi Gung dient eben nicht ausschließlich diesem Zweck.

Dem Gesundheits- und an (Lebens-)Harmonie Interessierten sei hiermit bewusst gemacht, dass die “Vollständigkeit” unabdingbar auch den Aspekt des “Kampfes” erfordert – die Frage ist weniger “ob”, vielmehr “wie” man sich damit auseinandersetzt.

Wer sich näher mit Tai Chi Gung beschäftigen und diese Bewegungskunst in Salzburg erlernen möchte, kann jetzt noch an unserem gerade beginnenden Einsteigerkurs teilnehmen.

Die Trainingseinheit des Einsteigerkurses findet derzeit einmal wöchentlich, Dienstag abends, statt (insgesamt umfasst der Kurs 12 Trainingseinheiten) – mitmachen ist noch möglich.

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